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TAYLOR
INSTITUTION
LIBRARY
ST.GILESOXFORD
nchn / ^c'^C'
Syntax der Bückling Homilies.
Inaugural-Dissertation
zur
Erlangnng der Doetorwfirde
bei der
pliilo0opliiseh«n Faonlt&t
der Rheinische Friedrich -Wilhelms -Universität zu Bonn
eingereicht
und mit den beigefügten Thesen vertlieidigt
am 28. MSrz 1885, Mittags 12 Ubr
von
Julius Flam me
V VOM Elberfeld.
Opponenten:
Hubert Effer, Dr. phil.
••Eduard Holtiiaus, Dr. phil. des.
Karl Kots, stud. phil.
BOSB,
Ünivereitäts-Buchdruckerei von Carl Georgi.
1885.
Meinen Eltern.
Einleitende Bemerkungen.
Sind wir berechtigt, die syntaktischen Erscheinungen der
Altenglischen Uebersetzungslitteratur als solche originaler Alt-
englischer Prosa anzusehen ? Werden nicht die Lateinischen Vor-
lagen Einfluss auf den Ausdruck des Uebersetzers ausgeübt
haben ?
Henry Sweet (King Alfred's West-Saxon Version of Gre-
gory's Pastoral Gare. Intro. XXXIX f.) glaubt letztere Frage
bis auf geringe Ausnahmen („with certain limitations") ver-
neinen zu dürfen. Er schliesst etwa folgendermassen : „ — in
purely theological works, such as the Pastoral, the influence of
the Latin original reaches its height. Tet even here there seems
to be no attempt to engraft Latin idionas on the English Ver-
sion: the foreign influence is only indirect cet."
.Verglichen mit den syntaktischen Erscheinungen in Cyne-
wulfs Elene findet sich eine Anzahl von Abweichungen; auf
wenige derselben habe ich an Ort und Stelle ausdrücklich auf-
merksam gemacht, andere wird eine Vergleichung mit der „Dar-
stellung der Syntax in Cynewulfs Elene" i) von Joseph Schürmann
ergeben. — Diese Abweichungen sind nicht so schwerwiegender
Natur, dass sie nicht die Folge des grösseren Zwangs sein
könnten, welchen die gebundene Sprache auferlegt, bezw. der
grösseren Ungebundenheit der Prosa.
Die.Besultate der vorliegenden Untersuchung werden die
Annahme Sweets bestätigen; nur an einpr Stelle (cf. §. 11 d.)
lag der Hinweis auf eine lateinische Konstruktion nahe.
Die angewandte Orthographie und Längebezeichnung ist
die eines diplomatischen Abdrucks; benutzt wurde die Ausgabe
1) Paderborn 1884.
der Bückling Homilies von R. Morris in der Early English Text
Society (58., 63., 73.).
Bei der Zeilenzäblung sind nur diejenigen Zeilen berück-
sichtigt worden,, welche wirklichen Text enthalten.
Wo nicht durch besondere Gründe veranlasst, habe ich
nur eine geringe Anzahl von Belegen gegeben; einesteils, weil
eine grössere Zahl nicht mehr hätte lehren können; dann auch,
weil häufig das Glossar der Blickling Homilies vollkommen
ausreicht.
L Teil. Syntax der Wortklassen.
Kapitel L Substantiv.
L fiebranch der Easns.
A. Der Nominativ.
§. 1. 1. Der Nominativ ist der Kasus des Subjekts: 3.4
Eua cende ^urh firenlust; 3. 15 Drihten is mid j>e; u. s. f.
§. 2. 2. Ausserdem erscheint der Nominativ als prädika-
tive Ergänzung bei Intransitiven und Passiven, vgl. §. 167.
B. Der Genetiv erscheint:
§. 3. 1. Als Ergänzung eines Adjektivs.
a) Bei Adjektiven, welche Fülle, Leere bezeichnen: geofena
ftdl 3.15, 5.3, 5.11 cet; 17.36 wana pces ecan leohtes; 37.9
(jemetig gastlicra mc^gena; 49. 25 ealra his cehta idel-hende;
85.27 ^<BS ecan lifes orwene; 97.24 ^ces ealles idel; 135. 1
ealra fyrena leas.
b) Bei Adjektiven des Wissens, Fähigseins cet,: gemyndig
i>ara gifena 51.23, 69.10, 147.36 cet; 67.32 behydig &
gemyndig Marian ^inga ; 109. 26 healwes to beald; 163. 6 seo
Elieahep f)onne waes unwcestmftest ^ara godcundra nusgena,
^eah ^e heo ^ces bearnes lata wcere.
c) Bei Adjektiven des Verlangens: ne sceal he beon to
georn deadra manna feos 43. 12, 109. 28; 69. 15 tohwon syndon
ge ^yses weorces swa heßge; 109. 9 uton we geornfuUe beon
Godes miltsa,
d) Bei den Adjektiven schuldig, würdig: ealra ^ara manna
dea^es. sceldig 53.7, 65.11, 189.34; ^(BS wyffe beo^ 79.32;^
ne onmun ^u me nanre äre wyr^ne 181.36, 191.7, 195.3.
§. 4. 2. Bei Verben.
a) Verba, welche eine geistige Tätigkeit oder Gemüts-
bewegung bezeichnen: gelyfan 57.16, 111.9; geman sorgen für
23. 17, gyman desgl. 95. 29, 159.30; ge^enccan bedenken 95.24 (?),
115.20; gyman wünschen 197.14; treowan trauen 185.14;
tweogan zweifeln 43.1; wenan hoffen auf 51. 28, 63.2 ceL;
wilnian wünschen 103. 12; tmndrian sich wundern 123. 22;
wyscan wünschen 103.12; pancian 43.13.
. b) Verba des Bedürfens, Aufhörens, Bittens, Verbietensce^.;
ablinnan aufhören 227.6; astypi (Part, prät.) beraubt 107.4;
awcegan vernachlässigen 91.17; biddan bitten 21.5, 21.6 cet,;
geswican aufhören 45. 27, 63. 14 cet; wi^cwepan verbieten 71. 1.
c) Verba des Erwartens, Besitzens, Verfolgens ceL: bidan
erwarten 7.34, 9.4 cet, gebidan 213.25, onbidan 233.27,
233.30; brucan geniessen 39.24, 101.20; frcegnian fragen
117. 20; gefreof)ian befreien von 105.21 ; gefyllan erfüllen 133.21;
gripan greifen 211.1; helpan helfen 37.36, 75.18, gehelpan
9.8; neosian besuchen 125.13; onfön empfangen 49.5, 209.4
(klarer Ausdruck des partitiven Verhältnisses), 209. 8.
d) beon mit dem Genetiv drückt aus: — «) gewöhnlich
die Eigenschaft: 57.18 manige men beod heardre heortan;
63.35, 73.21, 93.10, 105.25, 197.8. —' ß) Den Besitz: 51.1
ne gepohteBt %m ^cet hit is eal Godes?; 51.18, 151.29.
Zusatz, a) Ein Akkusativ der Person und ein Genetiv der
Sache steht bei: agyldan sich widmen 23. 16; besceran berauben
49.35; biddan 21.10, 21.12 cet; gcelan hindern 179.10;
manigean ermahnen 45.16, 49.31; ofteon berauben 37.28;
ungyrdan entkleiden 103. 2.
b) Ein Dativ der Person steht neben einem Genetiv der
Sache bei: gedon 213.35; wilnian 201.28; wif>cwepan 71 A]
wyman verweigern 51.9, forwyrnan 51.5; pancian 203.33.
§. 5. 3. Als attributive Bestimmung.
a) Der Genetiv, des Subjekts bezeichnet den Urheber oder
den Besitzer; die Anwendung dieses Genetivs ist eine überaus
vielfache und häufige: 7.9 deofles rice; 7.24 Godes Sunu; 7.25
f>(Bt geteld ^ines innodes; 9. 1 heofonrices dum; 9. 14- Godes
strengo; 15. 11 Cristes ^egnas; 19.9 seo stemn pcere heorfan;
21.33 on Godes bocum; u. s. f. — Einen appositiven (subjek-
tiven) Genetiv finden wir: 7.6on eallummonna cynne; 7.8 mid
Israhela cynne; 79. 30 ^cet gdeaffulle fölc Judea; 155. 29 on
^rim Israhela f oleum; u. a. m. — 9. 35 he becom to ^cem
heahsetle ^cere rode.
Eine Steigerung wird ausgedruckt durch Wiederholung
desselben Wortes im Genetiv 25. 36, 53. 33, 107. 7, 143. 30 in
(on) eallra worlda world; 115. 25, 137. 16, 139. 11 cet. on (in)
worlda world; 203. 22 ealle eadmodlice to ^cem cyninga
Gyninge onhnygan.
b) Im Genetiv des Objekts wird' das Objekt des Tätigkeits-
begriffes des regierenden Substantivs genannt.
Der objektive Genetiv steht häufig bei Titeln und dergl. —
35. 7 cyricena aldoras; 45. 25 Cristenra folca hyrdas;' 147. 2
ealra engla ealderman; 153. 23 se ealdorman ^ara ludea
& ^ara sacerda; 157.21 Israhela God; u. a. m. — Auch in
anderen Fällen kommt dieser Genetiv sehr oft vor: S.lSpissa
brydpinga cerendwreca; 11. 9 weorfnan we f>a clapas his hades:
21.36 op ende his lifes; 35.26 ura synna forlcetnesse; 55. 15
Godes rices geleafan; 57. 23 pisse worlde lufu; 57. 31 on
heofena rices geleafan; 59. 27 pcet . lif pysses middangeardes;
61. 31 for pces feos lufon (fvr feas lufon 63. 7, 63. 8, 63. lO^;
65. 28 se Alysend f>ysses menniscan cynnes; 77. 20 hie sceolan
leer an Godes lufan & manna; 69. 13 heofones HJaford & ealles
menniscan cynnes; u. s. f.
c) Der Genetiv dient zur Angabe der Eigenschaft: 7. g
htm eces lifes bysene onstealde; 7.36 cyning ealra clcennesa;
17.32 ic eom weg soäfcestnesse; 19. 14 we beo^mid mycclum
hungre yfelra ge^ohta abisgode; 21. 4 in pa tid ^ces gebedes;
27.22 of ^am fulwihtes bcepe; 27.23 ^a tid ^ces fcestenes;
27.24 se egesUca domes d<sg; 29. 6 (ßlces godes hysene;
u. s. f.
d) Der Genetivus partitivus gibt das Ganze an, von
welchem das regierende Wort einen Teil bezeichnet. — Der
partitive Genetiv steht:
a) bei Substantiven: 11.12 engla ^reatas; 41.1 wcestma
genihtsumnesse; 67.2, 81.23 on frunian middangeardes; 69.1,
73. 17 an pund deorwyrpre smyrenesse; 79. 17 (se casere) paes
folces pcme mcestan dcel (ofslog); 87. 6 seo unarimedlice menigo
haligra saüla; u. s. f.;
ß) bei substantivisch gebrauchten Komparativen und Super-
lativen, vgl. §§. 21, 22, 24, 25;
y) nach Interrogativen, vgl. §. 64, und nach indefiniten
Pronominibus, vgl. §§. 66, 67;
d) nach Numeralen, vgl. §. 27.
Anm. 1. Ausserordentlich häufig findet man zwei attri-
butive. Genetive nebeneinander: 19. 16 ^a ^mendlican crceftas
deofles costunga; 27. 6 godes (= God^s) folces lareowas; 29. 9
gefylnes Godes beboda; 29. 10, 31.8, 35. 8, 35. 17; u. s. f.
Anm. 2. Der attributive Genetiv besitzt grosse Freiheit
betreffs seiner Stellung. Derselbe kann stehen: — vor dem
regierenden Substantiv: 5.2 ures Drihines meder; 7.9 deofles
rice; u. s. f. — nach demselben: 7. 15 i^cet geteld pines innodes;
19. 9 seo stemn peere heortan; 61. 26 riMe Bornas sopfcestra
manna; 73. 25 wcestm godra weorca; u. s. f. * — er steht zwischen
der Präposition, welche das Beziehungswort regiert, und diesem
selbst: 47. 5 on ealra haligra gepoftscipe; 63. 30 beforan Cristes
heaJisetle ;^ 73.20 of ehtatene cynna wyrtum; 105.2 mid engla
sibbe; u. s. f. — er steht auch häufig zwischen dem Artikel,
resp. Possessiv oder Adjektiv und dem Bfeziehungs werte: 5. 23
eall wifa cynn & wera; 27.22 of i>am fulmhtes beepe; 27.24
se egeslica domes dceg; 103.2 Ms Feeder rice; 119.25 cet ^am
ytmestan eor^an gemcerum; u. s. f. — Sehr häufig sind Aus-
drücke wie: 7.31 se Cristes brydbür; 49.3 se Godes ^eow;
53.9 ^am Godes ^earfan; 133.36 se Drihines Gast; 213.22 5e
Godes man; u: a. m.
§. 6. Als advefbiale Bestimmung dient der Genetivzur An-
gabe der Zeit: dceges & nihtes 47. 11, 127.30, 137.20."
6
C. Der Dativ erscheint:
§. 7. 1. Als Ergänzung eines Adjektivs.
a) Bei den Adjektiven lieb, geneigt, treu : Gode is his folc
swype leof 45.34:, 107.27, 111. 27; milde ^(smmonnum 47.32,
107.13; ^(Bm deadan getreowe 53.1; rummode pearfendum
mannum & earmum celmes-georne 109. 14; ^cet him mnsumlic
W(BS 111. 25; hie wceron ^cere godcundan db swi^e gehyrsume
163.3; wesad ^ancfulle ^cem Hcelende 167. 15; his geferum
leof & weorä & ondrysne 213. 11.
b) Bei den Adjektiven nützlich, nötig, gefährlich : 25. 13
he him grim geweor^e^; 59.10 f)a geogoälustas f)a ^e him
swete wceron to arcefnenne; 89.2 ärfcest eallum unrihtwis-
nessum; 91. 19 egesfuU eallum gesceaftum; 101. 21 ^onne beod
Gode ondfenge ^a göd ^e; 109.25 eallum mannum ned^earf
(Sb.) & nytlic (Adj. mit Dat.?); 225.26 pinum folce ned^earflic
to hcebbenne.
c) Bei den Adjektiven ähnlich, gleich, entsprechend, nahe:
gelic his geeamungum 21. 32, 45. 4, 49. 7, 59. 4 cet.; efenhalig his
apostolum & efnhlete 45. 17 ; seo heall Gode weor^e (geeignet für)
funden wces 163. 13 ; wundor^ysum onlic 221. 18, 209. 14, 223. 14.
d) Bei den Adjektiven offen, bekannt: ^cet is ceghwylcum
men uncu^ 119. 6, 51. 35, 125. 7.
§. 8. 2. Beim Komparativ steht die Sache, mit welcher
eine andere verglichon wird, im Dativ : 163. 19 ^a wces acynned
se mon Sande Johannes, se wces mara & selra eallum o^rum
mannum; 167. 24 eallum halgum he is sigefcestra & gecorenra;
179. 28 gang me near hider, — Gewöhnlich wird bei der Ver-
gleichung ^onne gebraucht: 31.29, 43.34, 59.32 cet
§. 9. 3. Als Objekt bei Verben.
a) Verben des Sagens, Batens, Antwortens, Bekanntseins,
Befehlens, Gehorchens: andswerian antworten 33. 29, 141. 16
cety ondswerian 77.33, 147. 9; hedigled verborgen (= unbekannt)
15.12, 199.33, 201.1; bemiden verborgen 199.32; beodan
befehlen 15. 19, 47. 21 cet., bebeodan 29. 23, 45. 20 cet.; bodian
auffordern 121.4, 137.35; cwepan 3.13, 191.10 cet, tocwepan
3.2, 19.33 cet.; cypan verkünden 7. 17, 13. 14 cet, gecypan
29.21; deman richten 11.3, 43.11 cet; eowan zeigen 181.21;
gelyfan glauben 177.21, 177.53 cet; gepafian erlauben 45, 11;
gyldan vergelten 123. 34, 223. 32, forgyldan 189. 26, ongyldan
221.3; heran gehorchen 95.4, hyran 49.2 cet; hyrsumian
gehorchen 135.17; Iceran lehren 43.15, 49.18; leanigean be-
lohnen 123.34; leogan belügen 179.27; lyfan erlauben 189. 22,
dlyfan 47.3; onbugan sich unterwerfen 223.28; secgean sagen
45.21, 71. 3 cet.;steran berichtigen 63. 13, styran 19. 5, 63. 15 cet.;
tocleopian zurufen 113.17; wäldan beherrschen 143.28, weal-
dan 31.28; f>ancian danken 185.18.
Anmerkung: 161.18 hie i>(eresof)fcestn€Sse (Dat. der Sache)
spellodan; wenn j)(ere irrtümlich statt fxer =: dort, dann
könnte das Subst. im Akk. stehend angenommen werden.
b) Die Verben nützen, schaden, gefallen, entgegentreten
cet.: arian schonen 51.30, 89,21 cet.; cweman gefallen 47.11;
deran verletzen 239.12; dön handeln gegen 229.21, gedön
189.25; efenproman bemitleiden 19.30, 75. 19 cet; forwyrnan
verweigern 53.22, 141.30; freopigean eintreten für 135.25;
fultmian helfen 53.9, 67.31 ca., gefultmian 101.8 cet,; fylgean
folgen 23.15, 25.9 cet.; genihtsumigean genügen 23.27,
37.16 cet] gesyngean sündigen gegen 87.29; geteohhod (Pi^rt).
bereitet zu 25.25; geteorod (Pprt.) verringert gegen 113.14;
helpan helfen 223.3; %wdaw zusetzen 203.17; lician gefallen
67.34; mütsian bemitleiden fcf. müdheortnes c. dat. 159.8^
15.20, 15.22 cet,\ onherian nachahmen 75.11; onsettan über-
winden 203.17; scep^an schdiAen 129.15, 161.32 ce^.; swencean
betrüben 81.6, 239.12; tvipsacan sich auflehnen 49.8, 53.33
cet.; widstandan 25.13, 31.84, wiästondan 31.37; wrecan
(him wr(Bc) rächen an 79.11; ^egnian dienen 27.20 cet.;
^eowian Aieuen 27.19, 29.1 cet
c) Die Verba herankommen* sich entfernen cet,: mteowan
erscheinen 239. 32 a. a. 0. ; nealcecan sich nähern 15. 4, 51. 34
cet., genealcecan 15. 15, 15. 24 cet.; tocyman herankommen
239. 7 ; tohwyrhan kehren zu 239. 5.
d) Die Verba gereichen, zukommen cet: arisan gereichen
zu 41.19; beon 47.6, 47.13 cet.; becuman 85.15; weordan
51.9, 123.1, geweori)an 9.20, 123.13. — onfon 37.25,
41. 13 cet
e) Eine Anzahl unpersönlicher Verben: belimpan 15.30,
41. 23 cet. ; gelimpan 31.13 cet ; tobelimpen 49. 1 ; gebyrep 111.13
cet; gedafenap55.2cet; gerise^ 69. 32cc^.; licad, licode2S7.lt
8
24:1. U cet; Mm to rcede fand 199.30, 201.25, 205.20; ^in-
ceä 33. 4, 33. 5 cet. , of^inceä; 175. 18.
Zusatz, a) Folgende Verben haben einen Dativ der Per-
son und einen Akkusativ der Sache : ceteowan zeigen 27. 15,
67.1 cet. (Kefl. ceteawde hine Nerone 183.25 cet.); ageofan
geben 195. 19,'. a^i/aw 41. 24, 53. 10; forgifan gestatten 19.30,
19. Mcet.; bebeodanil. 19, 47. 20 cet., befcestan begehen 175.26;
hegytan erlangen 29.1, 95.34; heweran bewahren vor 131.28;
biddan bitten 19.29, 107.19 cet.; abiddan 65.8; bodian an-
kündigen 57.19; brecan (Ä?a/]^ = zuteilen 37.20; bringan3.6^
3. 17 cet., forebringan 47. 4, onbringan 237. 4, 237. 8; cwepan
3.13 ca.; cy^an 105.24, 111.18 cet., gecy^an 87.24; ddlan
zuteilen 49,32, 51. 10 ce^., gedcelan 195.5; don 7.5, 35.5 cet.,
gedön 37. 6, 247.35; dyrnan verheimlichen 43.20; forwyrnan ver-
weigern 53.9 (?); ^ea^maw besitzen 105. 10; ^eawde^^aw beichten
193. 22; gearwan bereiten 31. 6, 77. 6; gearnian erlangen 95. 34,
geearnian 35.29, 95.4 cet.; geceosan erwählen 23.25, 67.35;
gehdtan befehlen 117. 14; geleanan belohnen 101. 23; gesamnian
sammeln 99.29; gestreonan erlangen 121.10; geteohhad (Part,
prät.) bestimmt 103.33; getimbrianhdiUQn für 183.3; gewendan
wenden 173.4; gyldan vergelten 85.12, agyldan 113.3, for-
gyldan 41. 15, 55. 23, 241. 18 ; habban = bewahren 127. 12 cet.;
healdan halten 45.15; Iceran lehren 109.17, 131.31; Icewan
verraten 171.17; onstellan ibysene) aufstellen 7.8, 29.7 cet;
ontynan öffnen 39.29, 51.11; secgan 57.9, 103.25 cet.; onsec-
gan 201. 14; sendan 131. 19, 131. 30, 135. 22, tosendan 153. 33;
settan 23.34, gesettan (naman, täcnj 121.20, 197.25 cet,;
sprecan 99.26; syllan verkaufen 27.16, 29.36 cet; tacnian
bezeichnen 129.17; towitan zeigen 125.23; wyrccan bereiten
41. 6, getvyrcean 5. 26.
b) Verben mit einem Dativ der Person neben einem Ge-
netiv der Sache vgl. §. 4. Zusatz b.
§. 10. 4. Seltener als die Anwendung des Genetivs ist die
des Dativs als attributive Bestimmung; derselbe dient, an ein
Substantiv angelehnt, zur Bezeichnung ähnlicher Beziehungen
wie der attributive Genetiv: 9. 10 his Suna to br^dbure; 13. 14
heo W(ßs gecoren to meder hire Scyppende; 57. 22 began we
ure mod from^cere lufan ^isse worlde synlustum & gitsungum;
61. 15 mid ^cem mannum (Frauen) ^e beop Criste to brydum
gehalgode; 71. 20 scea^m to scrafum; 83. 19 mancifnne to hy-
sene; 91.4 he gescet Godfceder {Gen. oder Dat.?) on j)a swif>ran
healfe; 1 19. 29 mancynne to frofre; 123. 1 f)€OS haiige tid englum
^us heälice to gefedn & to hlisse wearp; 127.22 mannum to
ecre gemynde; 131. 11 ^(lem apostolUm to frofre.
Hierhin gehört auch die Umschreibung possessiver Ver-
hältnisse durch den Dativ des Personalpronomens: 51. 9 eal hü
him tvyr^ to teonan; 53. 8 he heold (kr his cehta htm to wean
& to wlencum; 127.12 (hie hit) him to reliquium habban;
231.11, 231.20 woldan (hie) htm to mete dön; 247. 30 cenne
of heora aldormannum to bisceope he him gesette,
§. 11. 5. Der Dativ steht als adverbielle Bestimmung;
er wird verwandt als lokale, temporale, instrumentale und mo-
dale Bestimmung der Tätigkeit.
a) Der Dativ als lokale Bestimmung steht auf die Frage
wo? 79.8 hie heora yfelum purhwunedon; 129.33 sy ^cer
eorj)an peer he sy 137. 14 us is alefed heofena rice to gesittene
{Morris = Akk.).
b) Der Dativ als temporale Bestimmung antwortet auf
die Frage wann ? — 47. 27 Sunnandagum & mcessedagum
71.24 Hcelend com syx dagum (er eastrum to JBethania (um
6 Tage); 71. 30 (elce dcege; 91. 29 ceghwylce ane dcege. Zu
Adverbien verhärtet sind hwilum 61.35, 195.21, 203. 14 f.,
227. 7, und tidum in nihtes tidum 207. 34 und eallum tidum 231.4.
c) Der Dativ gibt das Mittel einer Tätigkeit an : 55. 25
hie ymbhigdigum earum & ing^ancum gehyrdon reccean <&
seccgan ; 177. 16 m^n geseah hine drigum fotum gän ofer sces yf)a.
— Formelhaft steht wordiim bei den Verben: secgan 115.26,
117. 7, 211. 10; sprecan 153. 33; gelyfan 153. 36 (— w. = seinen
Glauben zeigen).
d) Ebenso drückt der Dativ begleitende Umstände aus
und betont diese adverbiale Bestimmung die Gleichzeitigkeit; be-
nutzt wird zu derselben das Particip des Präsens. Es liegt
nahe, bei der Häufigkeit dieser Erscheinung an möglichen Ein-
fluss des ähnlich gebauten und gleichbedeutenden Ablativus
absolutus der lateinischen Vorlage der Bl. H. zu denken. —
153.32 him swa wependum, f}a com.; 155. 10 him swa sittendum
^acom^cer semninga ureDrihten; 181.4 me cetstondendum he
^ys eal dyde; 183. 4 ic gecege mine englaSy & bebeode him eow
1*
10
eallum tölociendum; 245. 30 and f)us cwe^ende, fyren wdlc
astah (?). — Entsprechend wird das Particip. des Perfekts be-
nutzt, um eine eben verflossene Tätigkeit zu bezeichnen (nach-
dem) : 145. 22 cefter f)yssiim wordum gefylde {?), ^a wces Maria
. . . ; 151.16 (icwiUe)'forsearedumhim begen dcelas forhrecan
(S; forbceman;
e) Der Dativ steht zur Angabe der Zahl, wie oft eine
Tätigkeit stattfindet: 47. 15, 147. 16 seöfon sifmm; 79. 19 ehta-
tyne sipum; vgl. §. 30.
D. Der Akkusativ erscheint:
§. 12. Als prädikative Ergänzung bei faktitiven Verben,
vgl. §. 167. II.
§. 13. 2. Als Objekt bei Verben; wir führen nur dieje-
nigen Verben an, welche auch mit anderen Kasus vorkommen:
hiddan (Akk. der Person) 19. 34 u.a.; hodian(P8,) 11.22, 187.9,
(Sache) 9.16 (?), 143.28; cwei)an (S.) 149.30; deman (Ps.)
43.20, (S.) 43.9; don 51.2, 51. 26 cc^., gedön b7,20 cet; for-
gyldan 91.16; gefyllan 23.10 cet-; gelyfan 21.21(?), 63.4(?);
geneälcecan 243, 13; gepancean 55.15, 97.1; gyrnan 53.25;
l€eran (Ps.) 47.23, 107.11, (S.)43.8, 185.10; onfon h.U,
5.33 cet; wilnian 219. 35, 223. 3, wrecan (S.) 49. 3, 185. 26.
Zusatz, a) Ein doppelter Akkusativ kommt bei mehreren
transitiven Verben vor, indem die prädikative Bestimmung die-
selbe Tätigkeit erleidet wie das Objekt, vgl. §. 167 f. — Ausser-
dem finden wir einen Akkusativ des Objekts neben einem Ak-
kusativ der Person bei Iceran und beahsian: 131.27 se Hälga
Gast hie aeghwylc göd Icerde; 187.6; — 199.29 hie hine lare
beahsodan.
b) Verben mit dem Akkusativ der Person und dem Genetiv
der Sache vgl. §. 4. Zusatz a.
c) Verben mit dem Dativ der Person und dem Akkusativ
der Sache vgl. §. 9. Zusatz a.
d) Einen Akkusativ der Person neben einem Instrumentalis
der Sache haben: bletsian segnen 153. 2; frefrian trösten 135. 23;
herian verherrlichen 5.35; weord^ian verehren 5.32 cet
§. 14. 3. Als adverbiale Bestimmung steht der Akkusativ
zur Bezeichnung der Zeitdauer:
11
35. 27 ealne f>ysne gear lifdon; 35.32 gtf we hfia^ pds
dagas; 89.18 hire innop ^u gefyldest nigon mona^. 105.14;
131.17 he f>rage mid ws wunode; 199.30 hine to rcede fand
^cet hie ^ry dagas f€eston, 221.24; 219.17 da he f>a hwile on
p(em gebede wes (da he f)a = als er da, hwile = ^rage = eine
Zeit lang). — Der Akkusativ steht ferner auf die Frage wann ?
— 109. 5 ^as tacno ^e ic nu hwüe big stegde; 153. 3 heora
naenig ^a beere ^a hwile ne ahöf. — Auf die Frage wie oft?
— 127.35 (^cet leohtfcet) scina^ aice niht\ 129.4 ceghwylce
niht; 243. 27 äne tid on rode fm ^owodest,
E. Der Vokativ steht:
§. 15. 1. allein: 43. 31 miltsa ine, God, u. s. f. — 2) mit
attributivem Genetiv: 15. 18 miltsa me, Bauides sunu; u. s. f.;
— 3) mit attributivem Adjektiv: 177.1 duge^a cyning; 13.24
men ^a leofestan; u. s. f.; — 4) mit Possessiv: 49.18 bro^or
mine; -43.2 bro^or mine f)a leofestan; 229.28 min se leofa;
u. s. f.; — 5) mit Zusatz des Personalpronomens -51.1 eala
pu gitsigenda & pu toelega; 9. 3 eala f)u eadige Maria; u. s. f.;
— 6) mit Personal- und Possessivpronomen: 85.29 ^ ure
aldor.
F. Der Instrumentalis erscheint:
§. 16. 1. Als Objekt bei folgenden Verben: arcefnan
217.13; wundorweorcum ascinon 161.17; toyrmum aweallep
lOh S ; cleopian (hludre stefne cet) 15.17, 81.12, 181.18;
ctvelman (gastlice hungre cwelmed) 57. 15; ewepan 81. 12;
gebrtegd his sweor de 22S, 7, 223.15; gefeon 249.16 (233.2
Morris = Dativ); herian 5. 35; lußan 5.35; ondswerian 9. .19;
sprecan 153.33; swyltan {deaj)e) 51.34, 79.15, 79.18, aswyl-
tan 219.11; singan 7.1; weoräian 5.32; f)urhwunian 79.8,
171.13.
Zusatz. Verben mit einem Akkusativ der Person neben
einem Instrumentalis der Sache vgl. §. 13. Zusatz d.
§. 17. 2. Als adverbiale Bestimmung.
a) Zur Angabe des Zeitpunktes: 15.10 pyf>riddan dtege;
67. 6 py feorf)an dcege; 67. 24; 71. 36 Hcelend cwom syx dagum
cer ludea eastrum; 95. 9 py dcege; 187. 14 o^e dcege; 245. 11
inssenihte; — 73. 1 ff., 91. 29 ff., 93.22, 93.35; u. s. f.
12
b) Zur Angabe der Art und Weise, in der die Tätigkeit
vor sich geht:. 39. 4 bli^e mode Godes beboda utan we behealden;
57. 33 dura manna gehwylc sceamge hine sylfne on his heortan
swigende mode; 67. 1 unforhte mode he genealcehte ^cere stowe
^e; 141. 20 ^u leofa drihten, gecype us hwylce gemete ^u come
todceg to us; 153. 2 bletsode Marian mid his tungan Ebreiscre
stefne; 181. 18 j?a cleopode he hludre stefne; 181. 21 Petrus
stod on gebedum a^enedum handum; u. a. m.
c) Mit Hilfe des Instrumentalis wird die Wiederholung,
zum wievielten Male eine Handlung geschieht, ausgedrückt;
vgl. §. 31.
d) Der Instrumental steht auf die Frage wo? 193. 10 edl
folc Romana befeng f>a lichoman on ffcere stowe Catacumbe f)y
wege (an dem Wege) ^e hate Appia.
II. Gebrauch der Numeri. .
§. 18. Eine Anzahl von Substantiven, Gattungsnamen und
Abstrakten, kommt nur, eine^ andere Keihe zuweilen im Plural
vor mit singularer Bedeutung.
Diese Substantive sind:
cefen-gereordu Abendfest 67.26, 73.5, 79.23, 143.6; an-
medla Stolz 111. 34; heorhtnes Helle 17. 16 (Sgl. 17.33, 85. 21);
clcennes Reinheit 7.36 (Sgl. 5:20, 13.21ce^.); dmj) Tod 107. 24
(Sgl. 15. 22 cet.); eadmodnes Demut 103. 18, eapnodnes 103.26,
115.23 (Sgl. 7.4 cet.); ermda Elend 17.17; fceg&rnes Schön-
heit 7.29, 77.34 (Sgl. 39.24 cet.); fmsten Fasten 5.16, 39.2,
61.19 (Sgl. 27.25 cet);^forl(Btnes Unterlassung 111.10 (Sgl.
35.36 cet); geweald Macht 47,7, 63.3 (Sgl. 101.10 cet); hdto
Hitze 59. 4 (Sgl. 7. 27, 51. 21); heanes Höhe 5. 13, 53. 26, 71. 12,
93.10 (Sgl. 27.13 cet.); heofon' Himmel 5.13, 5.17, 7.9 und
so meist (Sgl. 5.34 cet.); herewic Wohnung 113.26; hleahtras
Gelächter 59. 18, 195.15; inno^ Mutterleib 167.6 (Sgl. 3.12 cet);
lufe Liebe 23. 24 (in for . . lufon um . . willen. — Sgl. 23.35 cet);
mildheortnes Gnade 103.18, 193. 20 (Sgl. 7.6 cet); milts Gnade
103. 19 (Sgl. 39.23 cet.); neoles Tiefe 93. 12; oferfleownes lieber-
fluss 195. 19; rice Reich 9. 25, 31. 6 (vom Himmelreich. ~ Sgl.
7.9 cet.); sib Friede 115.9 (Sgl. 79.34 cet); unrithwisnes
18
Unrecht 87.29 (Sgl. 89.3, 89. 16); i)eostra Finsternis 17. 17,
65. 17 cet; punor Donner 93. 15 (Sgl. 91. 34).
III. Gebrauch des Artikels.
§. 19. Ueber den Gebrauch des Artikels bei den ver-
schiedenen Klassen der Substantiva ist zu vergleichen §§.51 — 57.
Kapitel II. Adjektiy.
L Substantivierung des Adjektivs.
Durch die Substantivierung des Adjektivs werden Appella-
ti va sowie abstrakte und neutrale Begriffe gebildet. Das sub-
stantivierte Adjektiv wird mit und ohne Artikel gebraucht.
A. Bezeichnung von Appellativen.
§. 20. 1. Im Positiv.
a) Ohne Artikel: 21.35 ne hi^ he Godes leof; 63.10 hie
earmne fordema^; 31. 35 ^rh Cristes sige eoHle haiige wtßron
gefreolsode; 65. 21 haligra symbelnes; 5. 30 Sancta Maria hrohte
eallum geleaffullum f)ces hletsunga; 63. 17 hie reafian earme &
ünscyldige; u. s. f.
b) Mit Artikel: 15.23 se hlinda him ondswerede; 17.26
fcet leoht cyrde to ^on blindan; 19.18 gehyrde ffone blindan
cleopian; 41. 28 hu lli^e ^a earman beo^; 25. 24 ffon unlcddon;
173. 27 he ^a deadan sylfe awehte; u. s. f.
§. 21. 2. Im Komparativ ohne Artikel: 45.17 se biscop
bi^ Godes gingra; 109. 7 Cryst sylfa his geongrum saegde,
§. 22. 3. Im Superlativ.
a) Ohne Artikel: 89. 22 ara me ungesceligost ealra wifa;
225. 23 he wces manna mildheortest.
b) Mit Artikel: 13. 15 heo wces seo eadgoste ofer eal wifa
cynn; 131. 3 uton Godes lufe fcesHce on urum heortum & on
ure ^ara nehstena healdan; 169. 20 d^eah hit se Idsta wcere&se
heänosta; 185. 2 ^is is manna se wyrresta.
14
B. Bezeichnung abstrakter Begriffe.
§. 23. 1. Im Positiv, stets ohne Artikel: 7.5 hemempcd
dyde; 21. 1 mon bid blind, f)€ah hemycelage; 31. 12 gemyne f>e
sylfne hu mycel yfd pe gdamp; 43. 34 dyde mare yfd ponne
god; 49. 19 (earmum mannum) pe Jier lytel ägan; n. s. f.
§. 24 2. Im Komparativ: 53. 16 ddüon we ptet symle
fxem f>e Icesse Jiabhan; 61. 36 (he hafp) weana tnd ffonne; 181. 6
for hwan ne dep he fxet Icesse^ nu he fxßt mare dyde; 213. 28
^ah j)e ^ra godra ma wcere ponne; u. a. m.
§. 25. Im Superlativ : 67. 33 pu scealt Godes toülan wercan,
pcet an pkt is sehst pcet jm Gode licie; 219. 2 wtßs fns dara
wundra cerest.
n. Die Rektion des AdjektivB.
Ueber die Rektion des Adjektivs vgl. §§. 2, 3, 8.
III. Die Functionen des Adjektivs im Satze.
§. 26. Das Adjektiv wird im Satze verwandt:
1. In den Punktionen des Substantivs, vgl. §§.20 — 25.
2. Als Attribut bei einem Substantiv, vgl. §§. 175—177.
3. Als Prädikatsbestimmung, vgl. §. 168.
Kapitel III. Nnmerale.
I. Die Kardinalzahlen.
§. 27. Die Kardinalzahlen werden meist als Adjektive,
zuweilen substantivisch gebraucht; regelmässig regieren die
Grundzahlen von 20 ab den Genetiv.
1. an als Zahlwort substantivisch: 29. 23 he pcet anecwcep,
ebenso in dem sehr häufig vorkommenden Ausdrucke anra gehivylc
(vgl. §. 56, 11); — adjektivisch: 31.2 on anre tide dceges;
54. 27 gif we äne hwile heoff; 243. '33 ne an loa of eowrum
heafde forwyrd
2. twegen, twä. — a) adjektivisch: 29.36 twegen culfran
i
15
briddas & f wegen turturan gemcBccafiy 33. 33 twegra gecynda;
69. 34 to his twäm pegnum; 169.2 twd tunecan; 221. 14 tfa
gesceafta twd; u. s. f. -^ ß) substantivisch: 77. 20 btdon ^cem
twdm. — ~ begefij butu beide. — a) adjektivisch: 151. 16 ic wille
begen dcelas forbrecan. — ß) substantivisch : 161. 27 hie btäu
wceron swi^e gedefe beforan Gode; 171. 7 begen wüldres beag
onfengon; 205.28 uton wit begen dön feower daga fcesten,
3. f)reo ^ry ^re. — a) adjektivisch: 29.18 for primf^in-
gum; 63.35 ^reora cynna syndon mor^ras; 73.21 ^cer wceron
f>reo ^a betstan ele; u. s. f. — ß) subst. 175. 16 (Neron) heM
hie ealle ^y in beforan hine.
4. feower erscheint nur adjektivisch: 35.15 feower tida
syndon on ^cem geare; 35. 11 ^ara feower godspellera; 35. 12
of feower gesceaftum; 35. 14 ^urh feower ^ing; u. s. f.
5. fif. — Of) adjektivisch: 31.17 pa nam he fif stanas;
— ß) mit folgendem Genetiv: 117 , 3& fife j)ara syndon agangen.
6. syx erscheint adjektivisch : 35. 23 on f)€em syx wucan;
35.24 ^a syx Sunnandagas; 71.24 Hcelend com syx dagum
(BT eastrum; u. s. f.
7. seofon ist adjektivisch: 45.30 embeseofon niht; 237. 18
seofon hyrdas; u. s. f.
8. eahta: 127. 32 eahta eag^yrelu,
9. nigan^ nigon. — a) adjektivisch: 51.2 ^anigan dcelas;
89. 18 nigan monad; u. s. f. — ß) substantivisch mit folgendem
Genetiv: 9.29 cefter nigan monäa.
10. ten, tyn. — a) adjektivisch: 35. 10 ^a ten bebodu;
117. 16 emb ten niht; u. s. f. — ß) mit folgendem Genetiv:
211. 25 ^a he wces tyn wintre.
11. endleofon erscheint adjektivisch: 79. 19 endleofan si^um.
12. twelf — Of) adjektivisch : 15. 4 Hcelend genam his
twelf^egnas; 121.8 on twelf tänum; u. s. f. — ß) mit folgen-
dem Genetiv: 197.22 syndon twelf mila ametene.
13. fiftene mit folgendem Genetiv: 213. 1 da he wcesfiftene
wintre.
14. ehtatene erscheint adjektivisch: 73. 20 ofehtatene cynna
wyrtum; 79.22 ehtatyne si^um»
15. twentig mit folg. Gen.: 215.34 he hcefde twcem Ices
^e twentig wintra.
16
16. prittig, gegen die Eegel adjektivisch gebraucht (vgl.
unter 19) 79. 25 f)riUigum si'})fim.
17. feowertig mit folg. Gen. 27. 3 he fceste feowertig daga
& feowertig nihta; 35. 17 o« ^yssumfeowertigum niKia; 35,30
f)as dagas f}yses feowertiges nihta; u. s. f.
18. fiftig mit folg. Gen. 133. 14 fiftig nihta.
19. syxtig mit folg. Gen. 11.22 ^cet syxtig wera; — ad-
jektivisch (vgl. unter 16); 11. 17 mid syxti^um werum.
20. hund ist Substantiv: 71.27 twahund wintra; 203. 28
syx hund manna; 207. 14 fif hund manna; — im Dativ hunde:
69. 7, 75. 22 to ^rim hunde penega.
21. pusend ist gleichfalls Substantiv: 119. S preo pusend
wintra; 119.6 hwc^er §ispusend sceole beon; — im Gen. Plur.
pusenda: 79. 20 endleofan sifmm hund (teontig) pusenda; 79. 21
hund teontig pusenda; so noch 79.22, 7Ö. 25.
22. Bei zusammengesetzten Kardinalien geht der Multipli-
kator dem Multiplikanden vorauf, vgl. Beispiele unter 20 und
2h — Bei Additionen gehen regelmässig die Hunderte vorauf;
die Einer stehen stets vor den Zehnern; die Summanden werden
durch ond (c&) verbunden: 35.22 on pcemgeare hidpreo hund
daga dt fif dt syxtig daga; 35. ^ syx dt prittig; 119.2 nigon
hund wintra dt Lxxl; 231. 5 seofon db twentig nihta; 239. 14
twä hund and eahta and feowertig wera, and nigon and feo-
wertig wifa.
23. Gemischte Zahlen: 193.13 an gear & seofon monap.
IL Die Ordinalzahlen.
§. 28. Die Ordinalzahlen sind Adjektiva; stets steht bei
ihnen der Artikel oder ein Pronomen (doch vgl. §. 31).
1. 17. 29 s« ceresta man; 5.24 seo tereste modor; 5.4
p(ßs eerestan wifes; 5.1 pone cerestan wifmon; u. s. f.
2. 193. 18 0» pcere Hefter an mite from Borne.
3. 143. 36 se pridda dceg; 117. 4 on pcem priddan ddbge;
15. 10 py priddan dcege; u. s. f.
4. 67. 6 py feorpan dcege; u. s. f.
5. 73. 4 py fiftan dcege; u. s. f.
6. 71. 25 on pcer^ syxtan ylde; 73. 6 py syxtan dcege;
u. 8. f.
17
7. 95. 11 bif> neh f(em seofofjan dtege,
8. 141. 24 on f)a nigopan tid f)ces dceges.
9. 39.24 bringad ge eowetme teopan sceat; 119.13 f)e
(eof)an deege; u. s. f.
10. 93. 6 (Bt f)a endlyftan tid p(BS dceges,
11. 35. 18 under prent feowerteopan (so Ms. = feower--
tigopan? Morris) gerime,
12. Der letzte = se nehsta 21. 35, 123. 32, 171. 6.
IIL Die anderen Arten der ZahlwSrter.
§. 29. Teilzahlen werden durch das Substantiv ddl mit
der Ordnungszahl bezeichnet: 35. 19 pone teopan dM ure
worldspeda; 35.20 ^ 26 ure daga pone teopan dael; 41.25
u. s. f.
§. 30. Multiplikativzahlen werden gebildet:
a) Mit Hilfe von -fealdy welches an Kardinalzahlen an-
gehängt wird: 215.9 he his swa änfedldne gegyrelan tomidan
sceolde; 175. 11 nu is min yfel twyfeald; 101. 23 mid twyfealdre
mede; 11.7 feowerfealdlice a. a. 0.; 91.11 manigfedld ping
DriJUen for us geprou^ode.
b) Durch tid mit der Kardinalzahl : 243. 27 dne tid (ein-
mal) on rode pu prowodest.
c) Durch Verbindung des Subst. sid im Dat. Plur. mit
der Kardinalzahl: vgl. §. 11.
§. 31. Ebenfalls mit Hilfe von sid und zwar im Instr.
Sing, und der Ordinalzahl ohne Art. werden Zahladverbien ge-
bildet, welche eine Wiederholung ausdrücken : 27. 13 priddan
sipe zum dritten Male; 47. 16 opre sipe; 47. 17 priddan s,, feor-
fyans.; 47. 18 fiftan s,, syxtan 5., seofopan s, — Ein einfaches
Zahladverb, ist cerest = zum ersten Male 47. 16.
§. 32. üeber Zeitangaben ist folgendes zu bemerken:
Die „Stunde" wird durch tid ausgedrückt: 93.6 cet pa end-
lyftan tid pces daeges; u. s. f. — „ Tag "^ wird gewöhnlich durch
dceg^ zuweilen durch niht bezeichnet: 231.5 onhid her seofon
and twentig nihta, so 133. 14 und wohl auch 35. 17. — monap
= „Monat", „Jahr" = gear, wofür jedoch meist, immer bei
Altersangaben, winter, — „Vor" = cer; 145. 27 cer pare syx-
tan tide peesdceges; „nach" = cefter: 181. 1 cefter don dridan
2
18
d(Bge. — Auf die Frage wann ? steht; 1) fast immer der Instr.
21.29 ^y (erestan dtjege; u. s. f. 2) Die Präposition on: 91.35
on i>€em aefteran dcege; u. s. f. 3) Bei tid die Präposition est:
93.6 (s. 0.) u. a. m.
Kapitel VI. Pronomen.
I. Das Personalpronomen.
§. 33. Steht das Verb ohne ein Substantiv, so wird es
vom Personalpronomen begleitet: 9.20 Ic eotn DrifUnes ^eowen;
23. 14 ^u scealt fylgean me; 5.5 heo wces mid gife gefylled;
u. s. f.
§. 34. Das Personalpronomen kann in diesem Falle
fehlen :
1. Im alleinstehenden Hauptsatze; nicht immer ist das
Subjekt leicht erkennbar, z. B. 177. 22 heswang (sc. ic) hine
^a i& to heora sylfra dorne ageaf; 189. 17 ^a heht (sc, Neron)
Petrus (& Paulus on bendum healdon ff.; 223.7 gehrcegd da
his sweordCj mynte hine slean ; 225. 25 ^Drihten\ cwced (sc. Äe,
Martinus)^ ^gif ic . . .%• u. a. m.
Anmerkung: Stets in folgenden und ähnlichen Formeln:
41. 3 ^onne sceg^ on ^issum hocun^ 41. 23 on ^issum godspelle
sceg^; 45.3 her scegp on f)issum bocurn; 55.1 herseg^; 133.36
on ^cem godspelle cwid; 197. 25 sagep ^ceron ^cet.; u. a. m.
2. Ueberaus häufig in syndetisch oder asyndetisch ver-
bundenen Sätzen: 7. 1 heo sang on ^cem cantice & ^us cwcep;
19.12 he md cegde & geomor bced; 27.26 (Aktiv u. Passiv)
ure Drihten f(sstte, & eac wces costod; 69. 10 he w<bs güsere
& se wyrresta sceaf>a. — 213. 32 i>a stet pcer sum i>earfa,
scet eac nacod, bced him pa for Gode hrcegles S celmessan;
u. s. f.
Vergleiche jedoch damit Satzreihen wie: 27.8 f>a genam
hine se atoyrgda gast & he hine laedde on ^a halgan ceastre,
& he hine asette ofer ^(BS temples scylf; 231. 35 ff.
3. In untergeordneten Sätzen : 65. 28 her sceg^ hu se
Alysend f)ysses menniscan cynnes hine sylfne geeapmedde j)€et
of hehf}e ^aes ftederlican f>rymmes to eorf>an astag.
19
4. Wenn das Subjekt schon genannt ist, namentlich auch
in einem obliquen Kasus: 13.29 hie ä motan md him gefeon
jfeer (sc. he) leofad <& rixad d buton ende ; 25. 22 wä eow f}e
nu hlihap; 53. 27 ni$ eow ponne forhoden ^cette aehta habhan;
233.2 bropor, hwyder mlle feran? — u. a. m.
5. Beim Imperativ findet man in sehr grosser Anzahl
sowohl Setzen wie Auslassung des Pronomens.
a) Imp. mit Pron.: 3. 14 wes jw äoZ, 5. 3, 5. 10; 27. 19
ga ^M onbaecling; 63. 27 ga ^ nu on ^one ecan gefean\ u. s. f.
b) Imp. ohne Pron.: 41. 24 agifap nu teo^an ddkl earmum
mannum; 41. 28 geseop nu hu hli^e ^a earman heof>; u. s. f.
c) Steht ein Vokativ neben dem Imperativ, so findet man
das Pronomen in etwa gleicher Anzahl von Fällen bei jenem
wie beim Imperativ, z. B. 7.32 ondswara^ ^u fcemne; — 3.14
wes pu hol, Maria.
6. Häufig fehlt beim unpersönlichen Verbum das Pronomen
hity und zwar besonders oft, wenn ein Subjektivsatz folgt; stets
bei denjenigen . unpersönlichen Verben, welche ein Pronomen in
obliquem Kasus bei' sich haben: — 15.13 pa wces geworden
pcet.; 33.7 cu^ is fcet; 35.2 on^isse hysene is gecypedpcet;
61. 16, 61. 32, 65. 2 scegd is pcet; u. s. f. — 25. 25 him waere
hetere pcet; 113.7 pa gelamp him pceU; 179.2 me pincp
wundor.; 247.1 gif eow swa lice puhte\ u. s. f.
7. Das Personalpronomen fehlt im Konzessivsatze : 129.33
ceghtoylc man, sy pcer eordan ^xer he sy, i>urh gode dceda
Gode lician sceal,
§. 35. Auslassung des Personalpronomens in obliquem
Kasus erscheint in aneinandergereihten Sätzen; 23.31 hie hine
bundon, & swungon, & spektledon on his onsyne; 69.30 hie
naman biowende palmtwigu, & bceron him togeanes; 73.18
smyrede pces Hcelendes fei, & mid hire locctwi dregde; 71. 8,
75. 11, 79. 21, 93. 7, 95. 7 u. s. f.
§. 36. Eine sehr häufig auftretende Erscheinung ist, dass
das Pronomen der 3. Person neben das Substantivsubjekt tritt:
5. 10, 5. 20 he cwcef) se enget to hire; 7. 15 heo Maria lange
smeade; 9.25, 11.13, 15.10 u. s. f. — Die gleiche Erscheinung
begegnet bei obliquen Kasus : 225. 35 him . . i>oem eadigan were.
Hiervon sind folgende Fälle zu trennen: a) Wiederholung
20
des Subjekts durch eia Pronomen nach langem Zwischensatz:
75. 4 Lajsiarus, ^e Crist awehte py feorpan dcege ^ces ^e he on
hyrgenne wces ful wunigende, he getacnap f}ysne middangeard;
so 147.2 f., ähnlich 85.25 f.; — b) absolute Herausstellung
des Subjekts, z. B. 45. 28 se hiscop & se mcessepreost gif hi
mid rihte willaf) Gode ^eowian, f^onne sceolan hi f)egnian . .
§. 37. lieber den Gebrauch von hit
1. hit weist allgemein auf einen bestimmten Gegenstand
hin: 15.16 hit is Hcelend se Naisarenisca; 43.33 hit is an
hiscop \ 71.15 hit is se Nadzarenisca witga ofGalileum; u.s. f.
2. hit is = es ist, geschieht: 93.16 ^onne hit bip cet
sunnan setigange; 117. 29 we witan fxet hit nis no feor to pon;
225.7 he wiste fxßt hit da cet his daga ende wcere; u. s. f.
3. hit weist auf den in abhängigen Sätzen stehenden
Substantivbegriff hin: 31.1 hit is to gelyfenne pcet.; 205.24
donne is hit edlles gerisnost pcet,; 209.6 f)cer wces getvuna
pcem folce pcetr, u. s. f. — Der Substantivbegriff im Haupt-
satze : 85. 28 nis her nu ncenig wop, . . swa hit cer gewunelic
wces, — hit durch pcet ersetzt: 29. 17, 35.8, u. a. m.
4. hit bei Verben, welche äussere oder innere Vorgänge
bezeichnen: 79.1 swa swa hit seoppan gelamp; 115.15 swa
hit gedafen is; 167.18 hü cup is; u. s. f. — Beim Hervor-
treten des Objekts fällt hit aus: 33.6 ne f)incp us pcet nän
wundor; 55.2 (Brest m gedafenap; u. s. f. — hit durch pcet
ersetzt: 13. 9, 57. 6, 77. 12, u. a. m.
5. hit scheint überflüssig in dem Ausdrucke hit geferan:
2Sl, 22 hu mceg ic hit on prim dagum gefaran? '2Sh23y
231. 25, 235. 35 (vgl. das Neuenglische to lord it^ u. a. m.).
§. 38. a) Das Personalpronomen ist substantivisch, wes-
halb adjektivische Attribute sowie Appositionen hinzutreten
können: 27. 18 weorpa pinne Drihten God & him anum pu
peowa] 67. 30, 155. 22 u. s. f. — 203. 30 hie pa swa sige-
heorhte to häm foran,
b) Verstärkend tritt zum Personalpronomen das Demonstr.
sylf^ welches dann im Nominativ wie in den obliquen Kasus
starke und schwache Flexion hat^): 43.11 gif he wille sylf
1) Koch 11^, §.324: im Nominativ schwache, in den abhängigen
Kasus starke Flexion
21
Godes domas gedegon; 67. 16, 101. 14; 13. 13 heo sylf; 51.36
we sylfe; 79.26 hie sylfe; — def.: 13.26 he sylf a cwcep; 95.5,
103.30. = 13.17 he htm sylfum (Sgl.); 65.1 hehyndan htm
sylfum (Sgl.); — def.: 169.25 heforan him sylfan (Sgl.).
II. Das Reflexiypronomeii.
§, 39. Ein Reflexivpronomen existirt im Altengl. nicht;
die Bl. H. verwenden als solches:
1. Formen des Personalpronomens: 5.14 he hine topon
geeapmeddep pwL; 7. 7 on Israhelum & on Collum tnonna
cynne pe htm hine ondrcedad; 19. 36 he us leer de hu we gehid-
dan sceoldan; 21.25 seo sawl hie gedcelep wipone lichoman;
33.17, 39.28, 41.21, 47.29, 51.16, 51.32 u. s. f.
2. Dieselben, verstärkt durch sylf: 51. 12 gemyne pe
sylfne hu. .; 99.2 eapmodgiap eow sylfe] 111.15 us is mycel
nedpearf paet we us sylfe gepencean <& gemunan ; 187. 15 nu
mceg sod hü sylf gecypan; u. s. f.
III. Das Reeiprokpronomen.
§. 40. Das Keciprokpronomen wird ebenfalls durch das
einfache Personalpronomen ersetzt: 63. 10 hi beop betuh him
sylfum slitende wulfas] 229. 2 hie sendon hlot him betweonum;
93.11, 109.16, 131.2, u. s. f. - vgl. §§. 151, 153.
lY. Das Possessivpronomen.
§. 41. Als Possessivpronomina werden die Genetive des
Personalpronomens verwandt: für die 1. und 2. Person miny
pin, ure, eower, für die 3. Pers. Mask. u. Neutr. his, Fem.
hire; Plur. hiora, heora. Dualformen: uncer, incer. — Ein-
mal kommt sin vor: 125. 21 sin hwyrfd.
Häufig wird ein possessives Verhältnis mehr oder weniger
deutlich durch den Genetiv dos Demonstrativs ausgedrückt,
z. B. : 249. 7 para cirm and wqp to me astah on heofonas.
§. 42. Die Possessiva der 1. u. 2. Pers. flektieren stark:
7.2 min saui, 21.1 eower Feeder] 5.2 ures Drihtnes; 5.21
22
fdnes innopes; 169.15 eoweres andleofan; 131.1 urra dceda;
89. 20 minre deJUer; u. s. f. (Alle Fälle in jedem Geschlechte
sind belegt, cf. Glossar).
Das Possessivpron. der 3. Pers. ist indeklinabel : 7.S his
^eowene (Gen.); 11.9 his hades; 73.4 his i>egna; 3.16 on
his tungan; 27. 30 hi$ dadum; 23. 14 heora deade; u. s. f.
§. 43. Bemerkungen über den Gebrauch der Possessiva.
1. Ein Possessiv kann sich auf mehrere Substantive
beziehen: 5. 1 mid hire paare yfelan sceonesse & fdcne; 13. 10
ure se trumesta stapol & se selosta scyld; 23. 35 eal §>is he
prowode for ure Inf an & hcelo; u. s. f.
2. Possessiva prädikativ gebraucht: 51. 19 we edlle syndon
his; 51. 20 pds windas & pas regnas syndon ealle his; 101.19. —
117.23 nis pcet eower peet ge witan; 207 A flf. ; u. s. f.
3. Substantivierung des Possessivs: 51.9 eal hit him
toyrp to teonan p<em pe his Gode tvymap,
4. Die Stellung des Possessivs ist stets vor dem Sub-
stantiv. — Selten erscheint freiere Stellung: 177.8 hie heora
hcefdan witgan\ 243.18 he ure wces wealdend.
5. Das Possessiv kommt vor verbunden mit dem best.
Art. Damit ist etwa zu vergleichen 45.24 on Godes pone
sopan peowdomry u. a.
Stellung 1) des Artikels: 5. 1 mid hire pcere yfelan sceo-
nesse; 7. 24 openige nü pin $e fcegresta fceipm; 13. 10 ponne
bip Drihten ure se trumesta stapol ; u. s. f.
Stellung 2): 163. 3560 heora iugop, 163. 5; 163. 9 seo hire
gebyrd; 165.28 heo pa into pcere hire moddrian eode; 167.3,
167.14, 167.16, 167. 31 f., 175.20 u. s. f.
Stellung (1) ist in den ersten drei Fünfteln der Bl. H.
(bis Seite 159 incl. der Ausgabe) eine überaus häufige, ohne
jedoch in den letzten zwei Fünfteln ausgeschlossen zu sein (cf.
177.10, 179.10, 201.30, 227.10, 229.28, 247.24). In diesem
letzteren Teile ist Stellung (2) die gebräuchliche; sie erscheint
in den ersten drei Fünfteln nur viermal (3. 3, 85. 30, 121. 28,
127. 27).
6. Der Gebrauch von subjectiven Genetiven kommt kaum
vor; doch 89. 10 scyld minre iugope & min,
§. 44. Verstärkungen des Possessivs:
28
1. Durch agen : 15. 14 Jm aqm geUafa ^e hmf^ gehtsledne;
17. 36, 45. 2, 51. 7, 81. 5 u. s. f.
2. an wird durch den Genetiv auf das Possessiv bezogen:
105. 7 ff. witigan witigodan . . ^cet se wolde cuman & Mm
ealle j)ds cynericu on his anes ceht geagnian.
2. Ebenfalls steht sylf beim Possessiv, der Bedeutung
dieses entsprechend, im Genetiv : 59. 1 Crist cwtj^ ^rh his
sylfes mu^; 83. 30 he mid his sylfes wülan to eorpan astag;
185.1 ^u forleosest j!)m rice <& ^ines sylfes feorh; 21.22 hie
heora sylfra sawla geseon ne magon; 97.7, 111.31, 119.32;
u. s. f.
V. Das Demonstrativprononieii.
§. 45. A. se seo ^mt werden gebraucht von dem Redenden
zeitlich oder räumlich naheliegenden Personen oder Sachen.
1. se seo ^(Bt stehen substantivisch allein:
a) von Personen: 105.8 secdmscopas sungon S scegdon,
^cet se wolde cuman.; 61.17, 111.24, 125.1, 153.3, 153.22
u. s. f.
b) Von Sachen : 57. 19 him mon pa (sc* godcundan läre)
oft hodap & S€egp; 55. 4, 59. 19, 89. 7, 107. 18 u. s. f.
2. se seo pcet stehen hinweisend auf ein folgendes Re-
lativum :
a) in Bezug auf Personen : 9. 15 se htefde mcegen ofer ealle
gesceafta pe he towearde scegde; 17.33 se leofad & gelyfep se
h sitep. ; 75. 24, 85. 22, 85. 24, 85. 36 u. s. f.
b) auf Sachen: 41. 11 ne purfon ge wenan pcet ge ptst
orceape sellon, ptjet ge . ; 97. 21 we magon ongeotan f)(st pa
(sc. ping) syndon heowcude pe we geseon ne magon; 41. 17,
105. 26 f; u. s. f.
3. pcet steht hinweisend auf folgenden Subjektssatz: 19.4
smeagean we nu & pencan hwtd p<et tacnode, paet seo menigo
styrde p€em hlindan; 43.19 u. a. m. ; auf einen Objektssatz:
27. 26 prnt US is to gepencenne, pcet ure Drihten . . fcestte.
4. Das Demonstrativ steht adjektivisch ; an solchen Stellen
unterscheidet es sich vom Artikel durch eine stärkere Betonung,
und reicht es zuweilen an die Bedeutung von pes heran, mit
dem es gelegentlich abwechselt. Die Beispiele sind in den B1.
ä4
H. überaus häufig, wenngleich manche Fälle unsicher erscheinen.
— Hiereinige der einleuchtendsten: 21. 15 ^tet leoht on nanre
tide ne ablinne^; 21. 21 item men mceg heon swi^e ra^e
geondweard; 31. 7 icetmdnfulle wuM wolde ^eet^ — 21. 13 iis
leoht we habhai wid nytcnu gemcene, ac ^tet leoht we seeolan
secan icet we motan habhan mid.englum gemdbne; — 241.16
ic eont' se Andreas ^e ge seca^.
5. se seo ffcet weisen auch auf entferntere Gegenstände
und Personen hin: -— a) adjekt. 11.22 htctet mcende ]^(Bt syxtig
wera? 65. 16 f. ^<jer is ^cet ece leoht buton ieostrumy Jeer is
icet ceiele lif huton geendunge; 65.21, 85.30 (?), 105.19,
125. 13. — b) subst. 239. 34 he ^cet is Je fa gebundenan
ütdlcedde,
Zusatz: Der Instrumentalis J^, ^e steht dem deutschen
„desto" gleich: 33.30 he wolde icet his lof ie healicor weoxe,
13.21, 35.33, 63.33 u. s. f.; andere adverbiale Ausdrücke,
welche aus dem Demonstrativ se gebildet sind: to^on da-
mit, um 53.16, 65.29, u. s. f. ; ioäcem so sehr 203.10; to^on
so sehr 43.16, 115.10, u. s. f.; to^ms so sehr 5.27, 111.23,
u. s. f.; ^(Bs ie nachdem 27. 23, 35.5, u. s. f.; mid ^y ie in
dem Augenblicke, da = als 7. 19. 15.24, u. s. f.; J<cs ie so-
wie 37. 13, wofern nur 227. 4.
§. 46. B. ^es ieos ]}is wird gebraucht wie se seo i<et^
doch bat es stärker hinweisende Kraft.
1. Es steht substantivisch: 15.32 forion he ^%s dyde
icet he wolde.; 25.35 ecd he iis irowode for ure lufan &
htslo; 71. 2, 75. 30, u. s. f. — 85. 10 Hwonon is Jcs i^us
Strang? .
2. Es steht adjektivisch: 3.13 ]}issa brydjfinga terend-,
wreca; 5.28 on ^as world; 5.29 l^eos haiige fcemne Sancta
Maria; 11.8 he gefylde \iysne middangeard; 17.12 eai Jis
mennisee cyn; 17.28 to iyssum menniscan cynne; 27. 12 of
^isse heanesse; 29. 10 fds god; u. s. f.
3. Es steht hinweisend auf ein Belativ; 85. 14 hwmt.is
^es ie ^tis unforht gce^? 85. 25 tohwon Iceddest ^u hider ^eosv^
^e; u. s. f.
§. 47. C. lU == »derselbe'', flektiert schwach und kommt
nur in Verbindung mit dem best. Art. vor. — a) adjektivisch:
25
81. 24 se ilca Sunu; 123. 26 in l^cem ilcan lichoman; 1179. 28
^one ilcan gelang (so Ms.); — 197. 24 seo üce 16c; 21. 29 to icere
ilcan eor^an; 23.33 fa ücan gecynde; 207.7 ^cet ilce hus;
215. 16 mid ^p ilcan hraegle; 153. 34 eällum ^ceni ilcan wor-
dum, — b) alleinstehend: 173.34 ^aet üce ^cet Simon him sylf
wces ; 175. 13 nu Paulvs ^aet ilce l<Bre^ ; 241. 30 swylce o^re
dcege ^cet ilce hie dydon.
§. 48. D. l^yllic = „solch": 59. 21 iyllic biet se ende
i{es lichoman faegemesse.
§. 49. E. Swylc = ^^solch'': 59.31 swylc is itet lif;
85. \2 ne gelomp hü na aer ^cet us swylc deai geendod wcere;
95. 18 on swylcum heowe; 189.22 hwa lyfde $6 i^cet iu swylce
scylde gefremedeste; 199. 25 heo ncefre swylc tvundor ne gesawon,
§. 50. F. Sylf = „selbst" kommt vor verbunden mit
Substantiven und Pronominibus.
1. MitSubst. sehr häufig: 49.21 God sylf; 161.9 CriMes
sylf es; 109. 22 Gode sylfum,
2. Mit Personal- und Possessivpronomen, vgl. §§. 28, 44.
Anhang znm Demonstrativpronomen.
Der Gebrauch des Artikels.
l.Der bestimmte Artikel.
Als bestimmter Artikel wird das Demonstrativpronomen
se seo i<Bt verwandt. Der Gebrauch des Artikels überwiegt
wohl, doch ist seine Anwendung durchaus nicht erforderlich.
§. 51. Eigennamen.
Personennamen: a) ohne Artikel: 3.1 wces se dorn oncyr-
red Eaan ungesaelignesse; 11. 30 weor^ian we Sancta Marian;
11. 16 Salomones reste; u. s. f. — b) mit Art.: 141. 7 se eadiga
Johannes; 163. 6 seoElieabei ionnewaes unwcestmfcBst; 241. 16
ic com se Andreas ^e ge secai; u. s. f.
Völkernamen: a) meist ohne Artikel: 79. 30 ^cet geleaffule
folc Judea; 193. 9 ionne naman Tfara haiigra apostola lichoman
Grecas; u. s. f. — b) mit Artikel: 23.30 he cet ^cem unlcedum
Judeum manig bysmor ge^rowade ; 149. 32 iara Judea ealdor-
men; 149.36 ^a Judeas ^a arison,
2*
26
Länder- und Städtenamen stehen stets ohne Artikel: 77. 11
Ja Hcelend wolde genealaecan Gerusälem, ^a com he cer to Set-
fage; 241.14 he wces on Panama icere meegäe on woruld
cumen; 219.24 in Tuman dcere hyrig. — Eine Ausnahme
bildet 77. 25 for^on Grist f a halgan Gerusalem swa forhogdlice
naman nemde.
Bezeichnungen für Himmel, Hölle, Sterne, Erde etc.: a)
ohne Art.: 5.17 fram eor^an up to heofonum; 5.34 Jowß ne
magon iefon heofon and eor^e; 9.30 Drihten asette on sunnan
his hus; 39. 15 f a wcestmas ^e eor^e fortbringet; 59. 19 ge-
witai swa swa wolcn; 93. 18 steorran yrnai; 93. 17 mona bi^
adwcesced; 33. 19 on helle grund; u. s. f. — b) mit Art.: 17.22
iurh iane monan; n,2A ^onne se mona wana^; 137.30 se
mergenlica steorra; 247. 14 seo eor^e hie ontynde.
Jahreszeiten : 59. 4 for^ gemtai for ^ces sumores hMon ;
213. 30 "^cet W(jes eac on middum tmntra; 213. 31 waes se winter
€ac iy geare to^ces grim,
§. 52. Appellativa. — Dieselben werden mit und ohne
Artikel gebraucht, gleichviel, ob sie alleinstehen oder von attri-
butiven Adjektiven oder Genetiven begleitet sind. Nur steht
bei Gebrauch eines Relativs der Artikel fast regelmässig, über-
wiegt überhaupt bei Beschränkungen jeder Art.
a) ohne Artikel : 7. 19 fw cennest sunu "^one f w nemnest
Hcelend; 9.20 ic eom Drihines ieowen; 9.31 uteode swa swa
brydguma of his hrydhure; 13. 21 he is ordfruma & lareow
ecAre clcennesse; 15.17 he hiä gesealdhcel^num mannum; 19.7
fwrÄ deofles sceonessa; 19. 13 he h(ed ^cet Hcelend him milt-
sade; u. s. f.
b) mit Art.: 3.3 Maria cende ^one Drihten; 3.5 Maria
cende ^one mildheortan & Tfone unsceüendan Grist; 3. 9 se
Halga Oast; 5.1 (deofol) beswdc jfone cerestan tvifmon; 5.2
forion wces se engel sprecende; 7. 31 mid eallum blostmum sp
se Cristes brydbwr gefrcetwod; 27. 13 ^cet deofol hine Ja genam ;
29. 2 se JElmihtiga se Je wces.
Häufig wird bei Gattungsnamen der Artikel angewandt,
wenn von gerade Vorliegendem die Rede ist, z. B. 201.6 Ja
stowe; 221.12 Ja am he sona up on icet hm; 221.21 ^cet
gyld; 221. 26 dcet deofolgyld; u. s. f.
c) bei Ordinalzahlen wird der Artikel regelmässig gesetzt
27
(vgl. §. 28, wozu §. 31), bei Grundzahlen nur, wenn starke
Hinweisung statt hat (11.22). — 11.17 mid syxtigum werum;
27. 3 hefcBste feowertig daga & feowertig nihta; 31. 17 ^a nam
he fif stanas; u. s. f. — 11.22 ^cet syxtig wera.
§. 53. Kollektiva. — Der Artikel steht beim alleinstehen-
den Sammelnamen (demonstrativ 15.5) und bei näheren Be-
stimmungen: I5,h of ^(sm weorode; 205.9 ^a leode; 209.18
Ja folc: u. s. f. — 15. 27 eal icet folc Je.; 87. 6 seo unari-
medlice menigo hdligra saula; 99. 27 seo gesomnung iara deor-
wyr^ra gimma; 203.19 ongean Ja hcednan leode; u. s. f. —
Ohne Artikel: 11. 12 heo engla ^reatas eadige hodedon; 15. 4
gehyrde myccle menigo him heforan feran.
§. 54. Stoffnamen stehen
a) ohne Artikel; 21.5 se blinda ne htßdgoldes ne seolfres,
ne worldglenga; 23. 33 Ja wundon heag of ^omum; 229. 6 hi
hlaf ne dbton ne wtJbter ne druneon; u. s. f.
b) mit Artikel: 3.9 se Hdlga Gast seow ^cet clcene saed;
11.9 weoriian we Ja cla^as his hades; 27. 5 cwei ^cet Ja
stanas to hlafum geweor^an (hinweisend) ; 75. 9 hie se stän &
seo eor^e irycce.
§. 55. Abstrakta haben bei näherer Bestimmung fast
immer den Artikel. Sie stehen
a) ohne Artikel: 3. 11 cegier wces umndor; 7. 14 Jeer wtes
Euan wop üte betyned; 11.23 for nihtlicum ege; 7.23, 7.35,
17.21 u. s. f.
b) mit Artikel: 3. 1 seo syn; 3. 1 se dorn; 7.3 he scea-
wode Ja ea^modnesse his ieowene; 7.27 seo gecyndelice hdbtu;
u. s. f.
2. Der unbestimmte Artikel.
Als unbestimmter Artikel werden gebraucht sum und m;
doch ist der Gebrauch dieses Artikels ein sehr beschränkter,
und kann man oft zweifelhaft sein über die Bedeutung des
Pronomens. Meist steht, wo man den unbestimmten Artikel
erwarten könnte, das Substantiv aUein.
§. 56. sum: 15.4 Ja scet Jeer sum blind ^earfa; 93.1
heofon 6iJ open on sumum ende on ^cem eastdcele; 197. 16,
197. 18, 199. 4, 209. 31, 217. 17, 221. 7 u. a. m.
§. 57. an: 43.33 hit is m biscop se,; 159.22 Matheus
28
W(BS cwe^ende "^cet Drihten astige on anne munt; 183.3,
187.2 u. a. ra.
VI. Das Relativpronomen.
Als Belativum dient dem Altengl. das Demonstrativ se
seo iaet, oder dasselbe, verbunden mit der Partikel Je, oder
endlich die Partikel Je allein.
§. 58. Se seo ^cet beziehen den Nebensatz
1. auf ein Substantiv: 21. 1 eower Feeder se onheofenum
iSj wdt . ; 43.33 hit is an biscop se dyde,; 55.12 u. s. f. ;
5.36 seo haiige fmmne seo hine lufode; 91.23 u. s. f.; 131.30
haiig frofre Gast, ^one eow sended Fmder ; 89. 17 ic ^e halsige
for iinre ^eowene Ja Jw geweor^odest u. s. f.
2. Auf ein Pronomen : 33. 12 JeaÄ Je he wcere eostod, se
to Jon com ^cet . . ; 187.35 geseah Ji5 icet Simon dej; 41. 11,
41. 17 u. s. f.
3. Auf einen ganzen Satz: 13.26 Jowwe bidon üs gefylled
icet he sylfa cwcei; 21. 31 Äa^eJ Ja eor^an eft agifan ^cet heo
cer onfeng; u. s. f.
§. 59. Das Demonstrativ mit Je bezieht den Nebensatz
1. auf ein Substantiv : 21.34 se mon se Je gödonginne^;
35. 5 Ja eadmodlican dceda Ja Je he worhte; u. s. f.
2. Auf ein Pronomen: 7.5 he fne mycel dyde se Je
mihtig is; 31. 1 (eaia) so^lice se afealle^ se Je .; 85. 16 ivene
we sy iis se Je we wendon ^cet . ; 141. 25 on Ja ilcan stowe
on Jeere Je we wceron gesamnode; u. s. f.
3. Auf einen ganzen Satz: 11. 14 on hire wces gefylled
^cette on Cantica Canticorum tvoes gesungen; 199. 36.
Anmerkung: Das Demonstrativ bleibt in der Kektion des
vorausgehenden Satzes.
§. 60. Die Relativpartikel Je ist indeklinabel; sie be-
zieht sich
1. Auf ein Substantiv (Personen und Sachen); Präposi-
tionen folgen der Partikel. — 9. 1 heofonrices dum, Je ic waes
JwrÄ hider onsended; 15. 3 Drihten wolde cuman to Jeere stowe
Je he on "ffrowian wolde; 15.7 iahalgan gewreotu Je.; 43.35
his Scyppend Je . ; 45. 3 J^w biscopum, Je . , 75. 4 Lazarus Je
Orist awehte; u. s. f.
29
2. Auf ein alleinstehendes Demonstrativ : 25. 30 eadige
heci^ ^a fc . ; 41. 27 seo cyrice sccal fedan Ja t>c cet hire ear-
dia^; 71.9 seo menigo Je ^cer heforan ferde & seo Je Jeer
cefter fylgde «. s. f.
3. Auf ein Personalpronomen : — 79. 15 hie hungre swul-
tan Je on ^<ere hyrig weeron.
4. Verdoppelung der Partikel Je findet sich; 159.8 Jm
mildheortnes is mid eallum icem cynne Je Je him ondrceda^.
Die Partikel Je folgt meist unmittelbar dem Beziehungs-
Worte; doch sind Ausnahmen ziemlich häufig: 39. 11 dön we
Drihtne ^ancas Je us Ja wtestma sealde; 45. 6 se biscop sceal,
Je wile.; 23.3, 23.24, 49.33, 97.21 u. s. f. — Andererseits
wird aber häufig das Beziehungswort unmittelbar durch ein De-
monstrativ wiederholt i), z.B. 31. 35 ealle haiige wceron gefreoV
sode, Ja Je him JeomaJ; 51. 9 eäl hit him wyr^ to teonan ^cem
Je his Gode wijrnei; 93. 9 wuldor sy . . mannum on eor^an
Jam Je gödes mllan s^n; — bemerke: 69.23 woldan geseon
Lazarum ione Je he cer of ded^e awehte; 73. 30 Maria seo Je
scet he Hcelendes fotum; 75. 11, 139. 16.
§.61. Besondere Bemerkungen über den Gebrauch der
Relativen.
1. Häufig fehlt das Demonstr., auf welches sich das Re-
lativ beziehen sollte (vgl. oben §.58,3.): 13.26 Jöwne bid on
US gefylled ^cet he sylfa cw(e^; 53. 2 50 J is ^cet ic eow secgge;
81. 34 we ^onne synt Je Jeer cefter fylgea^; 169. 2 hu mihte
aefre cenig mara beon (^onne se) Je cefre God on eallum his
life lufode; — Hierhin auch gehörig; 17. 35 se (derj., welcher)
Jowwe we ongyte^ . . unte he . ,; 229. 22 icet ic geseo Ja we on-
ginnad don da tverrestan tintrega,
2. Die Pronomina der 1. und 2. Pers. werden durch Je
zu Relativen gemacht: 7. 18; Marie, Jw Je gemetest gife heforan
Gode 81.13, 81.20, 89.2, 141.8, 141.14 u. s. f.; 81.22 hM
US on eor^an we Je synt on lichoman lifgende; 91. 8 — 189. 7
(ic eow hälsige) scucna englas, ge Je hine bera^,
3. Andererseits wird nach Pronomen der 1. u. 2. Pers.
dieses Pron. vor Je nicht wiederholt : 25. 22 wd eow Je nu
1) Man kann diese Fälle auch unter §. 59 rechnen, doch glaube
ich, 86 seo pat hier als wirkliche Demonstr. auffassen zu müssen.
30
hlihai; 81.33 we ^onne synt Je l^cer eefter fylged^; 191.36
mte ge eac Je (ihr, die ihr) Godes frynd synd icet , .
4. Zuweilen wird das Pronomen der 3. Pers. zugeffigt,
um an dem indeklinabeln pe den Kasus erkennbar zu machen:
47.6 hi habbai manega saula on heora gewaldum^ Je him
(welche sc, Seelen) wile git God miltsian; 107. 26 we gehyraj}
oft secggan gelome worldricra manna ded^ Je heora (deren)
lifmannum leof wcere; 145. 31 Ja Jre fcemnan Je him (denen)
Grist cer bebeadj ^cet hie wacedon\ 195.6 Jonne Jecs monnes
saul üt of his lichoman gange^j Je him (dem) wceron cer his
cehta leofran to hcebbenne ^onne Godes lufu,
5. In aufeinanderfolgenden gleichgeordneten Relativsätzen
findet Wiederholung desRelativs nicht statt: 43.3 Gode dcelai
Jam Je heora hadas mid clcennesse healdan, & Godes lof
mid rihte begän willai; 19.33, 55.12, 59.9, 71.6, 77.15,
81. 10 u. s. f.
6. Zuweilen findet sich Attraktion des Relativs an den
Kasus des Beziehungswortes: 7. 5 he me mycd dyde se Je
mihtig is^ & his (dessen) noma haiig; 9. 35 he becom to ^cem
heahsetle ^cere rode on J^m (dessen) upstige eoM ure Uf he
getremede; 25. 1 hwcet wille we on domes dceg for^beran ^ces
(dessen was) we for urum Drihtne arefnedon; 167. 17 seo
weoriung Sande Johannes ^ces mycelnesse se Hcelend Drihten
sylfa tacfh scegde.
7. Das Prädikat des Relativsatzes richtet sich in jeglicher
Beziehung nach dem durch das Relativ vertretenen Worte,
doch vgl. §. 162.
§. 62. Ausserdem tritt noch als Relativ auf das Adv.
swa und zwar einmal auf ein Subst. bezüglich, einmal auf einen
Satz: 17. 3 Äe him gehet his ceriste swa he Ja mid soäe gefylde;
51.26 he US forgylde^ swa we nu her do^ (ge godes ge yfeles),
§. 63. Die interrogativen Relativa swa hwylc swa =
jeder welcher, wenn irgend jemand, und swa hwcet swa = was
nur immer — haben eine allgemeinere Bedeutung im Gegensatz
zu den bestimmt sich beziehenden Demonstrativen.
13. 22 siva hwylc swa mildheortnesse na fad, ne WJ ^cer.;
49.15, 49.17, 49.22, 53.2, 153.17, 153.36, 171.20. - 9.11
he forgife^ call swa hwcet swa Jes middangeard wi^ hine
(kbyligda geworhte; 29.7, 53.14, 107.11, 125.36.
31
VII. Das Interrogativpronomen.
Als Interrogativa kommen in den Bl. H. vor: hwa hwcet
und hwylc,
§. 64. hwa hw(et —
1. hwa fragt nach einer Persoit: 45. 16 hwane manai
God mar an gafoles ^onne ^one hiscop? 143. 23 hwa scegde
eow icet ic sceolde beon gongende to heofenum? 189. 22, 225. 18;
225.17 hwcem bebeodest Jw tis?
2. a) hwtet fragt ganz allgemein oder nach Gegenständen^
welche durch Neutra ausgedrückt werden: 11. 19 hwtietwces seo
Salomones reste elles buton.; 15.17, 17.13 u. s. f.; 21.1 eower
Feeder wät hwces eow f}earf bi^'^ 119.25. — 59.27 hwtet is
itetlif elles ^ysses middangeardes buton,; 181.29 hwcet is hit
nUy Simon?
Anm. Hierhin zu rechnen ist noch der zum Adverb er-
»
starrte Instrum. von hwcet: hu „wie"; ebenso der Ausdruck to
hwam (233. 9 u. s. f.), to hwon (7. 32, 49. 35 u. s. f.) „wozu".
b) Prädikativer Gebrauch von hwcet findet sich in der
Frage „was für ein": 7.16 Maria dohte hwcet seo halettung
wdbre; 9. 21 ecila hwcet ^cer wces fceger eadmodnes gemeted;
43.32 hwcet is ^es ealda man? 137.26 hwcet is ^in nama?;
u. s. f.
c) hwcet fragt nach Art und Teil der Gegenstände und
verlangt den Genetiv: 41.1 ge'^enc hwcet yfela bebead Drih-
ten cefre; 51.35 us is swi^e uncui hwcet ure yrfeweardas &
lastweardas getreowlices dön willon cefter urum life.
d) hwcet erscheint als Ausdruck der Verwunderung: 5. 17
hwcet we nu gehyrdon icet; 7.34, 15.33, 29. 12 u. s. f.
§. 65. hwylc fragt nach einem aus mehreren ; es wird
gebraucht: — a) adjektivisch: 51.30 for hwon ne magon we
ge^encan hwyU^cet witebiä^ Je; 55.10, 57.33, 59.33, 141.20,
173.7, 175.28 u. s. f. — b) substantivisch — a) alleinstehend :
21.26 ^onne seo sawl hie gedcelei un^one lichoman^ hwylc bist
he ^onne buton swylce stdn, oüe treow? 57. 34, 113. 16,
169. 9, 243. 8, -— ß) mit nachfolgendem Genetiv des Substantivs:
147.8 htoylc is of üsy ^cet hcebbe, . .
32
YIII. Die Pronomina indeflnita.
§. 66* Von stets substantivisch gebrauchten indefiniten
Pronominibus kommen in den Bl. H. vor: man, amht, oht, nan
wiht, ncenig wiht, nan wuht
1. man „man" ist sehr häufig: 19.34 Drikten wiU
"^cet hine mon bidde; 41/2, 41.28, 43.5, u. s. f.
2. awiht, oht „etwas": 111. 1 ne mceg ^ces unrihtes
beon awiht bedigled; — 33. 21 oM unedles; 223. 36 ne gehyrde
ncenig man on Ms mu^e oht elles nefne. . .
% 3. nan wiht etc. „nichts" : 85. 36 fw wöldest jfone besmi-
tan fe Jw nan wiht yfles on nystest; 91.9; — 239.11 eow ncenig
wiht ne deraä ne ne swence^; — 235. 34 ne gefyrenodest Jw
nan wuht.
§. 67. Adjektivisch und substantivisch gebrauchte Pro-
nomina sind: an, cenig, ncenig, sum, oder, celc, hwa, hwcet,
ceghwcet, hwylc, ceghwylc, gehwylc, maneg, fea, feala, ealL
1. an bezeichnet eine einzelne nicht näher bestimmte
Person. (lieber seine Verwendung als unbest. Art. und als
Zahlwort vgl. dort.) 235. 12 se halga Andreas ctsette his heaföd
ofer anne his discipula; 247.30 cenne of heora aldormannum
to bisceope he him gesette,
2. cenig „irgend ein": — adj. 25. 30 nis icer cenig
sdr gemeted; 37.26, 39.19, 47.12, 49.27 u. s. f. — subst.
169.2 hu mihte cefre cenig mara beon?
3. ncenig „kein" — adj. 13. 28 his blisse ne KJ ncenig ende;
23. 16, 31.29, 31.33, 37.9 u. s. f. — subst. 31.9 ^me rumig
heonon ne sceawai; 161.7, 161.20, 223.32.
4. sum „irgend ein", im Plural „einige". (Ueber seine
Verwendung als unbest. Art. s. dort.) — adj. 93.1 heofon bii
open on summum ende on ^cem eastdcele; 21. 18 sume men
iencan; 193.6, u. s. f. — subst. 63.16 sume myccle swi^or
rihtai Godes folc; 69.4 Hcelendes ^egna sum Ja w^es swyie
gebolgen; 71.8, 113.9, 143.30 u. s. f.
5. oder „ander** — adj. 11. 32 lufian we ume Drihten
ofer ealle o^ru iing; 21.3, 23.6, 29.4, u. s. f. — substan-
tivisch zieht es sich auf ein vorausgehendes Subst. zurück:
65. 1 seo synn bii swi]^e myeel ^cet man o^erne hatige ; 65. 4,
139. 29 — oder es folgt nähere Erklärung : 143. 10 mid hier
83
syndan Godes apostolas & o\re Ja \e hie herc^ to hire
(Briste; 149.28. — • ojer . . o^er der eine . . der andere 171.4,
171. 5.
6. hwa „jemand", substantivisch: 33. 26 gifas hwa ahylg^^
iionne heo we sonayrre; 69, d6 gif ine hwa wi^cwe^e^ secgga^.
7. hweet „etwas", subst. : 97. 23 he sceäl winnan & sorgian,
hwonne se daeg cume icet he sceole iaes ealles idel hweorfan,
buton he cer hwcet mid gödum willan for Gode gedyde,
Anm. Verstärkung zu hw€et: 57. 1 Manige men beod fc
heforan ojfrutn mannum hwcet hugu god beganga^ ; 197. 2, 201. 15,
207. 13, 207. 15.
8. ceghwcet „irgend etwas" : 135. 36 icet hie mihtan ceghwcet
gefremman fäms ie hie woldan).
9. hwylc „irgend einer" — adj. 31. 23 he ncenige mehte
wiä m nafad, buton hwylc man him wi^stondan nelle; 51. 27,
53. 16, u. s. f. — subst. 125. 12 fowwc Drihten ure hwylces neo-
sian Wille; 153. 19 gif hwylc gelyfe an God.
10. (Bghwylc „jeder" — adj. 5. 25 aeghwylc 9nan seeolde
mid sare an ias world cuman; 45. 28, 51. 15, u. s. f. —
subst. 37. 3 ceghwylc iara manna Jß.; 121. 8 ceghwylc änra heora;
127. 33 est ceghwylcum anum ^ara.
11. gehwylc „jeder" — adj. 47.33 ^a biscopas & fa
mtessepreostas gehtoylces hades; — subst. 11. 18 anra gehwylc
h(jefde sweord ofer his hype,' 55.33, 57. 33, u. s. f.
12. manig „manch" — adj. 49. 13 manig deofol an him
eardiai, 55.17, 55.23, u. s. f.; — subst. 79. 31 eac o^er manig
ia ie beod. . (oder ist manig Attribut zu o^er?)
13. fea „wenig" — adj. 37. 11 ^as feawan dagas; 99.8,
191. 13. — subst. 53. 1 syndon feawe fe . .
14. feala „viel" mit dem Gen.PIur.: 41. 14 feala manna;
53. 5, 105. 23 u. s. f. — mit dem Gen. Sgl. 21. 7 feala fcegeres;
127. 16 ncefre man icere moldan to^ces feale ne nime^,
15. eäll „ganz, all" steht
a) aa) adjektivisch mit Substantiven — a) unmittelbar
vor demselben : 5. 19 ^cet templ ealre clcennesse ; 5. 35, 7. 29, 7. 36
u. s. f. — ß) vor dem zum Substantiv gehörigen Artikel oder
Pronomen: 5. 27 eallum hire cynne; 11. 32, 11. 36, 27. 30 u. s. f.
— 15.6 l^onne beod gefylde ealle ^a halgan gewreotu; 15.27,
27. 7, 29. 10 u. s. f. — y) getrennt von dem zugehörigen Subst.
3
34
durch andere Satzteile: 5.31 ecdl wifa cynn; 7. 7, 13. 11 u. s. f.
— ö) nach dem Subst. 79. 18 "^ara manna eaUra.
bb) Verbunden mit Pronominibus : 23. 35 eäl J?s he Jro-
wode; 59.19 ealle |fa getvitai swa swa wolcn; 65.22 eallum
iaem ie . ; u. a. m.
cc. Substantivisch allein, im Singular als Neutrum: 51,24
we eall agyldan sceolan ^eet.; 55.22 ir. s. f.; — im Plural zur
Bezeichnung von Personen: 65. 13 fco tmcyst us is eallum io
onscunienne; 91. 8, u. s. f., von Sachen: 27. 16 Jos ealle ic ^e
sylle; 237. 8.
b) Die Genetive Sgl. u. PI. von edl werden verwandt
zur Steigerung des Superlativbegriffes : 127. 14 "^onneis icet eac
ealles wundorlicostj l^cet,; 205. 24 donne is hit eälles gerisnost
icet; — 129. 13 "^eet eälra mtBst wceSj ^cet, . .
Kapitel V. Yerbnm.
L Die Arten des Verbs.
Man teilt die Verba ein in Begriffsverba und Hilfsverba,
von welch letzteren jedoch ein Teil auch begriffliche Bedeu-
tung hat.
§. 68. A. Die Begriffsverben zerfallen wieder in tran-
sitive und intransitive Verben. Zu ersteren zählen die reflexiven,
zu den intransitiven die unpersönlichen Verben^).
1) Zu meiner Reohtfertigung, weshalb ich weder die intransitiven,
noch die reflexiven Verben der Reihe nach angeführt habe, kann ich
mich auf folgende Bemerkungen in Mätzners Syntax berufen:
II. 79: ,,Zunächst ist zu bemerken, dass von intransitiven Zeit-
wörtern nicht als von einer feststehenden Anzahl von Verben ge-
sprochen werden kann, denen nur eine syntaktische Verwendung zu-
kommt: — "
II. 68: „Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Verben, welche
ehemals mit reflexivem Fürworte gebraucht zu werden pflegten, wird
gegenwärtig entweder vorzugsweise ohne Fürwort, also intransitiv in
medialem Sinne gebraucht, oder es gehen die vom Fürworte begleiteten
Verba noch neben demselben her. Die Aufzählung dieser Verba gehört
der Lexikographie an, da syntaktische Gründe hierbei nicht maass-
35
B. Die Hilfsverben.
§. 69. Wesan^ heon „sein".
a) Als Begriffsverb bedeutet es „sich befinden, da sein":
3. 15 Drihten is mid ie; 5. 28 ceghtvylc man sceolde her on
Sorghum heon; 19.25 he hiä ä wesende; 25.3 manige men
syndon ^e cwe^d^,; u. s. f.
b) Als Hilfsverb ist es Kopula und bezieht auf das Sub-
jekt: a) das Prädikatssubst., vgl. §. 167; — ß) das Prädikats-
adj., vgl. §. 168; — y) das prädikative Particip des Präsens,
vgl. §§. 81, 169; — rf) das Part, des Perl intransitiver und
passiver Verben, vgl. §§. 82—88, 91, 92, 169.
c) Verbunden mit dem präpositionalen Inf. wir.d es Aus-
druck der Modus der Notwendigkeit oder Möglichkeit, vgl. §. 110.
§. 70. weorctan „werden".
a) Als Begriffsjerb bedeutet es „werden, gereichen" : 21.28
sona he wyri to "^cere ilcan eor^^an Je. ; 123. 1 ^eos haiige tid
englum to gefean & to blisse weari; 195. 1 Ais tehta weoriai
on ^<Bs onweälde, ie.<, u. s. f.
b) Als Hilfsverb ist es kopulativ und verbindet mit dem
Subjekt: — a) das Prädikatssubst., vgl. §. 167; — ß) das
Prädikatsadj., vgl. §. 168; — y) das Part, des Perf. zur Bil-
dung der zusammengesetzten Zeiten des Aktivs, vgl. §§. 92,
169, zur Bildung des Passivs, vgl. §§. 83, 86, 88, 169.
§. 71. hahban „haben":
a) Als Begriffswort hat hahban die Bedeutung „haben,
besitzen, erlangen" : 9. 5 se hcefde mcegen ofer ealle gesceafla^
Je.; 19.21 hwcet hcefde seo godcunde ]}urh' Ja godcundan
nemme, buton,; 87.26 on bendum hie wceron hcefde; u. s. f.
b) Als Hilfsverb wird es verwandt zur Bildung der zu-
sammengesetzten Zeiten des Aktivs ; vgl. §§. ^1, 92.
§. 72. dm bezeichnet:
a) Als Begriffsverb : „tun, darbringen, verbringen, erfüllen,
machen" : 7.5 Ae me mycel dyde; W.Xheus gedyde däU-nimende
gebend werden. Der Wechsel des reflexiven mit dem intransitiven Verb
ist übrigens so alt als das älteste Denkmal germanischer Sprache . . ."
Die in diesen Stellen angedeuteten üebergänge von transitiven
und intransitiven Verben einerseits, von intransitiven und reflexiven
Verben andererseits in einander treten in sehr hohem Masse auch in
den Bückling Homilies zu Tage. «
36
pec5 heofonlican rices; 29. 23 do]? swa ic ine bebeode; 35. 25
ponne heebhe we ure daga pone teöpan ddl for Gode gedön;
35. 35 don we urum Drihtne sope hreowe ; u. s. f.
b) Als Hilfsverb verwenden es die Bl. H., um eine Wieder-
holung des Verbs zu vermeiden: 17. 4 he ]?a mid soäe gefylde^
gelice swa he cer pa proumnga dyde; 19. 2 deopian we nu , .
swa se hlinda dyde; 23. 8 ]^onne beio we sittende be pcem wege,
swa se hlinda dyde; 45.32 ponne onfop hi from Oode mar an
mede ponne hi from cenigum oprum lacum dm; u. s. f.
§. 73. cunnan bedeutet :
a) Als Begriffsverb „kennen, wissen" : 17. 32 se ]^e ne ean pa
beorhtnesse pees ecan leohtes, se bidblind ; 179. 23, 219. 34, 231. 26.
b) Als Hilfsverb — a) ein intellektuelles Können : 105. 25
hie wceron sttenenre heortan & blindre pcet hie pcet ongeotan
ne euäan^ pcet hie pcer gehyrdon; -r- ß) ein logisches Können:
43. 15 pa lareowas sceolan synfuUum mannum Iceran paet hie
heora synna cunnon anrihtlice geandettan,
§. 74. willan bedeutet:
a) Als Begriffsverb „wollen, beabsichtigen": 17.1 he wolde
iKethie ne wceron on heora mode gedrefede^ 17.30, 31.7 u. s. f.
b) Als Hilfsverb — a) den entschiedenen Willensausdruck:
15.S Drihten wolde cuman to pcere stowe; 26. 16, 69.12 u. s. f. —
23. 24 I)a nolde he him geceosan welige yldran; 25. 5, 33. 17
u. s. f. — ß) ein Wünschen, Belieben, dessen Verwirklichung
zugleich vorausgesetzt wird: 155.35 hweet wille ge nu? hwtst
ic hire döo? — y) Unsicherheit in der Frage: 239.29 hivcet
mlle pis wesanP — S) Umschreibung einer zukünftigen Hand-
lung (oft unsicher) : 15. 31 Hcelend his pegnum scede his pro-
tounga pe he mid Judeum adreogan wolde; 25. 1 hwcet mlle
we on domes dceg forpberan pces we for urum drihtne arefne-
don? 83. 7 seo wyrd geweorpam sceäl^ ptet se ilca Scyppend
gesittan wüe on his domsetle; 93. 12 pa neolessa grymetiap,
& pa eor^an willa"^ forswelgan; 93. 24 ponne geseop ealle menn
]}(Bt hü mle beon cet Ibisse worlde ende; 109. 32 Äe . . peer
wyrde bide]^, hwonne se tBlmihtiga God wille pme worlde ende
gewyricean] u. s. f. — a) willan kann dienen zur Umschreibung
des einfachen Verbs: 77. 9 pa unlcedan noldan gepencean
(= dachten nie daran) pcet Drihten hine (sc. Laisarum) mihte
eft aweccean.
37
§. 75. durran(?) „dürfen, wagen" fehlt als Begriffswort. —
33. 33 hine dorste deoföl costian; 179. 27 (ic pc scede) ^cet he
^e leogan ne dürre; 199. 25, 205. 10, 205. 21, 207. 34, 243. 13.
§. 76. scülan „sollen" fehlt ebenfalls als Begriflfsverb. —
Es bezeichnet — a) die Notwendigkeit: 5. 23 purh hire beor^or
sceölde heon geheeled eall wifa cynn & wera; 5. 28, 9. 3, 9. 5,
11.36 u. s. f.; — ß) es dient zur Umschreibung des Futurums,
an dessen Bedeutung es nahe heranreicht: 5. 16 se geleafa sceäl
heon fr am eor^an up to heofonum areakt; 35.34, 63. 7 j 83.8,
189. 27.
§. 77. magan (?)\ommi nur als Hilfsverb vor und bezeichnet:
a) Die physische Möglichkeit: 5.34 Ood Feeder Sunu, pone ne
magon befon heofon and eor^e; 15. 11 Cristes ^egnas "peossa worda
nan ongeotan ne mehton; 15.24, 17.6, 31.32 u. s. f. — ellyp-
tisch: 95.25 pe l(es we ^onne willon ^onne we ne magon ("i.e.
ge^enceam ure saula^earfe) ; 237. 6 To deade hie pe willa^ geleedan,
ac hie ne magon. — Dasselbe sehr frei: 191.28 pwrÄ ^eic]?ys
eowde styran & rihtan (sc. mihte\ nu ne mceg; — ß) die logische
Möglichkeit: 5. 35 hine (sc, ume Sceppend) herian cefter urum
gemete, swa we gehyran magon ^(Bt seo haiige fcemne dyde;
7.21 hu mmg pi« ptts geweorpan? 7.34, 21.17, u. s. f.;
— y) es nähert sich einer blossen Umschreibung des ^ Kon-
junktivs, so in Aufforderungen: 51.30 for hwon ne magon
we ge^enceany hwylc p(ßt wite bid ^e.; 63.2 u. a. m.; 113.33
magon we ^onne m fis to gemyndum hdbban; 213.25; —
d) in 73. 15 drückt es mit der Negation ein moralisches Verbot
aus: ^onne ne mceg l^aet Godes templ heon besmiten (sollte
nicht verunreinigt werden).
§. 78. motan(?) „im stände sein" kommt nur als Hilfs-
verb vor — a) es drückt eine logische oder physische Möglich-
keit und Notwendigkeit aus: 13. 28 hie d motan mid him
gefeon; 19. 8 aer Drihtnes weorc ^aer wunian mote; 21. 14
]?(jet leokt we sceolan secan licet we motan hdbban mid englum
gemtene; 23.13 he bced ^aet he moste faran; 25.35, 39.21,
43.31, 49.2 u. s. f.; — ß) es nähert sich in der Bedeu-
tung einem blossen Konjunktiv : 101.17 ceghwylc man sceal on
worlde geearnian ^cet him ^eet göd mote to ecum medum
gegangan, ^cet ; 185. 3 p« scealt biddan ^one Haigan Gast
l<Bt mote beon ra^e open & onwrigen hwcet he sy, /Xio'x
( -■■■
38
§. 79. ^urfan „nötig haben, brauchen'' kommt in den
BL H. nur als Hilfsverb vor und drückt die Notwendigkeit aus:
93. 33 fealläp ofer m ^cet we ne' ]?urfon ^ysne ege leng pro-
wian; sonst eine moralische Möglichkeit: 41.36 ne ]^arf pces
nanne man tweogean; 83. 7, 101. 13, u. s. f.
§. 80. mtan{?) gehen, davon uton (utan, utäon, tvtUonJj
mit dem Inf. auffordernd = „lasst uns": 91. 8 uton we ecHle
wynmmim on Drihten; 91.13, 91.18, 95.26, 97.1, 109.9
u. s. f..
II. Das Ctenns Verbi.
Das Genus des Verbs ist zweifach, Aktiv und Passiv.
A. Durch das Aktivum wird das Subjekt als die Tätig-
keit ausübend dargestellt.
§. 81. Hier ist zu erwähnen die ausserordentlich häufige
üinschreibung des Aktivs durch das Farticipium des Präsens
mit einer Form von beon, wesan, wodurch das Eintreten in die
Handlung, das Verharren in derselben, besonders auch die
Gleichzeitigkeit betont wird. Die so umschriebenen Transitiva
führen ihr Objekt bei sich. Im Altengl. wird diese Umschrei-
bung besonders in der Bibelsprache, verwandten griechischen
Ausdrücken entsprechend, gewählt (Mätzner II, 56).
a) Umschreibung des Präsens: 19. 25 he biet ä wesende;
51.14 we beo^ riht donde; IIA heora cyningbip sittende ofer
eoselan; 157.4 pu eart rixiende on pinum wuldre u. s. f.
b) Des Futurs: 63.25 on domes dceg hi beof from Gode
]?ysne cwide geherende; 93. 30, 139. 18, 141. 33, 143. 2 u. s. f.
c) Des Präteritums: 5.2 wes se engel sprecende; 11.22
hwaet mcmde ^cet syxtig wera strongera ^e ^cer stondende
w(ßron? 15.26 (he) pa sona w<bs Drihtne fylgende; 147.3 he
W(B8 ymen singende^ u. s. f.
B. Durch das Passivum wird das Subjekt als die Tätig-
keit erleidend dargestellt. Da die Formen des ursprünglichen
Passivs verschwunden sind, so hilft sich die Sprache durch
Umschreibungen, und zwar durch Verbindung des Particips des
Perfekts mit entsprechenden Formen von fteon, wesan und von
weordan.
§. 82. Das Präsens des Passivs wird in den BI. H. nur
39
mit den Hilfsverben beon oder wesan gebildet (über weordan
vgl. das Fiituriim Passivi). — 143. 3 ne cearu pw, ^cet ^in
folc ne sy gedrefed; 143. 22 dnra gehwylc ^ara apostola btp
geseted to his synderlice stowe; u. s. f.
§. 83. Die Bildung des Präteritums geschieht mit Hilfe
von wesan oder von tveordan: — a) wesan: 5.5 heo wms ful
cweden; 35.11 ure lichoma wces gesceapen of feower gescecf-
tum; u. s. f. — 59.24 M acennede fram meder wceron; 235.6
pa sylfan ypa wceron aJiafene ofer ^cet scip; u. s. f. — b) weordan:
151. 18 pa weard he gefaestnod; 155. 31 ic wear^ eft on lichoman
geseted; u. s. f. •— 59.22 hi ne besceamäp no hu late hi
on iysne middangeard acennede wurdon; 151. 4 hie pa wurdon
sona ablinde; u. s. f.
§. 84. Die Bildung des Perfekts geschieht mit Hilfe des
Verbum substantivum, z. B. 89. 14 on sare & on gemnrunga
min lif & mine geär syndon fornumene ; 165. 8 ]^in ben is eal-
lunga fram Oode gehyred.
§. 85. Die Bildung des Plusquamperfekts geschieht ent-
sprechend der des Perfekts : 3. 1 wces se dorn oncyrred Euan
ungescelignesse pcet hire wces togecweden; 3. 7 Eua cende hire
bearn on sare, for^on pe heo on synnum geeacnod wces; 9. 24
se heofohlica cerendwreca eft harn cerde on da uplican ricu, powow
he cer sended wces u. s. f.
§. 86. Das Futur wird :
a) Durch das Präsens, mit beon, wesan und weordon
ausgedrückt: 15. 5 Nu we fara^ to Gerusalemj & \onne beo^
gefylde ealle pa hälgan gewreotu; 15. 7 he bid geseäld hce^num
mannum; 25.30, 31.36, 37.3, 41.18, 49.25, 51.13 u. s. f. —
153. 11 ^onne wesäp fine handa sona geedneowede; — 171.16
eow weor^ep forgifen hwcet gesprecäp; 185.6, 195.12, 195.14,
195. 20.
b) Gebildet durch Verbindung von wüle und sceal mit
dem Inf. des Passiv, vgl. §§. 74, 76.
§. 87. Der Imperativ wird gebildet mit den Hilfsverben
beon, wesan: 139.14 Ne beo Im, Maria, geunr(oJted; — 5.21
wes t)W gehktsod betuh eäll wifa cynn; 231. 1 (Mathem) wes
pu gestrangod.
§. 88. Der Infinitiv des Passivs wird gebildet mit Hilfe
40
der Infinitive beon und weordan: 5. 23 ]^rh hire heor^or
sceölde beon gehceled eall wifa cynn & wera; 5.16, 9.3, 9.5,
69. 6 u. s. f. — 77. 29 seo burh sceolde abrocen weor^an;
121.33, 185.6.
III. Das Tempus des Verbs.
Die ursprünglichen einfachen Tempora des Alteng], sind
Präsens und Präteritum; alle übrigen Tempora sind niittels
Hilfszeitwörter zusammengesetzt.
A. Die einfachen Tempora.
§. 89. Das Präsens.
a) Das Präsens stellt die Handlung als im Augenblicke
des Sprechens geschehend dar: 17. 22 ]?onne he (sc. se mona)
wexepj he bid gelte ^cem godum men . . d^ spönne he wanad,
'ponne tacnap he üre deaplicnesse; 149.31 Maria is nu soylice
of lichoman gewUen, & we (\. e. pa apostolas) cwepap lof
ymb hie; u. s. f. — Daher in Sentenzen und dergl.: 195. 23
manna freondscipe &*!> swipe hwilwendlic & mtpe scendende,
b) Das Präsens wird auch — und zwar in den Bl. H.
überaus häufig — zur Angabe zukünftiger Handlungen ver-
wandt: 13.27 on pcere gesihde wesad ealle geleajfulle^ and
his blisse ne bid ncenig ende^); 15.8 hie hine bindad, &
smngapy & spceüiad on his onsyne; 31. 14, 39. 4, 41. 22 u. s. f.
Durch das formale Zusammenfallen der beiden Tempora lassen
sich beide zuweilen nicht genau auseinanderhalten, so : 9. 9 se
heofonlica Gyning gearwäp (Morris = shall prepare) pinneinnod
his Suna to br^dbure; 15. 5 nu we farap (Morris = shcdl go) to
Gerusalem; u. a. m.
§. 90. Das Präteritum reicht ursprünglich für alle Stufen
der Vergangenheit aus, indem es:
a) Die Handlung ohne jede Beziehung als eine vergangene
darstellt; es ist somit das eigentliche erzählende Tempus: 3.9
se Halga Gast seow pcet clcene sced on pone unbesmüenan
1) Häufiger sind im Futur Formen von heon: 73, 12, 109. 36.
145. 15 u. s. f. — wesan steht nur noch einmal im Futur, des Pass.
153. 11. (So auch Mätzner II, 76.)
41
•
inno]?; 11. 16 Sdlomönes rtßste wces mid weardum ymbseted;
23. 28 hie wceron of Dauides cynnes strynde; 69. 29 Hcüend
^a ^onon ferde to Hiemsalem; (121. 21, 201. 21, 229. 5) u. s. f.
b) Zustände, Charaktere, Gewohnheiten ausdrückt, z. B.:
33.33 he wms so^.man; 67.13 ^ysne dceg hie nemdon siges
dteg; 69. 10 he wces gitsere & se wyresta scea^a; 77. 24
seo cea^er w<bs heh & aldorlic; 121.23 ^(Bt wceron Drihtnes
englas; u. s. f. 229.5 segä J^cet pa men pe on ^dkre ceastre
wdkron ^cet hi hlaf ne dton^ ne wMer ne druncotiy äc deton
manna lichaman, and heora blöd druncon,
c) Das Präteritum bezeichnet eine vergangene Handlung,
die aber auf die Gegenwart sich bezieht, indem sie auf dieselbe
fortwirkt: b.llwe nu (eben) gehyrdon ^cet; 27.22 pa gesetton
(have appaintedj haiige fcederas . , ^a tid Ix^s fcestenes foran
to Cristes ^rowunga; & hie sweotoUice cy^don ^cet se egeslica
domes dceg cyme^ on pa tid pe.; 29.6, 39.8, 39.12, 45.36
u. s. f. Das Präteritum steht also in diesem Falle für das
Perfektum.
d) Das Präteritum bezeichnet eine in Bezug auf eine
andere vergangene schon vergangene Handlung, steht also für
das Plusquamperfekt; die Tempuslage wird aus dem Zusammen-
hang erkannt. — 27. 21 Drihten, pces ^e he of ^am fulwihtes
b(X!pe eode (herausgestiegen war), pa fcestte he sona; 53. 25 hi
of heofona heanessum gebrohton eal ^(st hi on eorpan begeaton
(erlangt hatten); 69.23 woldan geseon Ikusarus ^one pc he aer
of dedpe awehte; 71. 5, 79. 6 u. s. f.
Das Präteritum des Konjunktivs vertritt ein Plusquam-
perfekt des Konj.: 45. 20 Sanctus Paulm saegde, ^(st Crist sylfa
bebude Moyse ^<Bt he , .
e) Das Präteritum des Konj. vertritt den ersten und zweiten
Konditionalis : 19. 34 Drihten tvile ^cet hine mon bidde^ se ]^e
(jer geteod hcefde ^cet he ^on biddendan ece Uf forgeafe (geben
würde); 45. 22, 185. 15, 185. 23 u. a. — 29. 4 gtf oW nytenu
W(ßre to häligienne (zu erretten gewesen wäre), ]^onne onfenge
he (würde er, der Herr, angenommen haben) heora hiwe; 35. 1
gif he ncere so^ Ood ofer ealle gesceafta (gewesen wäre), na
him englas ne ^egnedon (würden ihm nicht gedient haben).
35. 35 gif deofol hine ne gesawe (gesehen hätte), ne costode he
hine (würde er ihn nicht versucht haben);
3*
42
B. Ersatz der ursprünglich nicht vorhandenen
Tempora.
Anmerkung: Die intransitiven Verben bilden ihre zusam-
mengesetzten Formen mit Hilfe von beon, wesan und von hdbban.
Letzteres drückt mehr die im Subjekt liegende Tätigkeit,
heon wesan den aus derselben hervorgegangenen Zustand, das
Ergebnis aus (cf. Mätzner II, 79 f.).
§. 91. Das Perfekt stellt vergangene Handlungen dar,
welche sich auf die Gegenwart beziehen, entweder, indem sie
bis auf dieselbe fortwirken, oder indem Tätigkeiten, welche zur
Gegenwart in keiner Beziehung stehen, als in dieser stattfindend
dargestellt werden.
1. lieber die Ersetzung des Perfektums Passivi vgl. §. 84.
2. a) Das Perfekt der meisten intransitiven Verben entsteht,
indem das Part, des Perf. zu dem Präsens von beon^ wesan
tritt; doch wird auch habban angewandt. — a) 47. 14 eallum
Cristenum mannum is beboden l^cet hi . ,; 53. 27 nis eow for-
boden pcette cehta habban; 99. 18 behealdad nu georne edll ^(Bt
is from heora eagum gewiten; 113. 25 mine welan syndon ealle
gewitene & gedrorene, & mine herewic syndon gebrosnode &
gemolsnode; 117.32 ealle pa syndon agangen; 149.31 Maria
is nu sol^licer of lichoman gewiten; u. s. f. — Wie aus den
Beispielen zu ersehen, lässt sich das Perfekt nicht immer von
dem prädikativen Pa,rt. des Prät. unterscheiden, da mehr das
Eesultat der vergangenen Handlung als diese selbst vorgestellt
wird. — ß) 19. 35 Drihten se ]^e geteod hcefde "j^cet . . , 47. 2
God hafap alyfed eor^licum mannum ^cet hi .
b) Das Perfekt der transitiven Verben wird entsprechend
mit habban gebildet: 9.4 God ]^e hafäp to gisle her on mid-
dangeard geseted; 15. 24 ^in agen geleafa ^e hcefp gehceledne;
37. 2 he hafap ealle scyldige fordernde & gehynde; 23. 32,
25. 15, 35. 4, 37. 15 ü. s. f.
§. 92. Das Plusquamperfekt bezeichnet eine mit Bezug
auf die Vergangenheit vergangene Handlung.
a) Ersatz des Plusquamperfekts des Passivs vgl. §. 85.
b) Das Plusquamperfekt intransitiver Verben wird — -
a) durch das Präteritum von wesan gebildet: 61.26 rihte do-
mciSj pa 'pe dr rihflice gesette wceron; 71.2 pis e£;(«5 geworden
43
forpon faet se witedom wcere gefylled; 87.9 ic wces tinwisum
netenum gelte geworden ; 103. 4 ^a he geseah prst eäl manna
cynn from heora Scyppende gewitene wceron, 141.26, 177.29,
227.5 u. s. f. — ß) BilduDgen werden weordan sind: 167.18
hit cup is pcet hetux wifa gehyrdum ne wearp mara mon ge-
worden ponne Johannes se fulwihtere; 223. 25 he sona weard
hol geworden. — y) durch das Präteritum von habban: 19.34
(Drihten) se pe cer geteöd hcefde p(jet he pon biddendan ece
lif forgeafe (Tätigkeit); 209.6 ponne hie to husle gegangen
hcefdon (Zustand).
c) Transitive Verben bilden ihr Plusquamperfekt mittels
des Präteritums von habban: 5.26 heo hcefde hire sylfre ge-
worht pcet mceste wite; 13. 2 heo ongeat pcet se lifgenda Godes
Sunu hie^ hcefde gesoht; 43. 30 hie hine hcefdon gepreatodne
mid fyrenum racentum; 67. 9 heora ciningas hcefdon sige
geworht; u. s. f.
§. 93. Das Futurum bezeichnet eine, für den Sprechenden
zukünftige Handlung.
lieber die Vertretung des Futurums durch das Präsens
vgl. §. 89; durch die das Präsens umschreibende Form, vgl.
§. 81 ; über die mit sceal und toile zusammengesetzten Formen
vgl. §§. 74, 76.
§. 94. Der 1. Konditionalis bezeichnet eine im Verhältnis zum
Sprechenden zukünftige Handlung, welche dann eintreten würde,
wenn eine im Verhältnis zu ihr vergangene Handlung einge-
treten wäre, oder etwa noch einträte. — Ueber den Ersatz
7 *-.
durch den Konj. des Prät. vgl. §. 90.
Der 2. Konditionalis ^) bezeichnet eine auch im Verhält-
nis zum Sprechenden vergangene Handlung, welche dann hätte
eintreten können, wenn eine im Verhältnis zu ihr vergangene
Handlung eingetreten wäre. — Ueber den Ersatz durch den
Konj. des Präl;. vgl. ibd.
§. 95. Ueber die Folge der Zeiten ist folgendes zu be-
merken :
1. Dem Präsens folgt: — a) das Präsens (als solches
und in Futurbedeutung); — b) das Präteritum; dieser Fall ist
1) Schür mann, der S. 37 die Existenz eines 2. Eondit. für's
Altengl. zuzugeben scheint, stellt dieselbe S. 39 in Abrede.
44
ZU erklären aus der gelegentlichen Perfektbedeutung dieses
Tempus: — 13.19 wel ]^cet eac gedafenap ^cat heo to eof^an
astige; 197. 10 swa hit eäpe beon nueg ^<ßt se hälga heakengel
of heofenum cumen wcere & wcere gemyndig manna ty ddemesse]
— 31. 12 gemyne pe sylfne hu mycel yfel |)ö gelamp; u. a. m.
2. Dem Präteritum folgt — a) das Präteritum, resp. das
mit einem Hilfsverb im Präteritum zusammengesetzte Plus-
quamperfekt; — b) anormal das Präsens, im zweiten Beispiel
sogar neben einem Konj. des Prät. — 215. 25 swa hwcet swa
ge cwcedon ^cet ge hwelcum earmum men io gode gedod for
minum naman efne pcet ge me sylfum dod; 239. 22 da ünrihte
men T^a eodan fest hie ]^a men ütgelceddony and hie to mete
gedön,
IV. Die Modi de8 Verbs.
Ausser 2 vollen Modi, einem Ind. und einem Konj. be-
sitzt das Altengl. einen Imp., der aber nur auf die gegenwärtige
Zeit beschränkt ist.
A. Der Modus im Hauptsatze.
§. 96. Der Indikativ drückt eine wirkliche oder eine als
solche angenommene Tatsache aus. Er ist der gewöhnliche
Modus des Hauptsatzes.
§. 97. Durch den Konjunktiv wird die Aussage als eine
bloss angenommene, als möglich vorgestellte, bezeichnet. Er
steht im Hauptsatze:
a) Als Ausdruck des Wunsches; die Bl. H. verwenden
hierzu nur den Konjunktiv des Präsens. — 7. 25 s^ ^(Bt getdd
äpened fines innodes; 9. 20 geweor'pe m>e cefier- ^inum wordum;
17. 35, 37. 15, 53. 10 u. s. f.
b) In konzessiveniSätzen: 129.33 tjeghtoylc^man^ sy ^cer
eordan ^cer he sy, purh gode dceda Gode lician sceäl.
c) Wenn der Sprechende sich selbst in eine x4.ufforderung
mit einschliesst: 5.6 gehyron we nu.; 33.36 weor^ian we
Drihtnes godcundnesse; 39.10 aon we ^onne geomlice Drihtne
]?ancas; 39. 11 s^n we gemyndige; u. s. f.
Anmerkung: Der Indikativ findet sich in der Aufforderung:
19. 19 gehyräp we nu , . .
46
d) Wenn der Konj. des Prät. den Konditional vertritt,
vgl. §. 90.
e) Der Konj. des Präteritums drückt eine bescheidene
Behauptung aus^): 25. 25 Mm wcere betere pcet he ncefre geboren
ncere; 75. 23 (he cwtep pcet) nyttre wcere paet . . .
§. 98. Der Imperativ stellt die Aussage als eine vom
Eedenden gewollte oder befohlene hin. — Der Imperativ er-
scheint: — a) mit dem Personalpron. verbunden, vgl. §. 34; —
b) alleinstehend, vgl. ibd ; — c) mit einem Vokativ vgl. §§. 14, 34.
B. Der Modus im. Nebensatze.
Im Nebensatze ist der Modus abhängig von dem Verbum
des Hauptsatzes. Je nach der Ansicht des Sprechenden bezeich-
net der Indikativ eine Tatsache, die Wirklichkeit der Handlung,
der Konjunktiv dagegen stellt dieselbe dar als eine nur vorgestellte.
In Folgendem werde ich eine kurze Darstellung des Gebrauchs
der Modi in den verschiedenen Arten der Nebensätze versuchen.
§. 99. Der Subjektivsatz, eingeleitet durch ptet^ enthält
das logische Subjekt zu Substantiven und Adjektiven im Neu-
trum mit einer Form des Verbum substantivum, sowie zu un-
persönlichen Verben; auf das logische weist häufig ein gram-
matisches Subjekt hü oder Ixst hin.
a) Der Indikativ steht, wenn der Nebensatz eine wirkliche
oder eine als solche gedachte Tatsache enthält: 13. 13 pcet
W(BS änrcedlicu eäpmodnes pcet heo sylf hie peowen nemde;
7.16, 43.19, 55.17, 55.20, 83.8, H7.21, 209.6; — 29.17
riMlic pcet w<bs peet he eode on westen: 29.29 ponne is cup
iKset se awergda gast ongan Godes bec trahtian ; 33. 7, 129. 13,
147. 15, 167. 18, 189. 6 u. s. f. — 11.2 paet geweorpep on
pcem d(sge p€et he cymep; 19.4 smeagean we hwcet paet tac-
node^ paet seo menigo st^rde pcem blindan; 19. 32 nces pcet
na paet he nyste hwcet; hl. 6 gif p<Bt gelimpep p<ßt he hit efi
spiwende anforlcetep; 15.13, 19.27, 63.36, 67.12, 77.12,
81. 24,' 121. 7, 125.10.
b) Der Konjunktiv bezeichnet eine mögliche oder ge-
wünschte Handlung, auch Tatsachen : 23. 1 we habbap ned-
pearfe paet we ongyton pa blindnesse ure celpeodignesse
1) Von Koch IR §. 60. 2, erst fürs „Ae" (nach 1230) angenommen.
46
27.27, 39.21 u. s. f.; pearf 35.28, 205.36, 233.12; 29.33
n<es his gemet pcbt he hine costode; 63.1, 65.8, 119.8,
187. 57, 145. 8, 205. 23, 243. 20; 17. 3 rithlic pcet wces pcet
se blinda he dcem wege scete wddliende; 35.8,41.7 u. s. f.;
19.17 swi^e eape pcet mceg^beon ptet sume men pencan ofipe
cwepan, hu . ; 41,13, 51.35, 57.5, 101.24, 109.25, 121.36,
139. 28, 205. 24 u. s. f. — 13. 16 wel pcet geräs pcet heo wcere
eadmod; 55. 2 cerest m gedafenap pcet we gehyran pa wörd
hdligra gewreota; 85. \2 ne gelomp hü nd cer pcBt us stoyke
deap geendod wcsre; 85.15, 111.13, 117.23, 131.23, 149.11,
149. 14 11. s. f.
Zusatz: Kopulative Beiordnung von Subjektssätzen ohne
Wiederholung der Konjunktion, z.B. 27. 13 f., 129. 7 f.; — dis-
junktive Beiordnung durch wc : 111. 21.
§. 100. Der Objektivsatz steht nach den Verben des
Denkens, Sagens, Wahrnehmens, nach den Verben des Affekts,
nach Adjektiven und nach Substantiven.
a) Der Indikativ drückt eine wirkliche Thatsache aus; er
steht nach den Ausdrücken des Erkennens; ongytan 13.2, 21.2,
29.26, 67.5 u. s. w.; gecnawan 115.19, oncnawan 107.20,
113.24; smeagean 33.17; leomian 125.18; — des Sehens:
geseon 103.4, 107.20, 111. 22, 125.9 u. s. f.; — des Hörens:
gehyran 5.17, 5.23, 5.36, 15.30 u. s. f. ; — des Wissens: toitan
13.21, 13.22, 15.29U. s. f.; -- des Denkens: gepencean 27, 26,
29.2, 35.10, 35.26 u. s. f.; pencean 77.7, 151.1; gemunan
213. 21; — des Mitteilens: secgan 163.24, 201.16; tdcan 143.14;
Iceran 143.14; cyl>an 13.14, 13.15, 27.24 u. s. f.; gecypan
29.21, 33.22, 35.3 u. s. f.; awritan 21.33; — des Glaubens:
lyfan 11.12; — des Zweifeins : tweogean 8S. 7 \ — des Sorgens:
geman 67.30; — des Verdienens: geearnian 73.18; -— nach
6i/5ewc Beispiel 115.1, und wundorgeweorc Wundertat 67.6;
M^Mndor Wunder 19. 18. = 67.6 einziger durch {)e eingeleiteter
Objektivsatz.
b) Nach den genannten und anderen Ausdrücken bezeich-
net der Konjunktiv gewöhnlich eine Ungewissheit. Er erscheint
nach den Ausdrücken des Erkennens: ongytan 65.6; des Sehens:
geseon 145.8; des Lernens: leornian 117.25; des Wissens:
witan 225.7; des Denkens: ge^encean 37.2, 39.1, 111.20; des
Glaubens: gdyfan 29.15,. 31.2 (?), 37.16, 41. 16u.s.f.; wman
47
41. 11, 43. 13, 55. 18 u. s. f.; talian 117. 16, 163.5; des Zwei-
feins: tweogean 43.1; des Mitteilens: secgan21Ay 41.3, 41.23,
43. 25 11. s. f, ; cw^an 27. 5, 29. 13, 29. 30 u. s. f. ; gecwe^n
161.21; Iceran 47.23, 49.18, n. s. f.; gel(ßranVlk\^\ writan
163.26; awritan 27.11, 51.5; desErlaubens: lyfian 189.22(?);
/brflr^an 103.28 (.?); gepafian 45.11, 145.19; des Erlangens:
geearnian 101. 17, 101. 34, 113. 27: des Bewirkens: dön 183. 2;
gedon 39.26, 71.6 (?), 159.2 u. s. f.; des Vertretens: freopigean
135.25; des Verachtens: forhycgan 47,30, 83.13; des Ver-
nachlässigens: agimeleasian 41.5; des Hinderns: siyran 19.5;
des Auf hörens : aSKwwaw 47.10; yZtZan 183.1; des Sichbemühens :
teolian 111. 18, 125. 11 u. s. f.; fundian 95. 1; des Fürchtens:
ondrcBdan 41. 21; wandaniSAl. — Nach ondetta 65.4; gewita
117.13; willa Wille 51. 16; — nach den Adjektiven: wyr^
41.3 (?), 75.1, 79.32, 191.8; mycel 65.2; geornful 67.28;
l(Bt 43.22; nach dem Komparativ geomor 33.23.
Zusatz: Kopulative Beiordnung von Objektssätzen ohne
Wiederholung der Konjunktion, z. B. 99. 6, 101. 34, 109. 16,
145. 3 f., 151.30; — -asyndetische Nebeneinanderstellung, z. B.
85.16, 109.11, 143.36, 149.27, 181.27, 203.21.
§. 101. Der Lokalsatz führt nur den Indikativ des Verbs
mit sich : 13. 29 hie a motan mid Mm gefeon, p<e leofad S
rixad d buton ende; 29. 17, 39.4. 51. 17, 61.34 u. s. f.
§. 102. Der Temporalsatz gibt in Bezug auf die Hand-
lung an:
a) Den Zeitpunkt: a) es steht meistens der Indikativ:
5. 24 seo cereste modor \iyses menniscan cynnes torcectvUe mid-
dangearde brohte, pa heo Godes bebodu abrtec; 9. 32, 13. 4,
17.22, 17.24, 19.11, 19,14 u. s. f. — ß) der Konjunktiv: 17.1
he wölde ponne hie gesawon his da heardan bendas^ paet hie,;
45. 12, 45. 23, 49. 29, 87. 14 u. s. f.
b) Die unmittelbare Folge (sobald), es steht: a) der Ind.
27. 21 Drihten pas pe he of pmm ftdwihtes bcepe eode^ pa
fcestte he sona; 137.3 sona swa deos geofu älegd wes^ hie
wceron , ; 207. 35 on dcegred sippan hit frumlyhte^ hie . ;
235.28 pa pis gecweden wces, Drihten,; — ß) der Konjunk-
tiv: sona swa "37. 21; 139. 13 mid py pe pu me häte of minum
lichoman gewitan^ ponne . . u. s. f.
^ 48
c) Die Oleichzeitigkeit (während); es steht: a) der Ind.
103. 23 pa hwile pe we on ^se worlde wuniäp; u. s. f. —
ß) der Konjunktiv: 101.10 {hi hwile pe we on pyssum life
s^ ; 193. 7 pcer he mid cyle & mid hungre on wudum dwol-
gende astifod l(ege u. s. f.
d) Den Ausgangspunkt (seitdem) ; als Modus erscheint nur
der Indikativ : 11.13 englas hie georne beheolden ofl>€em dage
pe hie wiston . ; 17. 14 eal pis mennisce cyn wces on hlindnesse,
seoädan l>a (ßrestan men asceofene wtsron of gefeän neorxna
wanges; 23.4, 47.22, 127.4 u. s. f.; 67.7 he Laearum awehte
of deäpe py feorpan deege, paes pe he on byrgenne wtss; 75. 4.
e) der Temporalsatz enthält eine Handlung, . welche der
des Hauptsatzes vorangeht (nachdem); auch in diesem Falle
steht das Verb des Temporalsatzes im Indikativ: 21.27 ne he
hine na ne onstyrep, syppan seo ungesynelice sawl Mm ofbip;
23. 11, 61. 16 u. s. w.; 35. 4 ptet (testen ongunnen wtßs instepes
ptes pe he of pcem fulwihte astag; 59.10 hie him ponne eft
swipe bitere pencäp, (Bfter pon pe se dead him tocymep; 87. 3,
121.6, 207.28; 229.1 cefter pam pe Drihten Hcelend Crist to
heofonum ästah . ; .
f) Die Handlung des Nebensatzes folgt der des Haupt-
satzes (bevor); als Modus ist nur der Konjunktiv belegt: 19.7
pa cumäp oft cer to manna heortan^ tßr Drihtnes weorc pcer
wunian mote; 19.18, 21.1, 179.26; 51.32 ponne manige ic
nu . . peet ge eow alesan of eowrum synnum^ <bt pon pe ge deape
swelton; 125.15, 129.19, 131.14 u. s. f.; 169.24 he (kr eode
beforan Criste^ cerdcem pe he beforan him sylfan gangan mihte.
g) Die Handlung des Temporalsatzes gibt den Endpunkt
der Handlung des Hauptsatzes an (bis dass); der Indikativ
drückt eine eintretende Tatsache aus, der Konjunktiv eine Ab-
sicht. — a) der lud. 79. 13 Titus embstet pa burh mid herige^
& p<BT lange gewicode, oppcet hie hungre swidtan; 155. 14,
193. 13. — ß) der Konj. 145. 3 ic eow bidde ptet ge wadan
mid me . . ot>I>^ Drihten hiier cume; 155.6, 193.4 u. s. f.;
149. 17 pe gedafenap pcet we pe ponne beran peet we cuman to
pcere stowe, paer Drihten bebedd.
Zusatz: Kopulative Beiordnung temporaler Nebensätze
ohne Wiederholung der Konjunktion, z. B. 67.18flF., 121.61,
121.21, 129.20, 163. 15 f.
49 •
§. 103. Der Kausalsatz gibt mit dem Indikativ einen
wirklichen, mit dem Konjunktiv einen bloss gedachten Grund
an: a) Ind. — 5. 16 py Ä€ hine onfehp, ne heluce^ he hine no;
23. 25 (?) u. s. w. ; 17. 29 for^on God to us niper astahg ^e
he wolde (?).., 69. 13, 183. 34, 199. 24,- 49. 11 Moyses onfmg sei-
nendum wuldorhdme^ fafpon he symle |)a nirügde pc God
oferhogodan^ 69.5, 123.5; 15.32 forden he ]?is dyde ]}€et he
wolde{?); 29. 16 (?); 31. 31 (?), 69. 12; 79. 34 ^aere bürge nama . .
is gereht sibbe gesyhpy for^on fe hälige saula ^oer resta^;
83. 19, 87.31 u. s. f.; 215. 1 he him miltsian sceolde, du ^ara
oderra manna him nän arian ne wolde f?); — ß) Konj. —
39. 18 Ne baed he no ^(BS for^on ^e htm ^aes tsnig ^earf
wcere; 69.9, 123.21, 165.35 u. s. f. — 187.18 ^ mihi €et
Gode ahbiddan ^<st ^u wüt md ]?ces drpg onginne, for]^on ^u
(BT gecoren wcere fram gode.
Zusatz: Kopulative Aneinanderreihung von Kausalsätzen
ohne Wiederholung der Konjunktion, z. B. 83. 19 ff., 89. 31 f.,
123. 5 f.; disjunktive Aneinanderreihung (o^^e) 121. 12 f.
§. 104. Im Konditionalsatze gibt der Indikativ eine wirk-
liche, der Konjunktiv eine mögliche, bloss angenommene Be-
dingung an: a) Ind. — 13.9 gif we ^urh eäpmodnesse eall
arc^näpj ^onne bi^ Drihten ure se trumesta stal^ol; 21.8,
23.7, 23.17 (?), 27.16, 29.36 u. s. f.; — /?) Konj. Präs. —
27.5 gif ^u sie Godes sunu^ cwe^,; 27.10, 29.25 u. s. f. —
Durch den Konj. des Prät. wird die Bedingung als eine un-
mögliche dargestellt: 29. 4 gif o^er nyten wcere to hdligienne,
^onne . ; 33. 19 (?), 33. 35, 35. 1 u. s. f. — Es müsste der In-
dikativ stehen: 233. 21 gif ^is gebod eow wcere geseald fram
eowrum Drihtne, astigad hider on minsdp; 233.34 gif |)w sy
so]^lice his discipul^ sprec. .
Zusatz: Kopulative Aneinanderreihung von Konditional-
sätzen ohne Wiederholung der Konjunktion 205. 25; asyndetische
Beiordnung 45.33.
§. 105. Im Konzessivsatz drückt der Ind. eine tatsäch-
liche Einräumung aus, der Konjunktiv eine angenommene. —
a) Ind. 33. 9 nis ^(st ndn wundor ^eah se heä Cyning hine
sylfne let Icedon on ^a Man dune; 17. 8, 33. 27, 37. 34 u. s. f.;
95. 14 aweccea^ ealle ]^a lichoman of deäpe, ]^h ^e hie cer
eorl^e bewrigen hcefde; — ß) Konj. 21. 7 se mon bid blind ^ecih
4
• 50
he mycel age; 33. 16, 39. 16, 4L 13 u. s. f. ; 129. 29 pcaÄ pe
we nu ^eer andwearde ne syn (cet ^cere halgan stowe), T^eh-
hwepere.; 187.17, 213.8 u. s. f.; — eine tatsächliche Ein-
räumung wird durch den Konjunktiv ausgedruckt: 21. 31 (se
lichoma) hiä ponne undeäplic, peak he dir deaplic wtsre; 33. 12
nis p€et to wundrigenne peah pe he wcere costod.
§. 106. Der Konsekutivsatz hat meistens das Verb im
Indikativ; derselbe gibt eine tatsächliche Folge an; der Kon-
junktiv bezeichnet die Folge als eine angenommene. — a) Ind-
5. 27 ^^cet wite wces to]^(!es sträng pcet ceghwylc man, sceolde (?)
mid sare on pas world cuman; 9.7, 11.34, 17.19, 19.9; swa
]^(Bt 173.17; swa paeUe 145.29, 237.6. — ß) Konj. 41.1 ge-
penCy hw€et yfela bebead Brikten aefre, pcet Ms lär ncere wyr])€
pcBt hi mm gehyrde? 43. 31 (?), 45. 22 u. s. f.
Zusatz: Disjunktive Aneinanderreihung von Konsekutiv-
sätzen ohne Wiederholung der Konjunktion {ne) 105.25.
§. 107. Der Finalsatz weist stets den Konjunktiv auf bis auf
zwei sichere Fälle: 231. 5 ic sende to pc Andreas pinne bropor,
pcet he pe ütalcedep ofpyssum carcerne; 239. 8 cum nu mid uSy
forpon pe ^u eart üre wealdend, ]^ Ices wen is p(st hi us eft
genimon, — 15. 7 he bii geseald htepnum mannum, pcet hie
Um bysmrian; 13.20(?), 15.29, 21.3(?), 25.16, 35.36,37.28
u. s. f. — Negative Finalsätze: 37.7 we sceolan ure heortan
gefyllan . . pcet on us ne sy gemeted,, 79.1, 143,3, 243.2;
27. 11 awriten is p(Bt ^ine englas pe on hondum habban, |)e
Ices pin föt opsporne; 57. 23, 65. 14 u. s. f.; 177. 31 on das
Word ic becom ]}e Ices ])e odre wisan cenig man leoge; 213. 22 se
Godes man ne sceolde be paw morgendcege pencean^ pylces paet
he . .[ 243. 19, 247. 2.
Zusatz: Kopulative Aneinanderreihung von Finalsätzen
ohne Wiederholung der Konjunktion^ z.B. 101. 11 ff., 233. 36 f.,
239. 23.
§. 108. Der Modalsatz. Zur Vergleichung der Gleichheit
dienen swa und swylce, und steht gewöhnlich der Indikativ;
der Konjunktiv steht bei Unsicherheit im Vergleiche. — «) Ind.
5. 34 lufian we ume Sceppend (^ hine herian ceßer urum
gemete, ecdle mcegene^ swa we gehyran magon ^cet seo ha-
lige fcemne dyde, 9.30, 13. 3, 19.2, 23. 7, 23. 9 u. s. f.; 103.12
wilnodan ^cet he hie of Jfcem nearivan ^eostrum alesde, swylce
51
he tis eac cet his ^roumnga of deofla onwalde alesde; — 29.23
dod swa swa ic ine bebeode; 61. 28 u. a. — ß) Konj. 47. 36
(ponne sceolan pa bisceopas beodan ^(Bt) pa Godes l^eowas
heora tidsangas mid rihte heäldan, & ^a Icewedan swa htm
mid rihte tobelimpe, 135.33, 235.4,- 91.30 men gehyräp myccle
stefne on heofenum^ swylee ^aer man fprde trymme & samnige.
Zur Vergleichuug der Ungleichheit leitet den Modalsatz
]^onne mit dem Konj. ein: 33.23 (we sceolan) beon geomran
^(Bt we Godes bebodu heaidan^ ^onne weume teonan getvrecan;
47. 12 htm bip mara broga ponne eenigum men sy, 33. 31 (?),
61.36, 79.9, 95.30 u. s. f. — Der Indikativ ist gesichert in
123. 13 hu mihte aefre englum mara gefed (& geofud; blis) ge-
weorpan, oppe mannum mara weorämynd ponne htm on l^yssum
dcege gewearp?
V. Der InflnitiT.
Im Altenglischen gibt es nur einen Infinitiv; derselbe nennt
die Tätigkeit des Verbs ohne jede Beziehung. Man heisst ihn
unterscheidend von später aus den zusammengesetzten Zeitformen
analogisch gebildeten Formen den Inf. des Präsens.
Der Inf. kommt allein oder von der Präposition to be-
gleitet vor.
§. 109. Der nackte Infinitiv steht als Objekt und dient
zur Verkürzung von Nebensätzen:
1) Nach den Hilfszeitwörtern mit Ausnahme von 6co»,
wesan und weordänj vgl. §§. 60 — 70.
2. Abhängig von transitiven Verben, und zwar
a) alleinstehend: 83.6 wenugehyran magon for^eccean;
113. 4; — 55. 10 Dauid se sealmsco]^ ongan smedgean & pencean;
177.4 pa heht he dm swa; 143.8, 149.36, 165. 22 u. s. f.
b) Der so abhängige Infinitiv führt noch ein Objekt seiner
Tätigkeit bei sich: 15. 28 we nu ,gehyrad ]?i$ haiige godspel be-
foran us rcedof^, 55. 25, 107. 26; 177. 14 mon geseah hinebUnde
onlyhtende; 15.21 (HcelendJ hine het to him gelcedon^ 41. 34,
175.1, 177.4 u. s. f.; 13.8 ])onne ne Itstep he tts no costian
ofor gemet, 23. 15, 33. 10, 51. 3 u. s. f.; 51. 16 hine ne lyst his
willan wyrcean; 29. 29 se awergda gast ongan Godes bee trahtian,
113.30, 151.4 U.S. f.; 229.9 hie him sealdon attor drincan^
&2
229. 14 ; 165. 31 (]^(Bt cild) hine monnum gect/^an & gesecgan
teolode.
c) Von dem transitiven Verb ist neben dem Inf. noch ein
Personen- oder Sachobjekt abhängig, welches zugleich Subjekt
der im Infinitiv liegenden Tätigkeit ist: 59. 19 hine God for-
Icetan nele epdice lifian; 109. 1 manig yfel we geaxiap her on
life gelomlidan & waestmian; 15. 14 se blinda gehyrde myccle
menigo him brforan feran; 19.18, 73.36. — 237.4 hie l^cer
gemetton seofon hyrdas stondan; — 37. 21 sona swa pw geseo^
nacodne wcecUan, 29. 22, 129. 21 u. s. f.; — 239. 16 ^one eadigan
Matheum he gedyde gangan to ^cem east-d^kle; — 95. 12
Jxmne hate^ Sanctm Michahel hlawan pa feower beman^ 173. 10,
181. 5 u. s. f. r— 23. 15 (]^ scecdt) Icetan pa deadan bergean
heora deade, 51.3, 69.11, u. s. f.; — 51.16 hine ne lyst his
willan wyrcean; 241. 14 gecyd him fcet hie ongietan min morgen
on T^e wesan.
§ 110. Der Infinitiv mit der Präposition to.
1. Unabhängig: 33. 4 pincp pis geleaffuUum mannum
smie andrymlicu wise to gehyrenne; 113.20 sceawa "pter nu dust
& dryge bän^ ^cer p€er fu cer gesawe cefter flcesdicre gecynde
fcegre leomu on to seonne; 73. 14 se ^Imihtiga God sec^ ^a
cltBnan heortan him on to eardienne; 163. 14 (seo heäll ]^(es
Hcdgan Gastes) weorpe fanden wces Haiiges Gastes snytro on to
gerestenne; 165. 4 n€bnig mennisc tunge genedh . . to secgenne
(^(BS acendan engles godcund mcegen); 167. 1 (^he) wcepn gegräp
mid to campienne; 205. 31 (uton wit pa halgan ^rynesse biddan)
^cet hie ^cet (^sc. tarn) mannum to fylgenne on cypde; 11.24
seo hcUige fcemne wces ymbseald mid ^on campweorode engla
]^reatas to healdenne.
2. Abhängig, und zwar
a) von wesan; der präpositionale Infinitiv wird so zum
Modus der Notwendigkeit oder Möglichkeit; der Gebrauch ist ein
ausserordentlich ausgedehnter: 11.11 heo is tis to herianne &
to eadgienne; 11. 12 swa is to lyfenne ^cet englas hie geome
beheoldan; 19. 31 eac is to gepencenne, hwtet Drihten sprac; 27.26
^(Bt US is to gepencennCj ^(et, ; 29. 1 mis mid mycdre gemynde
to ge^encenne; 33. 12 nis ^cet to wundrigenne; 33. 25 us is to
ge^encenne hu,; u. s. f.
b) Von Begrififsverben, und bezeichnet:
53
a) Das Objekt: 7.33 to hwon yldestu middangeard to
oräyhtenne? 29. 18 se deada man teolode to arisenne; 4L 35
(^a aswaeman pa ^ej forhycggap pa Godes dreamas to ge-
herenne; 53. 24 pa hdlgan pe naht ne sohton ne ne gyrndon to
hcebbenne^ huton. ; 59. 8 eal se lichoma geünlustäp pa geogod-
lustas to fremmenne; 91. 13 uton we gepencean htvylc handlean
we him forl^ to berenne habban; 131.31 (Haiig frofre Gast)
se eow ealle pa pmt/ Icerep to donne; 137. 14 us is alefed . .
heofenas riceto gesittenne; 169. 9 hwylc aeteowde eow to /könne?
181.26 se \>e englas gehet m^J) me to sendenne, he.,.
ß) Den Zweck: 11.3 he cymep to demenne cwicumSdea-
dum; 59. 11 se dead him tocymep Godes dom to alysenne; 93.3
blodig regn & fyren fundiap pds eorpan to forswylgenne & to
forbcemenne; 113. 18 forhwon come pw hider us to sceatmgenne?
137.24 eaile Drithnes apostolas beo]? sende pe to bebyrgenne;
165.2 to hwon eodan ge to westenne — witgan to secenne?
165. 14 he gcep . . Drithne to geearnienne medome folc; 229. 3
(hie) sendon hlot him betweonum, hmder hyra gehwylc faran
sceolde to Icerenne; 223. 17 l^onne ge faran godspel to Icerenne^
ponne . .
c) Von Adjektiven: 59. 9 pa geogodlustas pa pe him
swete wceron to araefnenne; 59. 13 se deada bid uneäpe
celcon men on neaweste to hcebbenne; 63. 16 gelice to sec-
genne; 81. 35 he is toweard to demenne & pos world to
geendenne; 111. 26 leofost to agenne; 125. 29 cu^ to lodenne;
195, 7 him waron cer his cehta leofran to hcebbenne ponne. ;
205. 27 is hit ealles seiest to secenne; 223. 21 mihtig he wces to
hceleune; 225. 26 nedpearflie to hcebbenne; 235. 36 mihtig
to donne.
d) Von Substantiven: 63.5 m is mycel peatf to mtenne;
97. 17 pearf to pencenne.
VI. Die ParticipieB.
§. 111. Das Particip des Präsens wird verwandt:
1. Als Prädikatsnomen bei den Verben beon, wesan und
weordan, vgl. §§. 81.169; bei Intransitiven, vgl. §. 169, bei
Transitiven, vgl. ibd.
2. Als Attribut zu einem Substantiv, vgl. §. 178.
54
3. Als Apposition, vgl. §. 174.
4. Das Particip des Präsens erscheint substantiviert und
bezeichnet dann nur Personen.
a) Es gehört hierher eine Reihe vollständig zu Substan-
tiven gewordener Participien : Alysmd Erlöser 65. 30, 87. 9 ;
costigend Verfährer 27.4, 27.22, 38.19; feond Feind 31.32,
51.14, u. s. f.; Frefrend Tröster 105.17, 131.23, 135.33;
freond Freund 63. 2, 99. 33, u. s. f.; Hcelend Heiland 7. 3, 11. 21
u. s. f., Nergend Retter, Heiland 105. 16; Sceppend Schöpfer
5. 35, Scyppend 9. 23, 13. 18 u. s. f.; Scyldend Beschützer 141. 14 ;
waldend Herrscher 33. 30, wealdend 239. 9, 243. 18.
b) Andere Fälle der Substantivierung: 5. 8 pa hingrigendan
he gefyllep mid godutn; 15. 18 |)a fore-ferendan; 61. 10 paem
rihtdondum; 61. 11 unrihtwyrcendum; 63. 12 ^^cem ünnht-
dondum; 63. 13 umriht-hcemendum ; 63. 24 hie eac opre syn-
giende rihtäp; 111. 9 |)a riht-gdefendan; 137. 14 welwyrcendum;
185. 34 ic beo lifes gast on eaUum rihtgelyfendum on me <& on
Hcelendne Crist; 213. 17 he wolde ^oem toinnendum futtmiandk
hingrigendum mete syllan,
§.112. Das Particip des Perfekts.
1. Dasselbe schliesst sich als prädikative Bestimmung ~
a) an die Yerba beon^ wesan und weordan zur Bildung des
Passivs, §§. 82 — 88; — b) an dieselben Verben zur Bildung des
Perfekts und Plusquamperfekts intransitiver Verben, an habban
zur Bildung derselben Zeiten von transitiven Verben, vgl. §§. 91, 92 ;
— c) an andere Intransitive, vgl. §. 169; — d) an andere Transi-
tive vgl. ibd.
2. Es tritt als Attribut an ein Substantiv, vgl. §. 179.
3. Es erscheint als Apposition, vgl. §. 174.
4. Es tritt seltener substantiviert auf und bezeichnet eine
Person: 85. 26 ecdle bis gecorene he hafap to l^cere cerran
blisse gecyrrede (Ms. gecorene); 85. 8 eMe his pa gecorenan;
87.25 eälle ^ne gecorenan; 103.11 Oodes gecorenan; 123.35
pa gecorenan; 155. 18 mid eallum his gecorenum.
TU. Das Yerbalsnbstantiy.
§. 113. Verbalsubstantive sind von Verben mit der En-
dung 'ung^ -ing. abgeleitete Substantive weiblichen Geschlechtes ;
55 ; .
sie sind der abstrakte Ausdruck der Tätigkeit, welche durch das
betr. Verb bezeichnet wird. — In den Bl. H. erscheinen nur
2 solcher Substantiva atif -ing (wening und ylding) wogegen
44 auf 'ung vorkommen (von welchen 3 ausserdem noch in
Kompositis: ÖMstsceawung ^ ünrihtgitsung und ^rowungtid^ eins
nur in Kompositis: teo^tmg = -ceap u. -sceat).
Zu konkreter Bedeutung übergegangen sind eardung und
wunung: 13. 23 ne Wj) l^cer Oristes eardung ne his tvunung
on pcere heortan; 209. 33 under pcem stäne waes niccra ear-
dung & tvearga; — ist ebenfalls konkret aufzufassen?: 99.27
hwcer com seo gesomnung (Sammlung) J)ara deorwyr]^a gimma?
Mit der gleichbedeutenden Bildungssilbe -ing gebildet kommt
in den Bl. H. ausser den beiden oben erwähnten Abstrakten
wening und ylding das Appellativ cyning^ cining vor (in Zu-
sammensetzungen eorj)-, Heofon-, wuldorcyning). wozu auch ein
(im Genetiv cyningan 13. 1 belegtes) schwaches Femininum ge-
bildet ist.
Kapitel V[. Die inflexibeln Wortarten.
I. Das Adverb.
A. Bejahung und Verneinung.
§. 114. Die Bl. H. enthalten kein Beispiel der direkten
Bejahung einer Frage durch „Ja". Als Ausdrücke der Be-
teuerung kommen vor: soplice wahrlich 31.1 cet.; cuplice
sicherlich 61. 30, 65. 14; besonders witodlice in der Tat, für-
wahr 65. 9 cet, mid soäe 17. 4 — Die Beteuerung beim Schwur
durch fm- und ^rh vgl. §§. 122, 143.
b) Die Verneinung geschieht durch ne: 5.31 ^one ne
magon hefon heofon & eor^e; 7. 18 ne ondrced pw pe. — Sehr
häufig ist Verbindung von ne mit Verbalformen, vor welchen
es unter allen Umständen steht: nis =^ ne is 25. 30 cet; n€es=^
ne wces 19. 32 cet ; ncere 2 Sgl. 249. 6 ; PI. nceron 17. 6 cet. —
u. s. f. — nafaA= ne hafad 13. 23 cet; Yhnabbäp 55. 29 cet;
Prät. ntefde 147. 15 cet — u. s. f. — nahte =ne ahte 223.11;
56
nelle = ne mlle 97.32 cet.; PI. ndlap 25.5 cet,] Prät. nolde
23. 24 cet. — u. s. f. — nyste = ne tviste 19. 33 cet.^ PI.
92y5^an 99. 30 cet., nestan 17. 12 — u. s. f. — Verschmelzung
mit Pronominibus: ntienig = ne (Buig 13. 28 cet; nowiht i= «ß
awiÄ^ 119.16; mit Adverbien: ncefre = ne (efre 9.17 cet.;
ncdles, nalas = ne ealles 19. 25 cet.
Als alleinstehende Negation kommt noch nces vor, z. B.
5. 5 heo waes 'fut cweden, nces ^eemetugu; 181. 24 ww /c cy]^e . .
nce^ miä wordum anum.
Häufiger als die einfache wird doppelte Negation ange-
wandt, und zwar durch Verbindung von: we, n€es, na, no^ naht,
noht. T- 3. 5 ne herede heo hine nö mid wordum anum; 17. 35
no ne geblinnep; 19. 32 nces ^cet na ^cet he nyste hwcet. ; 33.29
nolde he Mm na andswerian; 35. 2 na him englas ne l^egnedon;
35. 24 ne bid para fcestendaga na md Bonner, 53. 18 (m^n) ^e
naht swi^e God ne lufial^; 61.11 hie na ne besceowia^^; 163.8
heo p€es beames noht lata ne wces; u. s. f.
Aufhebung eines oder zweier Satzglieder: 95. 19 nces na
mid golde ne mid godwebbum ac mid godum dmdum; nawl^er . . .
ne 45. 14 u. s. f. ; nces nd . . ac eac 13. 7 u. s. f. ; ntBs na . . .
ac 185,32.
In negativen Pinalsätzen wird gewöhnlich pe Ites (27. 12,
57. 23 u. s. f.) angewandt, woneben Jy Irns 213. 23, 243. 19,
247. 2 und pe Ices |)e 177. 31 ; ausserdem kommt vor ^cet ne
37. 8, 143. 3, 243. 2.
Verbindung von bejahenden und verneinenden Sätzen wird
vermittelt durch ne 25.9, 103.6; von negativen Sätzen durch
ne 13. 22, 33. 36, 55. 28 u. s. f.; na (. • we^) 35. 2, nces no 61. 8.
B. Die Stellung der Adverbien.
§.115. Wie die folgenden Beispiele lehren ist die Stellung
der Adverbien eine ausserordentlich freie. Regeln irgend welcher
Art lassen sich nicht aufstellen.
1. Das Adverb steht an der Spitze des Satzes, wodurch
zuweilen Inversion des Subjektes verursacht wird: 11.8 feower-
fealdlice mid geleaffullum he gefylde ^^ysne middangeard; 13. 16
wel pcet geräs fcet; 13. 19 wel ^cet eac gedafenäp ^cet; 55.24
hrcedliee hie forgyta^; 57.2 ra^e hie hit anforleetäp; 61.23
67
cuplice se yfela dema onfehp; 69. 7 eape heo mehte heon; u. s. f.
— 149.32 pa räpe eode Satanas; — Kegelmässig haben
diese Stellung relative und interrogative Adverbien: 3.14
hw(et hyrde heo pcer he cwcepP 13. 29 ; — 51. 5 \>a he wölde
pcem heän cininge neu syllan; 51.28 — u. s. f.
2; Gewöhnlich steht es zwischen Subjekt und Prädikat:
3. 12 heo ä clcene purhtounode ; 9. 29 he pa f<ßce fordeode;
u. s. f.
3. Zwischen Subjekt und Objekt: 49.32 gif we ponne
ItiSÜiee & rumlice pa welan dcelap; 51. 10, u. s. f.
4. Zwischen Prädikat und Objekt, welches auch von
beiden vorausgehen mag: SS. 28 Drihten deofles costunga gepyh
delice abcer; 39.10 don we geomlice Drihtne paneas; 63.19
hie gescyldap pa unscyldigafiy & pa seyldigan pearlwislice de-
map; \^\.8 pawendon hie sona parode; 191. S2 genaman deo-
golliee his lic; u. s. f.
5. Nach dem Prädikatsverb: 9. 18 he hid da ece; 19. 17
Hcelend ferde pcer ford; 37. 2 gepencean we geomlice pmt. ;
u. s. f.
6. Ganz am Ende des Satzes: 87.1 tohwon Iteddest pu
peosne freone & unscyldigne hider? 121.5 hie pcet seoppan
gedydon unagceledlice; u. a. m.
7. a) Zwischen Hilfsverb und Particip : 15. 12 hie wceron
pagyt miä woruldgepohtum hewrigene; 61.27, 147.20, 147.25,
u. s. f. -- b) zwischen Hilfsverb und Infinitiv: 15.29 we hit
sceolan oft ofercwepan; 19. 15, u. s. f. — c) zwischen Verb und
Prädikatsnomen: Ibl. 9 hie wceron soplice ymen singende; 183.9
nu Up ful rape cup.; 189.19 he is sodlice dead.; u. s. f.
8. Wird ein einzelner Begriff durch ein Adverb bestimmt,
so steht dieses vor jenem: 13.3 pawces heo on edllumpingum
pe eapmoddre; 43. 16 hie beöp topon mislice pcet; 79. 27 wms
pcet wite swa sträng^ swa.; 109.3 colap to swi^e seo lufu;
117.25 we leorniap paet seo tid sie topms degol pcet.; 149.20
hwcet is pis pe her pas hlude singep? 175. 27 {n* wast genog
geare pmt.; 183.9 nu bid ful rape cup.; u. s. f. -- Dadurch
ist zu erklären, dass ne stets vor dem Verb steht, vgl. §. 114.
4*
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58
n. Die Pr&positlonen.
A. Einleitung der Präpositionen.
§. 116. 1. Die Präpositionen zerfallen in eigentliche, d. b.
reine Partikeln, und in uneigentliche, das sind aus Nominibus
abgeleitete.
Die uneigentlichen Präpositionen zerfallen wieder in: 1) sub-
stantivische, zusammengesetzt aus einem Subst. und einer eigent-
lichen Präp., 2) adjektivische.
2. Je nach dem Kasus, welchen sie regieren, gibt es
I. Präpositionen mit einem Kasus, und zwar:
1. Mit dem Genetiv; for wawan(?), tomiddes»
2. Mit dem Dativ: (eßer^ an (= (st, verschrieben?), be,
6i, bigy fore, fram ffrornj, behindan, innon (?), of^ bufan, buton
(butan); — to eacan, be eastan{'^)y togeanes; — cer, nehy on
middumy betweonum^ betux, betwih,
3. Mit dem Akkusativ: geond^ inne, o{).
IL Präpositionen mit zwei Kasus, und zwar
1. Mit dem Dativ und dem Akkusativ: cet^ for, beforan,
m, ofeTy on, under, ymbe, embe (als Präp. m. d. Akk., als Postp.
m. d. Dat.), purh,
2. Mit dem Genetiv und dem Dativ : to, for lufan,
3. Mit dem Akkusativ und dem Instrumentalis:' in^o.
III. Präpositionen mit drei Kasus, und zwar:
1. Mit dem Dativ, dem Instrumentalis und dem Akku-
sativ: mid.
2. Mit dem Genetiv, dem Dativ und dem Akkusativ: wid.
B. Gebrauch der Präpositionen.
AA. Die eigentlichen Präpositionen.
§. 117. öfter mit dem Dativ.
1. Zur Bezeichnung lokaler Verhältnisse bedeutet es —
a) auf: 199. 14 hwearf öfter wegum; 209. 7 hie öfter hloddrum
up to do^n glosenum fote (isHgon; — b) hinter: 121.21 pa
hie in l>one heofon locodan öfter Mm (hinter ihm her).
2. Zur Bezeichnung temporaler Verhältnisse die Folge:
9. 29 öfter nigan monda foce; 15. 9 öfter ^ore smnglan hie
hine ofslead; 23.30 u. s. f.
59
3. Es bezeichnet das Ziel einer Tätigkeit : 7. 15 Mciria
öfter p(es engles hletsunga lange smeade; 131. 24 langunga
cefter pcem freondum.
4. Es bezeichnet den Grund: 153. 35 he pa wundrode cefter
paere gesihpe.
5. Es drückt Uebereinstimmung und Folge aus: 5.34
lufian we urne Sceppend & hine herian cefter urum gemete;
9. 20 geweorpe me cefter pinum war dum; 207. 18 cefter gewunan
mennisces weorces; u. a. m. 113. 21, 237. 9.
§. 118. cet, mit dem Dativ und dem Akkusativ.
I. Mit dem Dativ bezeichnet cet:
1. Die örtliche Nähe : 29. 30 pis nces gecweden pcet his
fot cet stane op-spume; 41. 27 seo cyrice sceäl fedan pape cet
hire eardiap; 41.34, 73.4 u. s. f. 145.26 cet hire (Marian)
hcefdan scet se eadiga Petrus,
2. Den Zeitpunkt: 25. 13 cet his ende; 29.27 cet his ful-
wihte; 51. 8 cet pcem ytmestan dcege; u. s. f. 199. 14 cet nehstan
zuletzt; 155. 19 cet pcere priddan tide p^es dceges,
3. cet steht bei einer Keihe von Verben: 13.18 leomiap
cet me lernt von mir; prowian cet 23.30, 33.22, 93.34, ge-
prowian cet 23.33; mfon ot 41.14, 193.23, 223.23; abiddan
65. 7, 187. 18; biddan cet 65. 12; adreagan cet 83.31, 97. 14;
begeotan cet 85. 30; gehyran cet (his sylfes mupe = aus^ 119.32;
geseon (bysena) cet (dcedum) 119. 33.
IL Mit dem Akkusativ ist es:
1. Oertlich = bis zu: 43. 29 hine besencton on pafyrenan
ea cet his cneowa; 133.35 gcep cet pa ytmestan gemcero,
2. Zeitlich — a) von der Stunde: 93.6 cet pa endlyftan
tid paes dceges; 155. 19 cet pcere priddan tide pms dceges; —
b) von der Erstreckung in der Zeit= bis auf 125. 17 cet pysne
andweardan dceg,
III. cet ist Postposition : 103. 23 us cet fceste ; nach der
Relativpartikel pe: 199. 26.
§. 119. be, bi mit dem Dativ bezeichnet:
1. Ein lokalesVerhältnis = nahe bei, besonders bei sittan;—
15. 14 pa scet pcer sum blind pearfa be pcem wege; 17.31,
17.34, 23.8 u. s. f.; 193.18 be pcem wege Ostensi; — 73.30
Maria seo pe scet be Hcelendes fotum; 213. 34 pa ferdan hie
ealle ford be him (vorbei); 219. 19 da genam Sanctus Martinus
60
hine he his handa; — 191. 32 gedydon (his lic) on pruJi bi
Natvmachian; 221. 7 pa stod p(er stmi nytwyräe hus bi pam
gilde,
2. Das Mittel: 101.5 se pe gestjelig biä mceg hine sylfne
be ptBre bysene Iceran; 161. 5 be pissum (sc, weorcum) we
witan magon; 203. 3 hie wiston be ptjes engles scegenum ge . , ge;
209.35 manige swearte saula be heora handum gebundene.
3. Es steht bei den Verben sprechen, wissen, denken: 9.30
swa se witga be pon cypde; 145.32, 187.4; 13.17 se be him
sylfum cwcep; 29.30, 31.27 cet,; gecwepan 161.21; 15.1
Lucas scegde be pisse ondweardan tide, 65. 27, 103. 18 u. s. f. ;
15. 7 ealle pa hdlgan gewreotu pe be mannes suna awritene
wceron^ (writan be 161.27, 163.28 cet); 41. 19 gif ge tweogap
be poem celmessum; 143.12; 161. 1 her m manap & mynegap
be pisse halgan tide weorpunga; 203. 3 hie toiston ge be heora
sige, ge eac be para hcepenra manna fleame.
4. Es drückt die Uebereinstimmung, Gemässheit aus:
45.27 ponne sceal ceghwylc man betan his wöh-dceda be his
gyltes andefne; 61.13 lifian be (his larum), 75.15, 203.23
leben nach; 101.30 (anra manna gehwylc sceal ponne) edlean
onfön be his sylfes gewyrhtum; 157. 7 wese hit nu be eowrum
domum.
5. be = betreffend: 137. 18 her segp on pissum bocum
be pcere halgan fcemnan Sancta Marian^ hu be hire on pds
tid geworden wces ; 153. 26 wa us la, forpon be us is nu ge-
worden swa swa on Sodoma byrig wces; 177.1 gif I)w witan
Wille hwcet be Criste gedon wces on Judea lande, hat.
§. 120. big mit dem Dativ bezeichnet ein örtliches Ver-
hältniss: 67.26 hire sweostor gesaet big Hcelendes fotum, —
Gewöhnlich ist big Postposition: 121.23 pa stodan him twegen
weras big; — so besonders nach dem indeklinabeln Kelativ pe:
51. 18 Godes is pcet yrfe, pe we big leofiap ; 57. 9, 109. 6 cet.
§. 121. buton, butan mit dem Dativ = ohne, ausser:
3.11 buton gebrosnunga; 13.29 Imton ende; 33.15, 16 Imton
synnum, u. s. f. — abuton 39. 7, 61. 34 cet ist stets zu lesen :
a Imton (ende) = ewig ohne (Ende).
§. 122. for mit dem Dativ und dem Akkusativ.
L Mit dem Dativ bezeichnet for.
61
1. ein räumliches „vor": 125. 18 for fnanna eagum; 217.3
for Gode; 219. 27 for worlde; ii. a. m.
2. Ein zeitliches „vor": 131,7 for tennihtum; 191. 13 »w
for featvum dagum.
3. Den Beweggrund (wegen): 11.18 anra gehwylc htefde
sweord ofer his hype for nihtUcum ege; 11.33 he hine sylfne
töpon geeapmedde for his pcere mycclan müdheortnesse; 23. 24,
29. 18, 31. 13, 57. 16 u. s. f. — gefeon for 141. 4, forhtian
for 227. 1.
4. „Für" = zum Nutzen: 23.26 hie nerfdon for Mm
lamb to syllenne; 25. 1 hwat wille we nu on domes dceg forp-
beran pces we for urum Drihtne arefnedon? u. s. f.
5. for steht (neben ^urh) beim Schwüre : 89. 17 ic ^e
halsige nu, Drihten, for pinre peowene, Sancta Marian. . .
II. Mit dem Akkusativ drückt for aus
1. eine Vertretung: 77.13 he wolde protoian for pis men-
nisce cynn (anstatt); 195.5 g^ he der nele pone selestan ddkl
for hine sylfne (anstatt seiner selbst) Gode gedtelan,
2. habban for = halten für : 179. 12 to hwon pu sceole
for owiht pysne man habban ungelceredne fiscere pone leasostan.
§. 123. fore ist Postposition, steht mit dem Dativ und
bezeichnet „für" = zum Nutzen: 41.30 hire (pcere saule) man
pa celmessan fore dcelep; 119. 16 (hie) him nömht fore ne
ondredon.
§. 124. beforan mit dem Dativ und dem Akkusativ.
I. Mit dem Dativ steht es
1. örtlich = vor : 7. 18 Maria^ pu pe gemetest gife beforan
Gode; 17. 22 beforan manna eagum, 53. 7, 63. 30 u. s. f. _
2. Vom Range: 167.31 Sanctus Johannes gcep beforan
eallum oprum witgan {& eälra öperra heahftedera mcegen he
oferstigep on pcem apostolican gewealde),
3. Der Gegenstand als einwirkend gedacht: 245. 19 on-
drdd pe Drihten and his rode tdnc beforan pcem forhtigaä
heofon and eorpe.
II. Mit dem Akkusativ steht beforan in lokaler Bedeu-
tung : 175. 2 pa heht he Simon pone dr^ infeccan beforan hine ;
175. 16 (Neron) heht opre dcege hie ealle pry in beforan hine.
III. Als Postposition steht beforan mit dem Dativ und
bezeichnet ein örtliches Verhältnis: 15. 14 sum blind pearfa
62
gehyrde mycde menigo him beforan feran; 83. 9, 99. 35, 105. 24
u. s. f.
§. 125. bufan „über^^ mit dem Dativ steht vom Orte:
127.28 hangap paer bufan pcem lastum geregnod swipe mycd
leoMfcet.
§. 126. fr am. from mit dem Dativ.
I. Es bezeichnet als Präposition:
1. den Ausgangspunkt der Tätigkeit : 5. 16 se geleafa
sceal beon fr am eorpan up to heofönum areaht; 11.29, 21.10,
u. s. f.
2. Ein Entferntsein: 69.25 is peak heara heorte fear
fram me; 43. 26, 169. 5 u. s. f.
3. Die tätige Person beim Passivum: 27.2 (her sagap
Matheus) paet he wcere costod fram deofle; 27. 30, 29. 14,
31. 20, 31. 24 cet.
4. Bei einer Anzahl von Verben die Trennung : ablinnan
from 25. 5; afyrranfrom 67. 35; ahweorfar^ fram 45. 26, (üys(m
fram 11. 23; aweccan fram (deape) 157. 5; cl(Bnsian from 37.13,
geclcensian from 65.31, 73.32; gehealdan from (bewahren)
147.26, generian from 25. 23; gewitan from 121. 17.
5. Die Auswahl = „unter" : 161.25 his wifes nama w<bs
Elijsab(^ seo wces from Ärones dohtrum pces heahfeeder.
6. Bei einigen Verben = „betreffs": 153.7 pa wceron
pa apostolas stoipe wundrigende fram him; 169. 23 hwtBt sceal
ic dönne mä secgean fram Sande Johanne.
II. Als Postposition bezeichnet /5roi» die Trennung: 195.24
ure yldran sundtan <& swipe oft us from wendan»
§. 127. geond mit dem Akkusativ bezeichnet die örtliche
Verbreitung (über — hin) : 69. 19 pis godspell sceal beon scegd
& bhdad geond ealne middangeard; 107.26, 119.27, 121.3,
u. s. f.
§. 128. behindan mit dem Dativ : 65. 1 (paet is ponne
pcet (ßrest, pcet mon to oprum Imppe haebbe) & tcele behifidan
him sylfum.
§. 129. in mit dem Dat. und dem Akk. bezeichnet:
I. mit dem Dativ.
1. den Ort, die Lage: 21. 14 ptst leoht me motanhabban
mid englum gemaene in paem gastlicum prymmum; 207.22;
211. 15 wes he in Italia afeded in Ticinan pcere byrig; 219. 2.
63
2. Den Zustand: 83.2 ponne motan we in ptere engeU
lican blisse gefeon mid urum Drihtne,
IL Mit dem Akkusativ bedeutet es ein örtliches „wohin":
121.21 pa hie in pane heofon locodan cefter him; 125.16^
191.33,219.14.
§. 131. innon = ^innerhalb", der Kasus ist nicht zu
entscheiden: 79. 24 ealles pces folces (wces) \>e se casere Titm
ifwton Jerusalem beferde,
§. 132. inne = „innen" ist Postposition und steht nur
nach Belativen: 147. 1 (Htslend Crist) waes ingangende on
\KBre halgan Marian hus on paet pe heo hie inne reste; pcer
. . inne darin 205. 5, 207. 4, worin 217. 25, 219. 14.
§. 133. into bedeutet:
I. mit dem Akkusativ „hinein" : 79. 23 wid feo sealdon
(Judeas) into leodscipas.
II. Mit dem Instrumentalis, „in, während": 205.4 {se
eadiga Michael) him sylfa paet tänc pees siges gesette, <St gecypde
into py stvidan slcBpe.
Anm. Wo sonst into steht (nur bei gangan% muss das-
selbe regelmässig aufgelöst werden, z. B. 165. 28 pa heo into
pcere hire moddrian eode.
§• 134. mid,
T. Mit dem Dativ bezeichnet mid:
1. das Mittel: b.6 he W(BS mid gife gefylled; 7.28 sy pin
pcBt f<Bpmlice hrif mid eallum fcegemessum gefraettcod; 7.31,
11.1 u. s. f.; 69. 2, 73. 18 Maria Hcelendes fet mid hire loccum
drygde; 173.22 (hie) cypdon pcet mid leasre gecypnesse mid
pon dry (mit Hilfe); -— 153.30 ist zu mid das fehlende Bezie-
hungswort {ßr) zu ergänzen.
Anmerkung: 163.33 midOod selfa zeigt den Nominativ;
die Stelle ist verdorben.
2. Den Beweggrund: 19.8 hie 6cö|) on heora mode mid
mislicum gepohtum onstyrede; 199. 16 pa waes he mid yrre
stoiälice onstyred.
3. Die Art und Weise : 5. 36 {seo haiige fcemne) seo hine
lufode mid inneweardre heortan; 13.5 ne herede heo hine no
mid wordum anum, ac mid ealre heortan; u. s. f.
4. Die Begleitung, Gesellschaft: 5. 3, 5. 11, 5. 29 Drihten
is mid pe; 13. 29 hie ä motan mid him gefeon; u. s. f. — die
64
Gleichzeitigkeit wird betont: 247. 15 he {seo earpe) forswealh
pfet waeter mid ptem tnannum; — niid = bei = unter: 221. 6*
he ongan hduman sum deofolgild, pe mid ptem h<ßänum man-
num swide weord & nuh'e tv€es. — Hierhin ist wohl auch zu
rechnen: 15.31 pa sär & da bystnra pe he mid Judeum adre-
ogan wolde\ 175. 11 ie adreah mycel broe öp pis mid Fetre
(bei, unter — durch).
5. Die Gemässheit: 35.27 ive ecine }^sne gear lifdon
mid ures lichoman tciUan.
6. mid = durch, in: 155.13 onfon mid wolcnum; vgl.
155.15 orrfon on wolcnum.
II. Mit dem Instrumentalis druckt mid aus:
1. das Mittel: 83. 28 uton g^encean . . mid hwy he tAS freo
gedyde; 215. 16 \>a geseah he Grist sylfne mid py ilcan hrmgle
gegyredne; 215.22 mid pys hrcegle pu me gegyredesL
2. Die Art und Weise: 139. 1 (pa wces heo) mid mycle
gefean gewüldrad; 243.25 he cigde mid myde wöpe to Drihten.
3. Die Begleitung, begleitende Umstände: 157.2 pu eart
ahafen mid pinum py HoHgan Gaste; — 121.6 he mid py
tacne (zugleich mit diesem Zeichen) swa on paem wohne from
heora gesihpe gewdt.
III. Mit dem Akkusativ bezeichnet es die Begleitung, Gesell-
schaft: 145.34, 155.10 pa com pcer sefnninga ure Drihten
Hcelend Grist mid myccle mengeo engla.
IV. Als Poslposition hat mid den Dativ bei sich: 99.35
ealle pa mycdan preatas pe him mid ferdon & embprungon;
111.36, 139.6.
§. 135. of regiert den Dativ.
I. Es bezeichnet:
1. den Ausgangspunkt einer Bewegung: 5. 13 Grist ofheofona
heanessum <& of pcem engelicum prymmum on pine innop asti-
gep; 5. 15, 9. 31 flf., 17.15, u. s. f.; 19.23 faran of stowe to
opre; — temporal: 11.12 of pcem dtBge von dem Tage an;
189. 11 of pisse tide; — lokal: 123.21 hiewceron ofGalileam
ptem lande; — übertragen: 37.25 onfehp eallum ptBm godum
pe (ßnig man gedep his ptem nehstan of ärfcestre heortan
& müdre.
2. Die Trennung: 15.10 py priddan dcege he of deape
arisep ; 15. 4 Hcelend genam his twelf pegnas sundor of paem
66
weorode; u. s. f. — So bei einigen Verben: dlesan o/*63. 3;
(üocen of 55. 7 ; asceofan of 17. 15; fleonof 233. 9; gefreolsian
0/29.30, 243.8; generian o/* 99.3, of geuritan 5.29, 59.24;
nitnan of 71. 8; w^gfangfaw o/* 9. 31.
3. Das Mittel: 11.9 toeorpian we pa cla^^as his hadeSy
of p(em (durch welche) W€es ure gecynd geedneotced; 27. 7 ne
bid an Mafe anum mannes lif^ ac of eallum pcem worde ^ ga]?
of Godes mupe; 55. 28 (p€et hcdige 8ddl) ptßt htm ar of pees
lareowes mupe wcbs bodad S stegd; 71. 17 {he sceal beon) ge-
weorped of cilda müpe meolcsucendra ; 71. 33 (he wtBs) of cUda
mu]^e gecnawen dk weorpad.
4. Den reinen Genetiv: 19.24 p(ere godcundnesse naenig
onwendnesse on carceme totes of ptere menniscan gecynde, na
las of ptßre godcundan; 55. 14 (he affylep) pa intvitfullan word
of his tungan; 147. 18 htoylc is of üSy pcet haibbe . ; 241. 8 for-
pon pe pu eart bUnd pu ne gesthst tenigne of Oodes pam hol-
gum; 247.30 cenne of heora aldormannum.
II. Auch als Postposition regiert of den Dativ: 21.28
syppan seo ungesynelice sawl him of bip; 59. 24 rape hie him
of gewitan sceölan; — 21. 29 (*« wyrp) to paere ilcan eorpan
pe he dbr of gesceapen wdbs.
§. 136. ofer regiert den Dat. und den Akk.
I. Mit dem Dativ bezeichnet ofer: — a) das räumlich
höhere: 11. 18 anra gehwylc hcefde sweord ofer his hype; —
b) die Erstreckung im Räume: 39. 20 he wolde (Bgpter ge ofer
heofonum, ge ofer eorpan^ tis his miltse gecypan,
IT. Mit dem Akkusativ bezeichnet ofer:
1. den Rang, die Würde, den Grad: 9.15 se htefdemcegen
ofer ecdle gesceafta; 13. 15 heo waes seo eadgoste ofer eall wifa
cynn; 35.1, 115.30 f. u. s. f. — o/er = über — hinaus: 11.32
lufian we ume DriMen ofer ealle öpru ping; 13. 8 nc latep
he tis no costian ofer gemet; 91. 16, 101. 1 u. s. f.
2. Lokale Verhältnisse; — a) über, auf: 27.9 he hine
asette ofer p€es temples scylf, 31.8; 71.5 bip sittende ofer
eoselan folan ; 79. 1, 115. 8 . .; 249. 1 pa ascdn leoht ofer hieora
heafod. — b) die Erstreckung: 71. 16 he sceal beon gehered
ofor ealle peoda ; 93. 18 beop peostra gewordene ofor ealle world.
3. ofer temporal = später: 93. 14 py f eorpan d<ege ofor
undem beop myccle puneras on heofonum.
5
66
4. (Oder zu I?) ofer in übertragenem Sinne: 89.27 |)iw
mildheortnes is mycel, ofor me; 119.11 ge onföp ptem miBgene
Halges Gxistes se cifm\> ofor eow ; 249. 6 p« n(Bre miltsiend ofer
heora cild.
III. ofer als Postposition: 54.9 ^one hired pe hie ofor
6cö|), & pa Itewedan men pe hie aldormen ofer beon sceolan.
§. 137. on regiert den Dat. und den Akk.
I. Mit dem Dativ bezeichnet on:
1. — a) den Ort, an welchem eine Tätigkeit stattfindet:
5. 11 Drihten is mid pe, on pinre heortan^ & on ^num in-
no^e^ & eac on ]^inum fultome; 7. 13 on pyssum middangearde;
9. 10, 9. 34 u. s. f. — 143. 25 pa waes Maria wynsumigende
on hire gaste; 191. 1 (Petrm) wtes heheafdod on Ostensi ^aem
wege; 197. 18 on neaweste in der Nähe; — das Befinden unter
einer Menge: 177.13 oeghwylc heahgerefa wces gewita on Ju-
deum ^cet Ebrea Ood come hider. — b) örtliches wohin : 9. 4
God pe hafa]? to gisle her on middangearde geseted; 207. 34
fues fuenig man pe dorste ,on ^aere ciricean cuman; 229. 8.
2. Einen Zustand (oder Akkusativ ?) : 5. 9 pa wdegan he
forlcetep on idelnesse; 193. 1 he becom on hatunga & on feo-
unga Eomana folces ; 217. 15 pa wear^ he untrum on feforddle;
217.16 Sancttis Martinus W(Bs on sumre fore; 201,19 Neapo-
lite ^e giet on hcednum ^^eawum dwelgende wceron.
3. Den Zeitpunkt: 21. 35 on ^ceni nehstan dcege; 57. 16
on pc^m ytmestan dcege; 71. 30 on l>(sm Sceteres duBge; 123. 15
on ^ssum dcege; 161. 24 on Herodes dagum; 203. 1 on mof'-
genne-, 203. 5 on pcere frympe pces gefeohtes,
4. on übertragen = in (kaum = wegen): 211.13 wcßs
^mt Gode swipe gecoren man on his dddum; — ow = durch :
153. 4 pa bletsode he Marian lichoman on Moyses boea gewit-
nesse, & purh smde manigfeälde gewreotu.
5. Einige Verben haben on mit dem Dativ bei sich: gerea-
fan on jemandem (etw.) stehlen 117.27; getynan und gelceran
on belehren über 217.5; gewrecan on rächen an 185.25; ofer-
stigan on übertreffen . in 167. 22 ; wynsumian on sich freuen
über 7.3, 159.2.
II. Mit dem Akkusativ bezeichnet es:
1. — a) den Ort, wohin eine Bewegung gerichtet ist:
5.14 Grist on pinne innop ästige]^; 5.18; — 5.28 ceghwylc
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man sceolde mid sare on ^as tvorld cuman; 7. 11, 7. 23, 9. 32
u. 8. f.; 133. 25 (pa) pa ]?e on heora heortan & ofi wülan on
God gecyrred wceron. — 181. 21 rcesdon on ^onne apostol]
229. 14 hine sendon on carcem. — b) ein örtliches „wo": 5.23
heo onfeng on hire medmycclan bosm God Feeder Sunu; 163.21
he W(BS heme^ Cristes fricca, on ^ysne middangeard; 191.21
mine fet gongad on heofenlicne weg,
2. Den Zeitpunkt: 47. 16 on terne morgen, on underntid;
47. 17 on midne dtßg^ on nontid; 47. 18 on cefen, on niht;
47. 18 on uJUan; 91.29 on midne dtsg; 133. 8 on ]^ysne and-
weardan d<ßg; 137.10.
3. Die Art und Weise: 189.35 on ha betstan ibisan hu
demest
4. Den Zweck der Tätigkeit: 203. 25 pcem Gristenum
leodum com Godes engel on fuUum & on frofre,
5. Bei Verben: gefeon on sicli freuen über 5. 7, 11. 4ce^.;
widdrian on (6ro<?) jem. verherrlichen 157.18; gelyfan on glau-
ben an 23.8 cet.^ (geleaffulnes on 111.6)); langian on sich
sehnen nach 113. 15.
III. Als Postposition steht on nach dem Relativ pe: 15. 3
Drihten wolde cuman to pcere stowe pe he on ]^rowian wolde;
21. 16, 53.30 cet,; — 127 A hire Ja halgan fet uresDrihtnes on
stodan.
An merkung: upon lies stets up — on, z. B. 27. 16 he hine
la^dde upon stoi^e heä dune,
§. 138. op mit dem Akkusativ bezeichnet
1. den Ort: 93.23 se heofon töbyrst from peem eastddele
6^ ^one westdcBl; 127. 6 up op mannes breost heah; 221. 33 hie
gefyldan eod o^ grund (bis zum Boden) ; 245. 33 ^cet wceter
weox 0^ mannes swuran,
2. Den Zeitpunkt: 21.36 o{) ende his lifes; 59.30 op
pone deäp; 127.26 pa stoplas ona^ycte syndon ol^^ysne and-
weardan dceg; 145.16, 157.30, 171.10 u. s. f.
§. 139. to.
I. Mit dem Genetiv steht es in dem adverbialen Aus-
drucke: to^ces = so sehr (daneben to^ony todam): 5.27 pcet
wite wces to ]^€es streng ^cet , ; 111.23, 117. 25 f. — ebenfalls
in der Präposition to middes 207. 15.
II. Mit dem Dativ bezeichnet es
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1. das Ziel : 5. 2 W€e8 se enget sprecende to ures Drikt"
nes meder; 5. 10 he cw€ep se engd to hire; 5. 15, 5. 17, 5. 20,
7. 22 u. 8. f. ; 17. 23 he biet gdic ^am godum men pe ahopaä
to p€em ecean leohte; 19.23 faran of siawe to opre; 55.8 he
ne tvüe hine him to Gode gdpfan (vgl. 205.8 gdeafa to);
87. 11 toe io ^inum hidercyme hopodan (k hyhtan; 165. 2 to
hwon eodan ge to westenne? nedUßcan to 155. 14.
2. Bei dem Verb secean auf die Frage wo? den Ort:
201. 1 wisliee gedyde ptsdte mannum hedigled was on eordan
^tet ge ^at on heofenas to Gode sohtan; — so auch 113. 19 hie
onfengon ^tem Halgan Gaste to heora heortan (wo?); 203.32
to ^(Bre halgan ciricean (in der Kirche).
3. Den ZeitpiiDJLt : 183. 12 to morgenne we beop gesemde;
.205. 26 T^onne is hit eaUes sdest to dcem dtege (an) to seeenne
hwtet. . ; 207. 4 din is ponne p(st pu paer to morgne nuessan
inne gesinge.
4. Den Zweck, die Bestimmung: 7. 15 p<es is to tacne
ptßt . ; 9. 4 God 1)6 hafäp to gisle her on middangearde geseted;
9. 9 se heofonUca Cyning gearwap ^nne innöp his Suna to
br^dbure; u. s. f.
5. Die Art und Weise: 5.6 gehyron we nu to hwylcwm
gemete seo ärwyrpe ftemne sßng.
6. Die Gemässheit: 199.30 he himto rtsde fand; 201.25,
206. 12, 205. 21.
III. to kommt als Postposition vor: 27.4 he him to
cwcep; 137.21, 177.19, 177.24 cet.; — nach der Relativ-Par-
tikel 1)6: 59.34, 61.3ce^.
§. 140. under.
I. Mit dem Dativ bezeichnet es
1. den Ort: 209.33 under pcem stdne w<bs nicera ear-
düng & wearga; 211.1 under peem clife; 239.7 sittad un-
der him.
2. Die Unterordnung: 99. 2 eäpmodgiap eow sylfe under
lauere mihte Godes handa,
3. Die Zeitdauer = während : 35. 18 under pcem feower-
tigol^an (Ms. feawerteoT^an) gerime.
II. Mit dem Akkusativ steht es labertragen: 41. 12 under
Drihtnes borh (Sicherheit).
III. Fostposition ist es in 227. 11 pa btsedon hine his
69
discipulos l^üßt hie mostan huru sume uncytnc streowneßse htm
under gedon.
§. 141. fvi^ =s gegen.
I. Mit dem Genetiv bezeichnet es die Bichtimg: 47. 12
Mm bip nujLra hroga panne tenigum man sy^ l^eah hi (so Ms.
== him? Morris) mon sied mid sweorde wip ptes heafdes;
189. 6 locode pa up wid Simones; 199. 19 ongan sceotan wid
p(es pe he geseak p(Bt hryper sUmdan.
II. Mit dem Dativ bezeichnet mp:
1. eine feindliche Handlung = gegen : 171.19 pagingran
arisap mp pam yldrum; 107.25, 171.19, 171.26, 173.9,
299.28; — aweht wtp 173. 18; feohtan wip 209.26, 241.4.
2. Eine freundliche Handlung: 57.27 heora synna wid
Gode gebetap.
3. Bei dem Verb syllan „verkaufen" den Preis : 69. 13 he
gesecdde wip feo heofeones Hlafbrd; 79. 23.
4. wip mit dem Dativ steht bei einigen Verben der
Trennung: 97. 18 gedtelan wid sich trennen von; 213. 4 hehine
geheold wid er enthielt sich; gescddan wid schützen gegen
51. 14 (cf. III. 5).
III. Mit dem Akkusativ bezeichnet wip
1. Eine feindliche Handlung: 9. 11 ^ forgifep eaü swa
hwoet swa pes middangeard cer wid hine aibyligda geworhte;
25.25, 29.19, 29.20 cet. — 63.4 winnan wip; 29.17 gecom-
pian tmp; 37.2 heaidan (refl.) mp; — 47.21 scyldig tvip.
2. Eine freundliche Gesinnung : 95. 28 (tdan) bean riht-
wise on urum mode wip opre men; 103. 20, 159. 32.
3. Die Richtung: 207. 14 ponne waes ateowed pat ärwyrpe
weofod wid pone sudwag; 241. 10.
4. Die Gemeinschaft: 21. 13 pis leoht we habbap wid nytenu
gemtene.
5. wip bei „schützen": gescyldan wip 19. 16, 51. 14, 125. 5,
125. 32; scyldan wip 47. 22; ebenso gedtdan wid 125. 10 (s. o.
IL 4).
§. 142. ymbe (ymb), embe (emb).
I. Als Präposition regiert ymbe den Dativ und wird ge-
braucht:
1. Vom Orte = „um, herum" : 11. 23 ymb pa teste; 141. 1
eaUe pa pe ymh ine standap; 145.26, 147.5 u. s. f.
70
2. Von zeitlichen Verhältnissen, r- a) = nach: 117. 16
emb ten niM; 27. 30 pa waes enib hwile; — b) die regelmässige
Wiederholung: 39.13, 39.17 enib twelf monal^ = jedes Jahr;
45. 31 embe seofon niht = jede Woche; — c) die ungefähre
Zeitangabe: 133, 12 mid ^on dcbge wces gefylled se dceg se is
nemned Peniecosten ymb fiftig. nihia cefter ^<sre gecy^dcm
aeriste,
3. Von modalem Verhältnissen — a) bei einigen Verben:
abisgod ywft(Pp.) beschäftigt mit 211. 29; cwe]}an ymb sprechen
über 149.31 f.; hyccgean ymb besorgt sein um 431; gepencean
emb 101. 32; seccgean ymb 117. 13; sorgian embe 99. 6; sprecan
emb 43. 27, 77.30; toinnan ymbe besorgt sein um 99. 10; pen-
cean embe 97. 17 — b) modal steht die Präposition auch =
betreffs: 91.2 he nolde l^cet tsnig ortryumes tvceret emb his
(Briste; 177. 2, 217. 9.
II. Als Postposition regiert ymibe . . den Dativ : 99. 24
hwyder gewiton pa mycclan weorod ^ htm ymb ferdon &
stodan?
§. 143. "purh.
1. Mit dem Dativ bezeichnet es:
1. Ein lokales „durch'^* 145.34 pacompter semningaure
Brihten Hcelend Gnst purh wolcnum.
2. Das Mittel: 7. 14 ptsr wces Euan wöp üte betyned purh
ptere ä clcenan ftemnan,
II. Mit dem Akkusativ bezeichnet purh:
1. Das Organ, Mittel: 5.23 purh hire beorpor sceolde
beon gehceled eall wifa cynn & toera; 7. 9, 13.9, 13. 19 u. s. f.
2. Die tätige Person beim Passiv: 9.5 (heofonrices duru)
sceal purh pe ontened beon; 9. 7 u. s. f.
3. Den Beweggrund: 11. 7 purh pa eadJmodnesse (aus Gate)
feotoerfeäldlice mid gdeafftdlum he gefylde pysne middangeard.
4. Ein lokales „durch" : 9. 1 heofonrices duru, pe ic wces
purh hider onsended, belocen standep (oder Dativ?).
5. purh beim Schwüre: ic eow hcdsige purh (bei) pone
lifgendan God; 189. 7 ff.
6. Wie ist der Gedankengang zu erklären durch — in,
hinein ? 195. 1 - his <ehta wex)rpap on p(Bs onwealde pe he dkr
on his life wyrrest üpe, hunlum purh (kommen in) u^es
gewecddj hunlum purh weres (So Morris).
71
ITI. |)wrÄ kommt als Postposition vor: 9. 1 (vgl. II. 4).
BB. Die uneigentlichen Präpositionen:
1. Substantivische Präpositionen!
§. 144. foi' lufan „um willen" steht:
I. Mit dem Genetiv, so gewöhnlich: 25.3, 25.35 for üre
lufan ; 63. 7, 63. 10, 63. 19 for feos lufan. .
II. Mit dem Dativ : 23. 24 for urum lufon,
§. 145. for naman „um willen" ; ein Kasus ist jiicht zu
bestimmen. — 53. 3 for his naman.
§. 146. ^oeacan „dazu" mit dem Dativ : 217.5 toeacan I^on
^e hine God sylf innan manode.
§. 147. he eastan „östlich von", mit dem Genetiv oder dem
Dativ: 205.13 hie ciricean araerdon he eastan T^aere stowe.
%. 148. ongean gegen, entgegen.
I. Mit dem Dativ wird es gebraucht:
1. Von der Eichtung: 69.34 ganga]? on ^as ceasterwk
1)6 ine ongean stände^; 167.4, 191.14, 221.11, 221.13.
2. Von feindlichen Handlungen: 201.36 ongean heora
feondum; 173.24, 203.2.
3. Oertlich = gegenüber: 209.4 pownc wces ongean äyssum
wceterscipe glcesen fcet on seolfrenre racenteage ahangen ; gegen-
über = angesichts: 167.6 ongean "^am Godes Suna.
II. Mit dem Akkusativ wird es gebraucht:
1. Von freundlicher Gesinnung: 165.29 sona "^cet cild
ongean his Hlaford hyhte,
2. Von der Eichtung: 203.9 pa flugon I)o legetu swylce
fyrene strcelas ongean I)o hceänan leode; 221. 12. ongean "pone
wind.
3. Gegenüber = angesichts (vgl. I. 3) 165. 22 he ongan
lifgean ongean God.
§. 149. togeanes „entgegegen" ist Postposition und wird
mit dem Dativ gebraucht.
1. Von der Eichtung: .67.7 pa htBron hie htm togeanes
hlowende palmtwigu; 67.10, 69.31, 71.8.
2. = für: 53. 13 ]^onne hip hit eft him togeanes geheaiden
(d. i. bis zum jüngsten Tage für ihn, den Guten, verwahrt).
72
2. Adjektivische Präpositionen.
§. 150. ä;r „vor'' von der Zeit, steht mit dem Dativ:
31. 22 dr edOwn w&rUum; 31. 24, 67. 23, 71. 24, 71. 29, n. j;. f.
§. 151. hetuh „unter, zwischen'', steht:
I. Mit dem Dativ: 63. 10 hetuh him syJfum; 133. 33 bduJt
feawer sceatum middangeardes; 161.23, 211.2.
II. Mit dem Akkusativ: 5. 21 wes pu gMetsod hetuh eaü
ivifa eynn; 143. 17.
§. 152. betux ,,unter, zwischen," steht mit dem Dativ:
167. 18 hetux wifa gehyrdam,
§. 153. betweonum „unter, zwischen,^' regiert den Dativ:
Beispiele vgl. §§. 40, 159.
§. 154. betwih „nach . . hin" (? Morris = towards), bei
örtlichen Verhältnissen : 197. 18 donne is ^€ßr sum sun^ mdre
hurh hettvih ptßre ad.
§. 155. on middum „inmitten", mit dem Dativ, steht:
1. Lokal.: 237. 29 ic eotv sende swä swd sceap an middum
wulfum; 245. 16.
2. Temporal : 213. 30 on middum wintra.
§. 156. to middes „nach der Mitte zu", steht mit dem
Genetiv: 207.15 to middes dies wages.
§. 157. neh „nahe bei" vom Orte, steht mit Sem Dativ:
69. 33 pa becom he to Betfage ^tem tune neh Oliuetes dmw.
G. Attributive Bestimmung durch Präpositionen.
§. 158. Durch Präpositionen kann einem Substantiv
ein anderes als nähere Bestimmung beigefügt werden. Diese
Art der attributiven Bestimmung dient zur Abkürzung von
Eelativsätzen ; der Stil wird, namentlich bei Häufung solcher
Ausdrücke, ein abgerissener, unzusammenhängender; es eignet
sich diese Art der attributiven Bestimmung für den Gebrauch
in der poetischen Sprache, weniger für ruhige Bede^).
buton: 65. 16 ^ter is ^aet ece leoM buton ^eostrum^ pter
is geogop buton ylde cet. ; 103. 34 {xer bi}^ ä ece gefea buton
unrotnesse^ & geogol^ buton yldo.
from: 233. 32 ^onne beo we fremde from edUum ^cem godum.
1) Vgl. Elene 826: he hafad wtgges Uan, bldsd bütan blinne; —
1182 he äh ät wigge spedy sigor tet 8<Bce ond sihbe gelmd^r, tet gefeöhte
friä. — Vgl. Schürmann, p. 90 f.
78
geond: 187. 3 ure bisceopas geond eäl Romana rice.
mid: 75. 6 (middangeard) sewces mid pon getounon p€ere
heofogostan gewemmednesse $ynna & mäna fuU.
of: 5. 14 Cfist of heofena heanessum (? abhängig von
astag) ; 19. 24 ntenig ondweardnesse of ptsre menniscan gecynde;
55. 14 |>a inwitfullan word of his ttmgan.
ofer : 35. 1 so^ God ofer ealle gesceafta.
on: 67. 9 heora ciningas hcefdon sige geworht on heora
feondum (?); 73.81 heo (Maria J tacnap pa halgan cyricean
on pcere toweardan worlde; 187. 7 An God JElmihtig, God
Feeder on Hcelendum Criste mid pon Halgan Gaste; 193.24
{et urum Drihtne on pcem ecan wuldre; 197. 28 ungeendod
weorod (Ms. word) & unarimed mengeo on hrypum & on
manigfealdum ceapum; 211. 13 gecoren man on his dddum. —
217. 6 W(BS he swide gelungen on his deaioum, & stadolfcest
on his wordumj iSt hliUtor <& cleene on his life; 219. 6 (hine
paet folc ongeat) apostolicne on his dcedum.
to: 9.27 he onfeng lichoman gegyrelan to his godcund-
nesse (?); 17. 19 gong to lifes wege; 57. 5 pcet to nahte nyt
ne hip; 241. 3 pu heardeste streel to eeghwilcre ünrihtnesse.
D. Stellung der Präpositionen.
§. 159. 1. Die Präposition steht gewöhnlich unmittelbar
vor dem regierten Worte. — Doch wird zuweilen die Präpo-
sition von ihrem Rektum durch einen Genetiv getrennt: 5.21
hetuh eall wifa cynn; 17. 12 heforan manna eagum; 31.35 |mrÄ
Oristes sige; 67.26 hig Heelendes fotum; u. s. f.
2. Häufig aber wird eine freiere Stellung angewandt, und
zwar steht in den Bl. H. das regierte Wort stets vor bei fore,
inne und togeanes (eigentliche Postpositionen), zuweilen bei big,
heforan^ from, mid, of ofer, ö», to, under, ymh, purh. — In
diesen Fällen einer freieren Stellung kann — a) die Präposition
unmittelbar ihrem Rektum folgen: 15.14 him heforan; 59.24
himof 99.35 him wid, u. s. f., vgl. oben; — b) weiter von
demselben entfernt stehen: 41. 30 hire man pa eehnessan fore
dtselep; 119.16, 121.23 u. a. m.
3. Eine Trennung der Präp. hetweonum durch d. Rektum
kommt in zwei Fällen vor: 139.23 be him tweonum; 143.11
be US tweonum.
74
III. Die Konjanktioneii.
Die Konjunktionen zerfallen in koordinierende und sub-
ordinierende.
§. 160. Die koordinierenden Konjunktionen zerfallen wieder in
1. Kopulative: ond {and, endj; eac, d: eac; eno; teg-
ht€€ej;>er ge . . ge ; eeghwael^er ge . , S; €egl>er ge . . ge; tegper
ge . . (S:; ge; ge eac; ge , . ge; ge . . ge ,. ge; ge . . ge eac; gehwe-
per ge , , ge; swa\ swa , . swa; swylce.
Anm. Asyndetische Beiordnung von Sätzen in kopulativem
Sinne ist nicht selten, so: 3. 14, 5.3, 5. 10, 37. 11, u. s. f.,
203. 16, 211. 16 ff., 213. 22 ff., 215. 6, 223. 7.
2. Disjunktive: hweper; hwceper . . pe; ne; natcper ne . .
ne; oppe; oppe . . öppe; pe; pe . . pe; sam; swa . . swa.
3. Adversative: ac, ah; and; hwtBpere (hwepere); peak,
peh; pehkwepere (pehhwepre, peahhwepere) ; ponne; ponne
hwepere . .
Anm. Asyndetische Beiordnung in adversativem Sinne,
z. B. 3.4 f.; 3.6 u. a. m.
4. Kausale: farpon, forpon pe; of pon; nu, nu ponne,
and (? 149.31);' pa; pe; py.
Anm. Asyndetische Beiordnung in kausalem Sinne, z. B.
3. 15, 5. 3, 5. 10.
§. 161. Die subordinierenden Konjunktionen sind je nach
der Art der Nebensätze:
1. Für den Subjektivsatz: pfßt
2. Pur den Objektivsatz: pcet, pe.
3. Für den Lokalsatz: ptsr, ptsr pter, pe.
4. Für den Temporalsatz: <jhr; ceräcem pe\ aerdon, cerpon
pe; aefter pam pe, cefter pon pe; hwanne; mid pi, mid py pe;
oppcet; sippan (sippon, seoppan); sona swa; pa; pa pe; pa
pa; pa. . pe; pa hwile pe; paer; pces pe; pcet; pe; ponne.
5. Für den Kausalsatz : pcet; pe; py; py pe; forpon, f.pe.
6. Für den Konditionalsatz: huton (butan): gif (gyf);
nefne, nemncj nempe.
7. Für den Konzessivsatz: peak, peh; peah pe; swa peah.
8. Für den Konsekutivsatz: paet, swa pcet, swa pcette.
75
9. Für den Finalsatz: pcet; paet ne, pe Ices, pe Ices pe,
py l(Bs.
10. Für den Modalsatz: swa^ swa swa; swykey swylc;
ponne.
n. Teil. Syntax des Satzes.
Kapitel L Die notwendigen Satzteile.
I. üebereinstimmnng von Prädikat und Subjekt.
§. 162. A. Uebereinstimmung des Prädikats mit einem
einzelnen Subjekt.
1. Das Prädikat stimmt mit dem Subjekt überein; und
zwar steht das Prädikatsverb in gleicher Person nnd Zahl, das
Prädikatsnomen in derselben Zahl, demselben Geschlechte und
gleichem Kasus.
2. Wenn das Subjekt ein Kollektiv im Singular ist, so
steht zuweilen das Prädikat im Plural : 87. 18 seo unarimede
menigo hcUigra saula mid Drihtnes hckse wceron of pcem
cuoicsmle dhafene; so 91.6, 159.8, 191, 9, 225.5. Das Verb
im Sgl. 71. 9, 71, 15, 81.24 cet; 2 Verben, eins im Sgl., eins
im Plur. 15. 27, 71. 7, 79. 20 cd.
3. Der Singular des Prädikats beim Plural des Subjekts
findet sich bei den substantivisch gebrauchten Zahlwörtern 35. 21
we mton pcet on pcem geare bi(t preo hund daga & fifd^syxtig
daga, 79. 17; 203. 27 pter wces syx hund manna. — Doch vgl.
239. 13 p€er wdbron on pcem carceme twä hund and eahta and
feowertig wera,
4. Im Relativsätze richtet sich das Prädikatsverb in Person
und Zahl nach dem durch das Relativ vertretenen Worte, vgl.
§. 61. — Die Behandlung beim Kollektiv ist verschieden;. Ueber-
einstimmung: 15.27 eal pcet folc pe pis wundor geseah; In-
76
kongruenz: 209. 17 dönne of Ixem peodlande Ixem pe {w^ ymb
syndon da folc ptsr cumende beod 175. 22, 225. 5. — Bei Zahl-
wörtern: 11.21 hwtet nuende pcet syxiig wera ^ ptßr stun-
dende UXBTOn.
5. Die substantivierten neutral gebrauchten Pronomina f)€8^
und hw€Bt (Demonstr. resp. Interrog.) kongruieren nicht: 21.16
p(Bt is se rihta geleafa; 25. 17 pcet hid seo söpe hreoto; u. s. f.
— 7. 16 (Maria) dohte hwtet seo hcdeUung wtsre; 43. 32 hwcet
is pes eoUda man? u. s. f.
6. Ausserdem kommen noch einige Beispiele auffallender
Inkongruenz vor: Subj. im Sgl. — Vb. imPlur. 53.8 heheold
ckr his cehta him to wean (k to wlencum, & forwyrndon pam
Drihtnes pearfum; 199. 12 pa gesamnode he mycd weorod his
manna & hwearf aefter wegum . ., S sohton p<et forwlencte
hrypcer; — das umgekehrte findet statt: 41.13 hit is peh wen
pcet feala (PL!) manna pence hwylcum edleane he(i) anfö aet
Drihtne cet., 49. 27 ceghwylcum men pe . . craeftig sy cet,, 187.4
ure bisceopas geond eal Romana rice an to me gewreoto sende;
— 93. 12 seo eorpe on p<Bm norp-ende & on pam Sast-ende
sprecap him betweonum; hier sind die einzelnen Teile als lo-
gisches Subjekt aufzufassen. — 47. 14 ff. bietet das Satzgefüge
zuerst den Plural, nachher, aus der Konstruktion fallend, den
Singular des Subjekts. — Wieder andere Stellen scheinen ver-
derbt, so 239. 17.
§. 163. B. Uebereinstimmung des Prädikats in Beziehung
auf zwei oder mehr Subjekte.
1. Die Subjekte sind kopulativ verbunden.
a) Die Subjekte gehen voran, das Verb folgt im Plural:
45. 24 se tepela lareow scegde, pcet se cyning & se hiscop sceol-
don beon Cristenra folca hyrdas; 187. 16 Tetrus <& Paulus
ewtedon; 45.28, 49. 10, 51.35 u. s. f. Zusammenfassung: 71.9
seo menigo pe pcer beforan ferde^ & seo pe par cefter fylgde,
ecdle hie cegdon. — Doch finden sich auch Ausnahmen: 55.29
seo gehymes & seo geornes ne bid nyt on paem ungelyfdum
mannum; 75. 8 hie se stän & seo eorpe prycce (Konj.)
b) Das Verb geht voran und richtet sich dann nach dem
ersten Subjekte: 25.32 par is gefea, <& blis, & fcegemes; 83.9,
99. 27, 99. 31 u. s. f. — 149. 5 pa nam Petrus & pa opre
77
apostolas hie, — Ausnahme: 5. 34 }^one ne nmgon hefon heofon
and eorpe.
2. Die Subjekte sind disjunktiv verbunden; es richtet sich
dann das Verb nach dem nächsten Subjekte: 25. 31 nis pcer
ege, ne geflit, ne yrre^ ne ncenig wiperweardnes; 65. 18, 75. 12
u. s. f.
§. 164 0. Die Stellung von Subjekt und Prädikat zu
einander.
üeber die Stellung dieser Satzteile zu einander ist nicht
viel zu sagen; im Nebensatze ist die Voranstellung des Subjekts,
Endstellung des Prädikats, ßegel (doch vgL 11. 25 hie wiston
p(ßt on hire eardode se heofonlica cyning),
üeber die Stellung im Hauptsatz ist zu bemerken:
1. 1. Im Aussagesatze steht das Subjekt voran: 3.6 Eua
beer tearas on hire innope.
Hier ist zu wiederholen die häufige Begleitung des Sub-
stantivsubjektes durch ein Personalpronomen, vgl. §. 36.
2. Häufig beginnt der Satz mit der Personalform des
Verbs; dies geschieht bei rascherem Pluss der Erzählung oder
auch nach Absätzen in derselben: 3. 1 ond wces se dorn oncyrred
Euan ungescelignesse; 47.9 cwcep se hälga lareow; 71.24,
113.5, 151.1, 177.22, 187.5, 191.16,201.6, 229.4 f.; 211.15flf.
wces pcet Gode smde gecoren man. He wies . . on woruld ctCmen,
Wces he . . afeded^ wteron his yldran . .; Wces his fceder , .
3. Zuweilen tritt die prädikative Bestimmung vor das in-
transitive Verb, dem dann das Subjekt folgt: 9. 13 myeel wces
pes cerendwreca, & mycel cerende hrohte he; 31.8 his föiscea-
mul is pis eorplice rice; 89. 6 sopfcest eart |)W, Drihien, &
rihte syndon pine domas.
4. Eine den Satz beginnende Partikel verursacht häufig
Inversion des Subjektes: 7.14 pcer wces Euan wop üte hetynedy
83.11. (gewöhnliche Stellung nach pcer 3.14); 9.28 pa wces
gesended pcet goldhord pces mcegen-prymmes^ 13. 3, 15. 15 cei.
(doch vgl. 9.24); 23.8 ponne beo we sütende be pcem wege,
23. 10, 29,5 cet (nie nach ponne „wenn" 95.3 cet.); 35.27 nu
is pearf mycel pcet,, (doch vgl. 39. 1, 87. 22). — Inversion wird
ebenfalls durch negative Partikeln verursacht: 25. 9 ne healdap
hie Drihtnes bebodu, 33. 9, 47. 10, 55. 26 cet
II. In Fragesätzen ist die Inversion ßegel, wenn nicht das
78
beginnende Interrogativum selbst Subjekt ist: 3. 14 hwoit cwcep
hetohwe? 15.22, 19.21, 21.21, 25.1 u.s.f.; ^^.2ihwylcherm
mcende he ponne? 45. 16 hwanan manap God mar an gafoUs
panne pone biscop? 51. 17 forhwon ne magon we gepencean
pcet, ; 87. 1 tohwon laddest pu peosne freane hider? u. s, f.
III. In Wunschsätzen ist die Inversion Begel: 89.26 sg
pin name, Drihten^ gehletsad; 157,7, 163.31 u. s. f. — Doch
vgl. 93.3 wtüdor sy Qode on heanessum; 155.11, 155.21,
231. 8.
lY. Im Imperativsätze steht das Personalpronomen in der
Regel nach: 3.14 wes pu hol, Maria; 5. 12 u. s. f. — Nur
sehr selten geht das Pronomen vorauf, gewohnlich ohne dass
besonderer Nachdruck auf demselben liegt (177. 1): 27. 18
weorpa pinne Drihten God & him anum pu peowa; 247. 7. —
177. 1 pu ponney dugepa cyning (. . hat pe niman Pilatus
aerendgewrit
II. Die Rektion des transitiven Verbs.
üeber die Rektion des Verbs vgl. §§. 4, 9, 13, 16.
§. 165. Verben mit Objekt gleichen Stammes: pysne cwide
pe he cunp 63.26, 139.26, 169.17; hie demap heora domas
63. 18, 99. 32; hie pone drene druncon 229. 11; hie pcet fcesten
geftsst hcefdon 205. 34; ponne forgifep us Drihten ure synna
forgifnesse 99, 1; ic hletsige eal pin gehdt pe pu me gehete
143.28; (pape?) on minne geleafan geleofan 249.11; ealra
pinra gesceafta pe pu gesceope 75.2; his lif he lifde 33.16,
45.11, 167.32 (he munudvfe lifde 213.10^; seow pcet clcene
S(sd 3.9; (nan wyrhta ne mceg) god weorc wyreean 111.14,
69. 15, 75. 13. 75. 32.
77. 23 hw{et Drihten pa cynelican burh forhogodlice naman
nemde (Instr.); 233.2 he w<bs gefeonde myclum gefean (Morr.=
Dat. — ?); 249. 16 hie wteron gefeonde mycle gefean (Jnstr.).
III. Die Stellung von Objekt und Prädikat zu einander.
§. 166. Ueber die Stellung auch dieser Satzteile ist wenig
zu sagen; namentlich ist dieselbe im Nebensatze wie im Deutschen.
79
Im Hauptsatze steht —
1. In der Eegel das Prädikat vor dem Objekte : 3. 3
Maria cende pone Drihkn; 17.3 he Mm gehet his aeriste,
2. Bei starker Betonung oder bei Gegenüberstellungen
und Steigerungen das Objekt vor dem Prädikate: 21.21 Ixem
men mceg beon sunpe rape geondweard; 27. 19 hine (hi forlet
se costigend; 81. 10 hine ecdle haiige paar herigap; 67. 13 pysne
dceg hie nemdon siges dceg; 85. 2 deap he geprowode for m;
85.23, 97.23, 99.22 u. s. f. — 5. 8 pa hingrigendan he gefyllep
mid gödum, & pa welegan he forldbtep on idelnesse; 21. 13 pis
leoht we habbap wü nytenu getmene, ae paet leoht we sceolan
secan p€et we motan habban mid englum gemcene; 89. 4 min
lif of ptere ecean forwyrde pu onlysdest, mine geomnesse mid
gode pu gefyldest
3. Ebenso kann Umstellung eintreten, wenn eine adverbiale
Partikel an den Anfang des Satzes tritt: 13. 16 pa heo pone
eapmodan eyning btbr & döne müdheortan; 85. 4 (he) ptsr
pone ealdor ealra peostra & p(BS ecean deapes geband cet; u. s. f.
lY. Das Prädikatsnomen. •
Als Prädikatsnomen können stehen Substantive, Adjektive
und Participien.
§. 167. Das Substantiv als Prädikatsnomen steht
I. Im Nominativ, in der Zahl mit dem Subjekte überein-
stim mend :
1. — a) Bei den Verben beon, wesan und weordan: 3. 13
Gabriel wces pissa brydpinga (erendwreca; 15. 16 hit is Hcelend
se Nazarenisca; 63. 10 hi beop betuh him sylfum slüende uml^
fas; 175. 2 he wearp fceringa geong cniht; 217. 12 he manigra
Godes peowa gastlic fceder geweard.
b) Bei anderen Intransitiven: 155. 33 heo W€bs faemne tsr
hire beorpre & heo umnäp ftemne aßer hire beorpre; 175. 19
cm ceaster is on Judea lande, hatte Naearep; 201. 21 pa burh-
wäre Beneuentius S Sepontanus hatton; 193.11 py wege pe
hole Appia.
2. Bei Passiven : 9. 14 his nama w<bs gereht 'Godes strengo*;
47. 4 hi syndon Godes bearn gecegde; 71. 19 min htis sceci
f
/"<
80
beon gehedhüs geceged; 79. 34 "^tere bürge nama pe is nemned
GerusaUm is gereht sibbe gesyhp; 167.30 Sanctus Johannes
"^ enget wtss nemned; 183.21 pa toaes hü gemeted scepes heafod.
IL Bei transitiven Verben, und kongruiert es mit dem
Objekte in Fall und Zahl: 13.13 heo sylf hie peowen nemde;
67. 13 ^sne dceg hie nemdon siges dceg; 165. 9 I)U cegst his
noman Johannes,
§. 168. Das Adjektiv als Prädikatsnomen steht:
I. Bei Intransitiven, und zwar
1. Bei den Verben beon^ wesan und weordün.
a) Im Positiv; die ursprünglich starke Flexion ist nur
noch im Plural zu erkennen ; der Sgl. hat in allen Geschlechtern
die Flexion verloren.
a) Maskulinum. — Sgl. 21.7 se mon bid blind; 21.31,
23.21, 39.26, 75. 1, 93.1 u. s. f. — 181. 17 l>a weard Simon
erre; 217. 15, 219. 4, 225. 12. — PI. 99. 14 hie waeron welige;
103. 6; 107. 14 DriMen wille pcet edlle men spn hole & gesunde;
u. s. f. 53.1 syndon feawa pe peem deadan getreowe weorpon;
u. s. f. = schwache Flexion: 17.35 he bid wana pces ecan
Uohtes.
ß) Femininum. — Sgl. 31. 26 his miU bid ä ece; 77. 24
seo ceaster wces heh & aldorlic; 91.19, 115.8, 117.25. 125.26
u. s. f. = 163.8 heo ptss beames noht latane w<bs\ so 163.7;
lata (von Icet) hat weder starke noch schwache Endung.
y) Neutrum. — Sgl. 37.23 Gode bid pcet feesten sujype
gecweme; 37. 31 ponne bip paet clcene f testen & hälig; 111. 25,
117. 16 u. s. f. 175. 8 (ncenges pinges mare pearf ncere ponne
mid Godes mcegene) his unriht yppe wurde, — PI. 175. 32 his
weorc syndon deofollicu) 187.2 ealle pa word sint söpe; 99.15
heora wlenca waeron su)ipe monigfealde; 119.2.
b) Im Komparativ ist die Flexion schwach.
a) Maskulinum. — Sgl. 63. 19 se mon Sancte Johannes^
se wces mara & sdra eallum öprum mannum; 167. 24, 169. 2,
219. 27 ; 169. 21 d&ah hit (ein Gläubiger) se Icesta wtere & se
heänosta. — PI. 141.2 hie syndan betran ponne ic.
ß) Femininum. — 41.29 mycde blipre bid seo sawl ptses
mannes pe . .; 201. 15.
y) Das Neutrum fehlt.
c) Im Superlativ herrscht starke Flexion mit mangelnden
81
singnlaren Endungen (doch vgl. 13. 15). — a) Maskulinum :
•225.23 he wces manna müdheortest; — ß) Femininum: 13.15
he hire cy]^de ^cet heo tvtßs seo eadgeste ofer eaU wifa eynn;
83. 16 ponne is ^eos tid eälra tida hehst & halgost; 159. 27. —
y) Neutrum: — Sgl. 219.2 w<bs Im« ^ara umndra terest; —
PL 55. 18 he teile to his nehstan sprecan pa wörd ^e he wenp
^€et him leofoste s^n to gehyrenne.
2. Bei anderen Intransitiven und Passiven; zuweilen liegt
Auffassung als Apposition nahe (vgl. 229.7). — a) Mask. Sgl.
75. 4 he on hyrgenne wces ful wunigende 229. 7 ceghwylc tnon
pe on ^(ßre ceastre com (ßtpeodisc.; 245.14 he ards gesund, —
PI. 23.5 gylte we waeron on ^ysne wr€eC''Sip sende; 59. 10 hie
(l)a geogoälustas) him ^onne eft swipe bitere ^encap^ 227.3. —
ß) Fem. 3.13 heo ä clcene purhwunode. b.b heo W(BS ^ßd^
eweden nces ^ ametugu^, = Im Komparativ: 127.36 eles gecynd
hid peet he heorhtor scinep ponne wex on sceafte.
IL Bei Transitiven.
a) Im Positiv. — a) Mask. 87. 10 us geara aer witgan ]^
toweardne scegdon^ 97. 2, 173. 3 ; ponne magon we us Ood ael'
mihtigne & mildne habban 107.13; 111.36, 117.14, 173.30
u.- s. f. — PL 83. 29 he US freo gedyde; 131. 19 ne forlaete ic
eow aldorlease. — ß) Fem. Sgl. 7. 4 me (Marian) eadige cwedon
ealle cneorisna; 11.11; 203. 19 (Neapulite) lifdon heora burh
healf'Cunce; — 239. 24 hie gemettan p/ss carcemes duru opene;
PI. 103. 20 ne bidep he tet us ncenig o^or edlean buton p€et we
ume lichoman & ure saule (Masc. u. Fem.) unwemme him
ageofan. — y) Neutr. Plur. 109. 1 we geaxiap ecdle worldlicu
ping su)ipe synlicu; 117.30 eälle pa tacno & l>a forebeoumo
pa pe ure DriUen aer toweard stegde.
b) Im Komparativ: 165.3 ic hine secge maran & selran
ponne eenigne witgan,
c) Im Superlativ: 125.21 is sin hwyrfel geworht swa
f(Bgre swa hit men ftegrost <& weorplicost gepencean meahton.
§. 169. Die Barticipien als Prädikatsnomina.
A. Das Particip des Präsens.
I. Bei Intransitiven:
1. Bei den Verben des Seins und Werdens, vgl. §. 81.
(Abwechselnd mit Adjektiv: 65.15 pcet wuldor is sceört &
geujüende).
6
82
2. Bei anderen Intransitiven, besonders bei Verben der
Euhe oder der Bewegung: 7.16 (Maria) smgende äokte; 17.13-
riktlic ^cet wcbs ^cet se blinda he dcem wege scete wdbdliende^
17.34; 89.33 he lifgende ut eode of Ms byrgenne; 113.28,
177. 20, 197. 22. 199. 17, 249. 20 u. s. f.
II. Bei Transitiven.
11. 1 his ^cet haiige hlod^ mid pow he us gedyde ddlnim-
ende ^ces heofonlican rices; 17.2 donne me (= men) hine
gesawon swdtendne; 59.1, 109.1, 121.22, 123.4, 123.24, 145.6,
165. 34 u. s. f.
B. Das Particip des Perfekts.
I. Bei Intransitiven.
1. Bei den Verben des Seins und Werdens. Ueber die
Bildung des Passivs mit Hilfe dieser Verben und des Particips
des Perfekts transitiver Verben vgl. §§.84 — 90; dieselben Verben
mit dem Particip des Perfekts von Intransitiven ergeben die
zusammengesetzten Zeiten derselben; vgl. §§. 91, 92.
In Bezug auf die Flexion der mit Hilfsverben gebrauchten
Participien ergibt sich folgendes Eesultat^):
a) Das Maskulinum ist im Sgl. flexionslos, im PI. hat es
die Endung — ene bei den starken, — ede bei den schwachen
Verben. — Sgl. 3. 1 waes se dorn oncyrred ^(ßt hire wces tage-
cweden; u. s. f. — PI. 15. 12 hie wceron ^agyt mid worldge-
^oMum bewrigene; 17. 1 he wolde ^(et hie ne wteron on heora
mode gedrefede; u. s. f.
b) Das Femininum ist ebenfalls im Sgl. flexionslos, im PI.
tritt in jedem Falle — e an. — 3. 8 heo geeacnod wces; 5. 5
heo waes ^fuV cweden; u. s. f. — PI. 129. 7 heora heortan beoä
innan gemanode; 197. 20 syndon from ^cere bürge weallum
twelf mila ametene upto ^cem hean cnolle; 87.25 Adam ^agyt
& Ena nceron älysde, ah on bendum hi wceron hcefde (Masc.
u. Fem.); u. s. f.
c) Das Neutrum nimmt ebenfalls im Sgl. keine besondere,
im PI. die Endung e an; doch finden sich im PI. drei Fälle
von Plexionslosigkeit. — Sgl. 5.23 ^urh hire beorpor sceolde
1) Für Cynewulfs Elene finden wir bei Schürmann 73 f.
folgendes Kesultat : der Sgl. ist in allen Geschlechtern, der PI. im Fem.
und Ntr. regelmässig flexionslos. Der Plur. des Mask. zeigt bei den
starken Verben regelm. -ene, bei den schwachen -ede, und zweimal -ed.
88
beon gekcRled eall wifa cynn S wera; 195. 20 hit weor^ep pe
stvipe bitere forgolden; u. s. f. — PL 59. 14 his mup & his
naespyrlo beof belocene; 187. 36 ^a tvceron his eagan gefyllede
mid tearum; u. s. f. ; — flexionslos : 29. 10 ealle pek god beod
atogen; 117.32 ealle J)a (sc. ^a tacno & pa forebeacno) syn-
don agangen; 187.2 manige gear syndon agän,
2. Bei anderen Intransitiven : 9. 1 heofonrices duru belocen
Stande^; 189. 21 hit eaUum geleaffullum folcum belocen standep;
193.* 7 p<er he mid cyle & mid himgre on wudum dwolgende asti-
fod liege 197. 7 ]^urh godcundra mmgen heo gewMrad stondel^.
IL Bei Transitiven. — Das Particip des Perfekts steht
im Akkusativ und stimmt in der Zahl überein mit dem Objekte:
87. 19 he gefylde ^one ealdan feondy & on helle grund gebund-
enne awear^; 131. 28 flf. pa hie gesegon ^one so^an Oyning . . .
to ^cem fcederlican seile ahafenne; 215. 16 J)a geseah he Crist
sylfne mid py ilcan hrcegle gegyredne; 217. 17 pa mette he
däne man fordferedne.
Die Bildung der Perfektformen trans. u. intrans. Verben
mit Hilfe von habban vgl. §§. 91, 92. — Beispiele der Kon-
gruenz des Particips mit dem Objekte bei der Perfektbildung
vgl. 15.24, 43.30, 85.23, 85.26, 87. 1 f., 87.23; u. s. f.
Kapitel il. Die möglichen Satzteile.
I. Die adverbiale Bestimmung.
Der TätigkeitsbegrifF des Prädikats wird, wie gezeigt,
näher bestimmt: 1) durch Adverbien, 2) durch Substantive deren
Vermittelung mit der Handlung durch Präpositionen bestimmt
wird, 3) encHich durch adverbiale Bestimmungen, d. i. blosse
Substantive in einem obliquen Kasus. Doch ist diese letztere
Art der Bestimmung in den Bl. H. ziemlich eingeschränkt.
Ueber die adverbiale Bestimmung vgl. §. 6, 11, 14, 17.
§. 170. Die Stellung der adverbialen Bestimmung ist wie
die des Adverbs eine sehr freie; Beispiele für die verschiedenen
Arten derselben vgl. unter den angegebenen Paragraphen
L_
84
U. Die Apposition.
Die Apposition ist ein einen Nebensatz vertretendes No-
men, welches steht zur näheren Bestimmung eines Substantivs
oder eines substantivierten Wortes.
§.171. Als Apposition erscheint neben dem Substantiv auch
das Adjektiv und Participium. Mftn erkennt diese letzteren als
Appositionen an der selbständigen Stellung, welche sie einnehmen,
und durch welche sie sich vom Nebensatze wie vom Attribut
unterscheiden. — Die Apposition stimmt im Easus mit ihrem
Beziehungsworte überein.
Die Stellung der Apposition ist, mit sehr seltenen Aus-
nahmen, nach dem Beziehungsworte, von dem sie allerdings in
einer Beibe von Fällen getrennt wird.
§. 172. Das appositive Substantiv : 3 AO fortan heo fcemne
cendCj fordon heo wces ftsmne geeacnod; 7.2 min gast wynsum-
äp on God minum Hcdende; 11. 3 forhtiäp eaile gesceaßa, ge
heofomoarej ge eorpware; 15. 16 hü is Hcelend sc Naearenisca;
23.28 hie wceron of Dauides cynnes strynde, pces rikt cyne-
cynnes; 67» 22 Johannes^ se deora pegn^ us cypde; 71.5 bip
sittende ofor eoselan fölan p(e$ nytmes; 73.2 he woes on Si-
mones httse pces li6proweresP 89. 10 pu DriMen^ scyld minre
iugope & min; 117. 7 Sanctus Lucas se godspellere; 123. 21
hie wceron of Galüeam pcem lande-, 137.10 him anum }^(em
apostolum; 155. 2 for Cristes naman Godes suna paes lifgendan;
165.27 heo I)a irUo pcere hire moddrian eode l^aere halgan
Eliisahethe; 171.2 Sande Petres Cristes apostola aldormannes
protmingtid; 189. 17 (Neron) wende ]}(tet he (d. i. Simon) ari-
San sceolde; u. s. f. — Hierhin sind ferner zu zählen: 139.17
OH God Ftßder JElmihtigne; 155.1 on God .^Jhnihtigne; 155.9
a. a. 0. Drikten H.<3dend(e) Crist; 17 1 . 17 Godes Gast eowres Feeder;
187.7 An God JElmihtig, GodFcbäer; und ähnliche Verbindungen.
Anm. Zum Teil sind wohl auch hierher zu rechnen die
häufigen Beispiele der Begleitung eines Substantivs durch ein
Pronomen der 3.. Person (s. o. 189.17); vgl. §. 36.
§. 173. Das appositive Adjektiv 1) erscheint seltener: 71.3
1) Beim appositiven Adjektiv wie Particip ist es zuweilen un-
sicher, ob nicht Abhängigkeit vom Yerbum des Hauptsatzes anzunehmen.
86
secgga^ Siones dohtrum ^tßt heora cining cyme]^, müde & mon-
pwcere, & ftif sittende . ; 85. 9 hie ^a swipe forhte & ahregde
|)ws cwcedon,; 85. 14 hw<Bt is pes pe pm unforht gmp? 113.12
he unrotmöd of his cyppe gewdt & of his earde; 127. 31 syn-
don on pcere myclan cyrican ekta eag^yrelu stoipe micele of
glcese geworht {micele yon syndon abhängig; ebenso geworM?
Morris nimmt Apposition an^; 201.10 pa burgware stmpe blipe
& gefeonde mid ]?on heora halgan bisceope t)a stowe sohtan;
203.20 hie pa swa sigebeorhte to häm foran; 217. 29 he ptere
mildheortnesse unsorh abäd; 229.7 dsghwylc man l^e on pcere
ceastre com cel^eodisc. . — 17L 24 hie stodan beforan Nerone
pfem hcepnan casere & Agrippan his geongran ; (ist hier geon-
gra = „Untergebener" (?) substantivirt aufzufassen, wie oben
^Imihtig?)
Die Apposition vertritt einen partitiven Genetiv: 11.17
mid syxtigum werum, pcem strengestum pe on Israhelum wceron
= mit 60 der stärksten Leute, welche . .
§. 174. Die appositiven Participien.
1. Das Particip des Präsens: 5.7 seo ärwyrpe fcsmne &
seo haiige, on hire cantice gefeonde and blissigende, sang &
pws cwcep .; 115. 18 we Mm fleondum fylgeäp & hine feallendne
lufiäp; 133. 16 paet wces sweg pces Halgan Gentes to him cum-
ende; 133. 27 swylce is gecweden l^cet hie ealle on yppan
wunedon, ponen bidende p(jes Halgan Gastes; 171. 10 him
Drihten Crist eallum rihtgelyfdum mannum wunigendum for
his noman, & purhwuniggendum in tintregum on sopre an-
detnesse op ende his lifes untweogendlice, geheht . ; 155. 2,
179.19, 203.2, 231.9, 235.11; 239.21, 239.27, 243.5, 245.4,
249.1 (Attribut?), 249.17, 249.20 (prädikativ?).
2. Das Particip des Perfekts als Apposition: 31.20 pos
dceda pw5 gedone from Drihtne; 85.9 (s. o. §. 173); 87.36 his
(Adames) bendas wceron onlysde, & befedlden to Htelendes
cneowum, he cwcep . ; 89. 34 he uteode of his byrgenne mid
his agenre mihte aweht. In folgenden Beispielen kann man
schwanken zwischen Apposition und prädikativer Bestimmung:
121. 28 hie pone heora Scyppend gesegon, & pone so^^an Cy-
ning celmihtigne God ealra gesceafta mid pcere menniscan ge-
cynd to ]^(em fcederlican setle ahafenne; so 127.28, 181.1, 209.34.
86
III. Das Attribat.
Das Attribut ist wie die Apposition eine Bestimmung
eines Substantivs; es gibt die Eigenschaft des Substantivs an
und bildet mit ihm einen einzigen Begriff. — Attributivisch
werden verwandt das Adjektiv und das Particip; dieselben
stimmen mit dem Substantiv in« Geschlecht, Fall und Zahl
überein.
A. Das attributive Adjektiv.
§. 175. 1. Im Positiv flektiert es^):
a) wenn ohne Artikel, stark,
er) Maskulinum: Sgl. Nom. 207.3 stoipe wynsundic wdkta;
Dat. 19.14 mid micclum hungre; Akk. 55.7 gastUcne wcestm;
Vok. 175. 13 dugepa casere^); — PI. Nom. 59.22 dysige mm;
Gen. 41.27 earmra manna; Dat. 15.7 hcepnum mannum; Akk.
185.13 wlance men,
ß) Femininum: Sgl. Nom. 9.21 fceger (13.13 dnreedlicu)
eaämodnes; Gen. 143. 28 ealre bletsunge; Dat. 25. 17 mid so^^re
hreowe; Akk. 15.14 myccle menigo\ Instr. 181. 18 hludre stefne. —
PI. Nom. 11.4 ecdle gesceaßa; Gen. 91.30 ealra gesceaßa; Dat.
23.10 mid godum dtedum; Akk. 173.21 cBrene nceddran.
y) Neutrum; Sgl. Nom. 77. 32 ^^rymUc gewearc; Gen. 7. 9
eceis lifes; Dat. 19. 2 in eglum mode; Akk. 9. 13 mycel terende;
Instr, 67.1 unforhte mode. — PI. Nom. 17.21 hdlige gewreotu;
Gen. 37. 8 godcundra beboda; Dat. 61. 18 mid mycclum witum;
Akk. 11. 35 heofonlice bebodu.
b) wenn mit Artikel oder Demonstrativ, schwach.
a) Maskulinum: Sgl. Nom. 5.18 se heofonlica cyning;
Gen. 103. 15 pces heardan leges; Dat. 31. 5 ptem hean cyninge; \
Akk. 7. 12 ]^one ecddan gedwolan; Instr. 139. 18 pys morgenlic- \
an dcege, — PI. Nom. 117.8 pa halwendan men; Gen. 209.27
para haligra engla; Dat. 5. 13 of pcem engelicum prymmum;
Akk. 185. 15 pa medstrangan men,
ß) Femininum: Sgl. Nom. 5.7 seo ärwyrpe fcemne; Gen.
1) Zu jedem Kasus ist nur ein Beispiel angeführt. Die nicht
angeführten Kasus kommen in den Bl. H. nicht vor.
2) Der Vokativ Sgl. zeigt stete die schwache Form.
67
5. 19 ^cere d dcman fcemnan; Dat. 25. 21 mid ^(Bre sodän
hreowe; Akk. 7. 10 ^rh pa godspellican lare,
y) Neutrum: Sgl. Nom. 11.28 p<e^ heonfonlice goldhort;
Gen. 17.21 ^ces ecan lifes; Dat. 141.5 ^^ysummenniscancynne;
Akk. 3. 9 peet clcme stsd; — PL Akk. 9. 25 on pa uplkan ricu,
§. 176. 2. Im Komparativ flektiert es schwach:
of) Maskulinum: Sgl. N^m. 47. 13 marabroga; Dat. 49. 28
on mar an wisdome öppe on Icessan; Akk, 121.26 mar an gefean,
ß) Femininum: Sgl. Nom. 97.17 mare ^earf; Dat. 35.22
on maran forhaefdnesse; Akk. 79. 9 mara wrcece. — Plur. Akk.
239.5 on pas niperan dcelas,
y) Neutrum: Sgl. Nom. 31.30 ncenig mare mcegen; Gen.
117.20 maran pinges] Akk. 43.34 mare yfel ponne göd. —
PI. Akk. 243. 20 on wyrsan tintrego,
§. 177. 3. Im Superlativ flektiert es ebenfalls schwach.
a) Ohne Artikel: im Vok. 183, 10 gehyrstUj betsta casere?
b) Mit Artikel.
a) Maskulinum: Sgl. Nom. 23.4 se teresta ealdor; Gen.
85. 30 pces (jnrestan mannes; Dat. 51. 8 (Bt ptem ytmestan d(Bge;
Akk. 5. 1 pone (Brestan wifmon; Instr. 91.29 py aerestan dcege.
— PI. Nom. 17.15 pa ^erestanmen; Dat. 53. 19 pcem earmestum
mannum (zu beachten 41.26 paem earmestan peowum); Akk.
9. 2 purh pa cerestan men; Vok. 9. 12 men pa leofestan,
ß) Pewininum: Sgl. Nom. 5. 24 seo cereste modor; Gen.
75. 6 pcere heofogostan gewemmednesse; Akk. 123. 32 on pa
nehstan tid, — PI. Akk. 99. 5 pa eapmodan heortan ne pa
hnescestan,
y) Neutrum: Sgl. Gen. 5.4 pces mrestan wifes; Dat. 139.7
mid pon selestan hrcegle; Akk. 57. 5 pcet betste win. — PI.
Dat. 245. 1 to paem wyrsestan tintregum; Akk. 185.6 on \)a
neopemestan helle witu.
B. Das attributive Particip flektiert ohne Artikel stark,
mit Artikel schwach.
§. 178. Das Particip des Präsens.
a) Ohne Artikel.
o) Maskulinum: Sgl. Nom. 165.33 weallende speJhoda;
Akk. 61. 34 weallendene leg. — PI. Gen. 69. 10 pearfendra
manna; Dat. 37.20 pearfendum mannum; Akk. 185.21 land-
agende men.
68
ß) Feminium: Sgl. iDstr. 9.19 bifigendre stefne.
y) Neutrum: Sgl. Nom. 137.29 swi^e scinende pdlmtmg,
— PI. Gen. 71. 17 of cüda mupe meolcsuc^dra; Dat. 67. 11
mid blowendum pcAmtwigum; Akk. 67. 8 hlowende palmtwigu,
b) Mit Artikel oder Demonstrati?.
a) Maskulinum: Sgl. Nom. 57.36 l^es hlowenda toudu;
Gen. 153. 6 jiaes lifgendan Godes; Dat. 57. 20 on pon bifigen-
dan domes d(ege; 151.22 "j^rh ]^one lifgendan God. — PI. j
Nom. 65.10 pa cefstigan mm & pa ttdendan; Dat. 61.9 {xcm
riht-geliffendum monnum & paem riht-dondum. »
ß) Femininum : Sgl. Nom. 65. 13 \eo deäp-berende uncyst; J
Akk. 3. 17 J^urh pa attor herendan naeddran, \
y) Neutrum: Sgl. Nom. 81,14 ptet cefterfylgende weorod.
§. 179. Das Particip des Perfekts.
a) Ohne Artikel. '
cc) Maskulinum: Sgl. Nom._ 211.13 gecoren man; Vok.
147.35 I)W getmddroda Cyning^). — Plur. Nom. 43.29 feower
awergde englas; Dat. 95. 1 mid awergdum gastum; Akk. 91.24
awergde gastas.
ß) Femininum: Sgl. Akk. 69.35 eoselan gescelede; — 1
Plur. Dat. 95. 22 mid sopfcestum saulum & gecorenum.
y) Neutrum: Sgl. Akk. 245.8 gehlowen treow W€e8tm'
herende.
b) Stark flektiert es auch mit dem unbestimmten Artikel:
217. 13 sum gecristnod man.
c) Mit dem bestimmten Artikel. '
o) Maskulinum: Sgl. Nom. 117.33 se awerigda cuma; \
Gen. 165. 5 |)<es acendan engles; Akk. 29. 17 powc awerigdan \
gast. — PI. Dat. 83. 24 to paem awergdum gastum.
ß) Feminipum: Sgl. Nom. 43. 1 seo forlcetene cyrice;
Dat. 133. 14 (ßfter ptere gecypdan (eriste; — PI. Akk. 125. 4
pa gewarhtan synna.
y) Neutrum: Sgl. Nom. 25.24 pcet ungeendodewite; Dat.
105. 13 on ]^am gecorenan hördfcete.
§. 180. Stellung und Gebrauch des attributiven Adjektivs
(und Particips).
1. — a) Das attributive Adjektiv kann vor oder nach dem
1) Vgl. §. 175, Anm. (2).
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Substantiv stehen: 5. 18 se heoferUica cyning; 39.21 us is my-
cd nedpearf u. s. f., die gewöhnliche Stellung. — 9.12 men
|)a leofestan; 35.28 nu is J^earf mycel; 61.35 he haefp cyle
powe grimmestan; u. s. f.; 217. 15 ^a wces he pcer dagas wel
manige ; . 219. 12 da he ^a Sanctus Martinus pties mannes dead
swa earmlicne gehyrde (kann auch aufgefasst werden als Prä-
dikatsadj. bei Transitiven). — Nachstellung durch einen Zusatz
veranlasst: 37.9 ]^€et on us ne sy gemeted cenigu stow (Bmetig
gastlicra mcegena. — Freie Stellung: 181. 15 Petrus htßfde l^one
Uaf gesegnod ^e he onfeng herevme (kann nicht prädikative Be-
stimmung sein; vgl. auch 179.29 hat me bringan bereue hläf),
b) Das Attribut wird oft durch andere Satzglieder vom
Substantivum getrennt, z. B. 41. 26 pcem earmestan Godes ]^o-
umm; 71. 17 of cilda mupe meolcsucendra ; 71. 18 ^cet haiige
Sälemannes templ; 151.30 Oodes Sunu pcss lifgendan; 175.7
on eoilum Oodes deedum, — Trennung durch ein Adverb vgl.
unter a).
2. Selten bezieht sich das Adjektiv auf mehrere Sub-
stantive; über die Kongruenz des Adjektivs ist aus den Bei-
spielen nichts zu erfahren: 79. 5 ^aes mycclan yfeles & mänes;
103. 9 pa mmstan lufan & müdheortnesse he us gecypde; 207.28
{d€er) waeron ]^a halgan lofsangas & mcessan gefyllede; 211.11
be don halgan life & fordfore pees eadigan weres Sancte
Martines.
3. Ausserordenlich häufig dagegen hat ein Substantiv
mehrere Adjektive bei sich.
a) Stehen dte Attribute sämmtlich vor dem Substantiv,
so können dieselben — er) asyndetisch nebeneinanderstehen:
129. 12 of his ^<Bm Man heofonlican seile; 161. 16 (hi) yfelutn
ricum ealdormannum wipstondan mihton. — ß) syndetisch ver-
bunden sein, die gewöhnliche Art: 101. 26 mid godum & «op-
fcestum dcedum; 161. 9 manige haiige & gedefe wügan; 169. 16
l^us heaiices & dus foremaeres ures mundboran; 185.30 (vgl.
unter b) ; 205. 17 (se biscop) eadiglice & halwendlice gedeaht
ford brohtei 207. 36 wces sunpe winsumtic ond hluttor wdkta
ütflowende. — y) Vor jedem Attribute wird der Artikel, event.
auch die Präposition wiederholt, jene dann syndetisch verbunden :
3.5 Maria cende ]^one mildheortan & pone unscep^^endan Orist;
57. 3 pißt he nelle gehyran pces gimeleasan & pces forgytenan
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mannes gebedrcedene; 107. 13 to "^am selran dt to ]?am sopan
l(Bcedome; 131. 8 "pone myclan & pone mceron symbddceg;
199. 35 se hed & se hoAga heahengel Michahel.
b) Nach jedem Attribute kann das Substantiv wiederholt
werden : 103. 14 pone deopan grund ptBs hatan leges & ^(es
heardan leges; 185. 30 ic Icerde eaUe men pcet hie beeodan
anne ^Imihtigne Ood unbegripendliene & ungesyndicne Ood.
c) ^- a) Die artikellosen Attribute werden durch das Sub-
stantiv von einander getrennt: 37.31 ponne bid pmt elcene
fcesten & haiig (das ist ein reines und heiliges Fasten); 59.22
dysige men & unwise; 77.32 hit wtere l^rymlic geweorc &
f(eger\ 125.20 is paer stoide mycel drice S prymlic getimbred;
185.13 ic Icerde wlance men & heahgepungene; 211.16 wces
he swy]^e cepelra gebyrda & gödra. — Das kopulative and
fehlt nach dem Substantiv in 91. 32 ästige^ blodig wolcen mycel
from norpdcele, — ß) Beim Gebrauche des Artikels resp. De-
monstrativs treten diese (event. mit wiederholter Präposition)
sowohl an das vor wie an das nach dem Substantiv stehende
Attribut: 5. 7 seo ärwyrpe fcemne & seo haligey 7. 24 openige
nü pin se fcegresta /iej)iw & se clcena; 13.16 heo l^one eap-
modan cyning beer & done mildheortan\ 31.5 pcem hean cininge
& paem heofonlican; 55.30 an pcem ungelyfdum mannum <&
an p(jem gymeleasum; 59. 12 on pone heardestan stenc & on
Ixme ftdostan; 73.9 Itis Icenelice lif & pis gewitendlice; 117.18
pa halwendan men cwrndon & pa geleafsuman; 135. 7 I)a my-
clan byrpenne S pa h^an; u. s. f. — Einmal steht das vor-
ausgehende Attribut ohne, das folgende (allerdings ein Super-
lativ!) mit Artikel: 179. 12 to hwon pu sceole for owiht pysne
man habban ungelceredne fiscere ])one leasostan,
IV. Die attributive Bestimmimg.
lieber die attributive Bestimmung vgl. die §§. 5, 10, 158.
Lebenslauf.
Geboren wurde ich, Julius Flamme, Sohn von Kauf-
mann Julius Flamme und Bertka Flamme, geb. Kau,
evangelischer Konfession, zu Elberfeld am 25. April 1862.
— Nach dreijährigem Besuche einer Privatschule bezog ich
Ostern 1871 das Kealgymnasium meiner Vaterstadt, welches
ich Herbst 1880 mit dem Zeugnis der Reife verliess, um in
Bonn (2 Sem.), in Göttingen (2 Sem.) und wieder in Bonn
(5 Sem.) mieh dem Studium der englischen und französischen
Philologie zu widmen.
Meine Lehrer waren die folgenden Perren Professoren:
Baumann, Birlinger, Förster, Maurenbrecher, J. B. Meyer,
Neuhäuser, Schaaffhausen, Trautmann, Vollmöller, Wilmanns;
ferner Privatdocent Dr. Stürzinger, sowie die Lektoren: Dr.
Piumati und Waridel.
Während dreier Semester beteiligte ich mich als ordent-
liches Mitglied an den üebungen des Königlichen Seminars für
romanische Philologie unter der Leitung des Herrn Prof. Dr.
Förster, sowie des englischoi Seminars unter derjenigen des
Herrn Prof. Dr. Trautmann.
Allen genannten Herren, insbesondere den Herren Pro-
fessoren Förster und Trautmann, sage ich hiermit für die
vielfache Förderung und Leitung meiner Studien den innigsten
Daftk.
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, Thesen.
1. Oynewulfs Heimat ist nooh nicht sicher bestimmt.
2. Die bei Layamon vorkommenden ea und eo sind,
einerlei welcl)en Ursprungs, keine Diphtonge mehr.
3. Das mittelengl. Gedicht ,0n the supper of our Lord"^
^ ist nicht von Robert Manning ef Brunne geschrieben.
4 Bitter Malory bat einige Quollen seines Morte D Arthur
fast wörtlich abgeschrieben.
5. Die ersten Strophenformen de» Mittelenglischen sind
durchweg romanischen Mtistern nachgebildet.
6. Das oe mittelenglischer Schriftsteller (Vertreter dm
franz. uf ^=^ lat. 9 in offener Silbe) drückt weder den Laut
nocii dea Laut e aus.
7. Lateinisches ü lautete im XV. und XVL Jahrhundert
im Westen von Nordfrankreich sicher ü.
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